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Alternative für Deutschland: AfD-Parteitag geplatzt

Keine Ruhe in Sicht: Die AfD muss ihren internen Machtkampf vertagen. Wegen Bedenken des Bundesschiedsgerichts an der Rechtmäßigkeit der Delegiertenwahl wurde der geplante Parteitag abgesagt.

Der Machtkampf zwischen AfD-Parteichef Bernd Lucke und dem nationalkonservativen Flügel um die Vorherrschaft ist vertagt

Der Machtkampf zwischen AfD-Parteichef Bernd Lucke und dem nationalkonservativen Flügel um die Vorherrschaft ist vertagt

Der am übernächsten Wochenende in Kassel geplante Parteitag der AfD ist geplatzt. Statt des geplanten Delegiertenparteitags solle es voraussichtlich Ende Juni einen Mitgliederparteitag geben, teilte AfD-Sprecher Christian Lüth am Dienstag über Twitter mit. Der Bundesvorstand folgte mit der Absage des Parteitags Bedenken des Bundesschiedsgerichts, das Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl der Delegierten geäußert hatte.

Im innerparteilichen Machtkampf erhält damit der zuletzt in die Defensive geratene Parteichef Bernd Lucke eine Atempause. In Kassel sollte die Parteispitze von derzeit drei Vorsitzenden auf einen Parteichef - nach einer befristeten Doppelspitze - verringert werden. Lucke hat seine Kandidatur abgekündigt und die Vorstandswahl zu einer Richtungsentscheidung erklärt.

In der AfD streiten der nationalkonservative und der wirtschaftsliberale Flügel um Vorherrschaft. Lucke wirft dem nationalkonservativen Flügel rechtspopulistische Tendenzen und eine mangelnde Abgrenzung zur NPD vor.

mod/Reuters / Reuters