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Berlin bleibt friedlich: Verletzte und Festnahmen nach Krawallen in Hamburg

In der Walpurgisnacht hat es in Hamburg Festnahmen und Verletzte gegeben. In Berlin blieb es in der Nacht zu Samstag hingegen verhältnismäßig ruhig, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch eine Demonstration gegen einen Treffpunkt von Rechtsextremen in Berlin verlief weitgehend friedlich.

In der Walpurgisnacht hat es in Hamburg Festnahmen und Verletzte gegeben. In Berlin verlief blieb es in der Nacht zu Samstag hingegen verhältnismäßig ruhig, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch eine Demonstration gegen einen Treffpunkt von Rechtsextremen in Berlin verlief weitgehend friedlich.

Nach den Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel nahm die Polizei nach eigenen Angaben neun Randalierer fest. Bei den Krawallen wurden 17 Polizisten und ein Passant verletzt, wie ein Polizeisprecher in der Hansestadt mitteilte. Anhänger der linksautonomen Szene hatten am späten Abend Mülltonnen angezündet und Beamte mit Steinen und Flaschen beworfen.

In Berlin, wo für Samstag Ausschreitungen erwartet wurden, gab es bei den Feiern in den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Friedrichshain nach Angaben der Polizei nur kleinere Zwischenfälle. Es habe "sehr vereinzelte Flaschenwürfe" gegeben, sagte ein Sprecher. Insgesamt wurden 34 Menschen vorläufig festgenommen.

Weitgehend friedlich war am Freitagabend auch eine von der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" angemeldete Demonstration gegen einen Treffpunkt von Rechtsextremen mit 750 Teilnehmern im Bezirk Treptow-Köpenick. Dabei wurden vereinzelte Gegendemonstranten und Rechtsextreme vorläufig festgenommen.

Auf mögliche Zusammenstöße von Linken und Rechten stellte sich die Polizei für den Mittag im Prenzlauer Berg ein, wo ein Aufmarsch von Neonazis erwartet wurde. Noch am Freitag hatte das Verwaltungsgericht entschieden, dass zwei Gegendemonstrationen örtlich verlegt werden sollten, um Zusammenstöße beider Seiten zu vermeiden. Die Gegendemonstrationen sollten nun innerhalb des S-Bann-Rings stattfinden. Die genaue Route der Rechtsextremen, die außerhalb des S-Bahn-Rings verlaufen dürfte, teilte die Polizei am Samstag weiterhin nicht mit. Erwartet wurde ein Marsch ab dem S-Bahnhof Bornholmer Straße.

Auf Krawalle Linksautonomer im Stadtteil Kreuzberg stellte sich die Polizei für den Abend ein. Dort war für den späten Nachmittag die "Revolutionären 1. Mai" angemeldet. Sie war in der Vergangenheit stets Ausgangspunkt nächtlicher Krawalle, die sich 2009 gegenüber den Vorjahren wieder verschärft hatten.

AFP / AFP