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Fest zum Sieg über Nazi-Deutschland: Putin lässt 16.000 Soldaten aufmarschieren

Panzer rollen und Soldaten marschieren durch die Straßen von Moskau. Im Beisein von internationalen Gästen feiert Wladimir Putin den "Tag des Sieges" über Nazi-Deutschland.

60 Jahre nach der Kapitulation Deutschlands hat Russlands Präsident Wladimir Putin alle Geschütze aufgefahren und feiert den "Tag des Sieges"

60 Jahre nach der Kapitulation Deutschlands hat Russlands Präsident Wladimir Putin alle Geschütze aufgefahren und feiert den "Tag des Sieges"

In Russland haben am Samstag die Feierlichkeiten zum Gedenken an den Sieg der Roten Armee über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren begonnen. Einen Tag nach den Gedenkfeiern zum Kriegsende in ganz Europa verfolgten in Moskau hunderttausende Zuschauer eine große Militärparade auf dem Roten Platz, an der rund 16.000 Soldaten teilnahmen.

Der russische Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergej Schogui nahmen die bislang größte Parade zum "Tag des Sieges" im Beisein von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, dem chinesischen Staatschef Xi Jinping, dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro und anderen Spitzenpolitikern aus Indien, Nordkorea, Südafrika und ehemaligen Sowjetrepubliken ab.

Namhafte Vertreter der ehemaligen Alliierten USA, Großbritannien und Frankreich blieben den Feiern dagegen wegen des Ukraine-Konflikts fern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft erst am Sonntag in Moskau ein, um dort mit Putin am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederzulegen.

Putin dankt ehemaligen Alliierten

In einer Ansprache vor einer Schweigeminute zum Gedenken an die Kriegsopfer dankte Putin den Völkern der ehemaligen Alliierten für ihre "Beteiligung am Sieg" über Deutschland. Putin bedankte sich auch bei anderen "antifaschistischen Ländern", in denen "im Widerstand und im Untergrund" gegen die Nazis gekämpft worden war.

Während in Westeuropa der 8. Mai 1945 als Tag der Kapitulation Deutschlands gefeiert wird, gilt in Russland der 9. Mai 1945 als "Tag des Sieges". An diesem Tag hatte der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, im Hauptquartier der Sowjettruppen in Berlin-Karlshorst die Unterzeichnung der Kapitulation wiederholt. Die Kapitulationsurkunde war bereits am Morgen des 7. Mai im französischen Reims unterzeichnet worden und am Abend des 8. Mai in Kraft getreten.

kgi/AFP / AFP