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Wikileaks-Informantin: Chelsea Manning bittet Obama um Gnade

Die zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat ein Gnadengesuch bei US-Präsident Obama eingereicht. Im Internet wird die mögliche Begnadigung von Tausenden unterstützt.

Die zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat laut ihrem Anwalt ein Gnadengesuch bei US-Präsident Barack Obama eingereicht. Das Papier sei am Dienstag hinterlegt worden, schrieb der Verteidiger der US-Soldatin, David Coombs, bei Twitter. In einem Internetlink verwies er zudem auf eine Online-Petition auf der Website des Weißen Hauses mit derselben Forderung, die bislang rund 22.000 Menschen unterschrieben haben. Chelsea Manning stand als Bradley Manning vor Gericht, nahm nach dem Urteil aber eine weibliche Identität an.

Die 25-Jährige war im August für die Weitergabe von Staatsgeheimnissen an die Enthüllungsplattform Wikileaks zu der langen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Weiße Haus hatte damals auf die Ankündigung des Gnadengesuchs reagiert, es werde wie alle anderen auch behandelt.

Das Strafmaß wird nach Militärrecht noch von einem Berufungsgericht geprüft. Zudem kann die Verteidigung das Urteil durch mehrere Instanzen bis zum Obersten Gerichtshof anfechten.

vim/DPA/AFP / DPA