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Nach Demonstration in Dresden: AfD-Chef Lucke findet "Pegida"-Proteste gut

AfD-Chef Bernd Lucke findet die "Pegida"-Proteste gut - solange islamistischer Extremismus nicht mit dem Islam verwechselt werde. Für Parteifreunde geht die Bewegung aber schon jetzt viel zu weit.

Bernd Lucke ist derzeit einer der umstrittendsten Politiker Deutschlands

Bernd Lucke ist derzeit einer der umstrittendsten Politiker Deutschlands

Der Parteichef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, findet die Demonstrationen der Protestbewegung "Pegida" gut. Sie zeigten, dass sich diese Menschen in ihren Sorgen von den Politikern nicht verstanden fühlten, sagte Lucke am Dienstag. Die Sorgen über eine Ausbreitung von radikalem islamistischen Gedankengut seien berechtigt.

Lucke, der selbst Protestant ist, warnte jedoch davor, aus dem Kampf gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie eine ablehnende Haltung gegenüber dem Islam als Religion abzuleiten. Er mahnte, auch Religionsfreiheit und Toleranz seien abendländische Werte. Die "Pegida"-Bewegung dürfe "keinen Zweifel daran lassen, dass sie mit der Verteidigung des Abendlandes die Verteidigung genau dieser Werte anstrebt".

Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Hans-Olaf Henkel sieht die "Pegida"-Proteste mit größerer Skepsis. Es sei nicht auszuschließen, dass die Proteste "einen ausländerfeindlichen oder gar rassistischen Beigeschmack bekommen", sagte er dem "Tagesspiegel". In Dresden waren am Montagabend rund 10.000 Menschen einem Demonstrationsaufruf der Gruppe "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" ("Pegida") gefolgt.

ono/DPA / DPA
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