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Nach Amokfahrt: Von Storch bereut Münster-Tweet und sagt: "Ich möchte nie wie Angela Merkel sein"

Für ihre Tweets nach der Amokfahrt von Münster war Beatrix von Storch heftig kritisiert worden, weil sie vorschnell einen islamistischen Hintergrund nahelegte. Jetzt hat sich die AfD-Politikerin entschuldigt.

Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch (Archivbild)

"Einen falschen Verdacht zur Unzeit geäußert": Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch (Archivbild).

Getty Images

Beatrix von Storch hat sich von ihrem umstrittenen Twitter-Beitrag nach der Amokfahrt von Münster distanziert. "Ich habe mit meinem Tweet zu Münster einen Fehler gemacht und das tut mir leid", schrieb die AfD-Bundestagsabgeordnete am Mittwoch auf ihrer Facebookseite. Sie wolle nie wie Bundeskanzlerin Angela Merkel sein, die ihre Fehler nicht zugebe. "Wie Millionen andere Deutsche" sei sie aber davon ausgegangen, "dass es sich um einen islamistischen Anschlag gehandelt hat". Es sei aber falsch gewesen, davon auszugehen, "dass eine dieser Zeitbomben hochgegangen" sei, als die Lage noch nicht klar gewesen sei, schrieb sie mit Blick auf Gefährder in Deutschland. Gerade Politiker müssten angesichts der Lage besonnen und ruhig bleiben.

Auch AfD kritisierte Beatrix von Storch wegen Münster-Tweet

Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag hatte unmittelbar nach den ersten Meldungen über die Amokfahrt in Münster bei Twitter nahegelegt, ein Flüchtling sei für die Tat verantwortlich. Als klar war, dass das nicht stimmte, behauptete sie, der Täter sei ein "Nachahmer" islamistischer Gewalttäter.

Von Storch ist in der Vergangenheit wiederholt durch umstrittene Tweets aufgefallen. Für ihren Beitrag zu Münster war sie parteiübergreifend kritisiert worden, auch vom AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen. CSU-Generalsekretär Markus Blume hatte ihren Rücktritt gefordert.

Der als psychisch labil eingestufte Amokfahrer Jens R. hatte am Samstag einen Campingbus in eine Menschengruppe vor einer Gaststätte in Münster gesteuert. Nach der Todesfahrt erschoss sich der 48-jährige Deutsche in dem Fahrzeug. Nach Erkenntnissen der Ermittler handelte der Täter eindeutig in Suizidabsicht.

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mad / AFP / DPA