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Angst vor Vergiftung?: Nicht ohne meine Thermotasse! Putin bringt bei G20 lieber seinen eigenen Becher mit

Während die anderen Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel aus Weingläsern tranken, bevorzugte Wladimir Putin seine mitgebrachte Thermotasse. Das Netz rätselt, sein Sprecher hat eine simple Erklärung.

Leicht verdeckt sieht man hier US-Präsident Donald Trump und seinen russischen Amtskollegen Wladmir Putin anstoßen

Leicht verdeckt sieht man hier US-Präsident Donald Trump und seinen russischen Amtskollegen anstoßen. Wladimir Putin bevorzugt anscheinend eine eigene Tasse.

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Wladimir Putin hat beim G20-Gipfel im japanischen Osaka für einige kuriose Bilder gesorgt. Der russische Präsident ist auf dem Staatsbankett zu sehen, wie er sich mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump zuprostet. Das Besondere daran: Während Trump seine augenscheinliche Cola Light stilecht aus dem Weinglas schlürft, bevorzugt Putin eine mitgebrachte weiße Thermotasse.

Der Kremlboss scheint der einzige der Staats- und Regierungschef zu sein, der sich von den gestellten Gläsern fernhält. Diese Marotte sorgte bereits am Freitag für Spott und Spekulationen im Netz. Nicht wenige Nutzer mutmaßten, Putin sei sehr misstrauisch und trinke aus Angst vor einer Vergiftung lieber aus seinem eigenen Becher.

"Wenn Ihr erlebt hättet, was ich erlebt habe, würdet Ihr auch Eure eigene Tasse mitbringen", hieß es auf dem parodistischen Twitter-Konto @DarthPutinKGB, das dem russischen Staatschef Äußerungen in den Mund legt. Mehrere mutmaßlich politisch motivierte Morde und Mordversuche der vergangenen Jahrzehnte, die von vielen Ländern Russland zugeschrieben werden, wurden mit Giftanschlägen verübt. So etwa der Mord am russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko 2006 und das letztlich gescheiterte Attentat auf den Ex-Agenten Sergei Skripal im vergangenen Jahr. 

 

Wladimir Putin und die Vorkoster

Tatsächlich gab es bereits in der Vergangenheit immer wieder Medienberichte darüber, dass Putin Angst davor habe, vergiftet zu werden und deswegen diverse Vorkoster beschäftige. So sollen seine Speisen nicht nur vorher von anderen probiert werden, Spezialisten würden auch direkt Proben in der Küche nehmen und das Essen analysieren. Zu dieser Angewohnheit würde auch das Mitbringen des eigenen Bechers passen.

Allerdings wäre Putin nicht der einzige Staatschef mit einer solchen Furcht. Laut verschiedenen Medienberichten sollen beim G20-Gipfel in Torono 2010 satte 900.000 Euro für das Vorkosten der Speisen für die Mächtigen ausgegeben worden sein.

Putins Sprecher Dmitri Peskow hatte für die Angewohnheit des russischen Staatschefs übrigens eine weitaus simplere Erklärung parat: "Es ist, weil er andauernd Tee aus dieser Thermotasse trinkt", sagte Peskow der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Quellen: AFP / Twitter / "Kurier" 

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