Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hängt laut Donald Trump am seidenen Faden. Trump wirft Teheran vor, sich nicht an Zusagen zu halten. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Eugen Epp
Trump: Waffenruhe mit Iran so schwach wie noch nie
Die Waffenruhe mit dem Iran hängt nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der „dämliche Vorschlag“ aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. „Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.“
Trump sagte, die Feuerpause liege quasi auf der Intensivstation, wo ein Arzt hereinkomme und sage: „Sir, Ihr Angehöriger hat eine Überlebenschance von etwa einem Prozent“. Dennoch glaube er weiterhin, dass eine diplomatische Lösung noch möglich sei.
Trump wirft der Führung in Teheran vor, sich nicht an Zusagen zu halten. Der Iran habe sich zunächst bereiterklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. „Aber sie haben ihre Meinung geändert, es stand nämlich nicht in dem Papier“, sagt der US-Präsident. Der Iran weist einem Bericht zufolge Trumps Aussagen zurück.
Trump wirft der Führung in Teheran vor, sich nicht an Zusagen zu halten. Der Iran habe sich zunächst bereiterklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. „Aber sie haben ihre Meinung geändert, es stand nämlich nicht in dem Papier“, sagt der US-Präsident. Der Iran weist einem Bericht zufolge Trumps Aussagen zurück.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Zwei Drittel der US-Bürger werfen Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Irankrieges nicht klar dargelegt zu haben. Dies geht aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten. Bei einer Umfrage Mitte März lag der Anteil noch bei 55 Prozent. Der Ende Februar mit US-israelischen Luftangriffen begonnene Konflikt hat die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe getrieben.
Die Unzufriedenheit über die hohen Benzinpreise könnte für Trumps Republikaner bei den Kongresswahlen im November zum Problem werden. Der Erhebung zufolge machen 65 Prozent der Wähler sie für die Preissteigerungen verantwortlich, 27 Prozent geben den Demokraten die Schuld. Trumps Zustimmungswerte erholten sich laut der Umfrage zwar leicht auf 36 Prozent, nachdem sie Ende April mit 34 Prozent den tiefsten Stand seiner aktuellen Amtsperiode erreicht hatten. Sie liegen damit jedoch weiter unter den 47 Prozent, mit denen er im Januar 2025 in seine zweite Amtszeit gestartet war.
Die Unzufriedenheit über die hohen Benzinpreise könnte für Trumps Republikaner bei den Kongresswahlen im November zum Problem werden. Der Erhebung zufolge machen 65 Prozent der Wähler sie für die Preissteigerungen verantwortlich, 27 Prozent geben den Demokraten die Schuld. Trumps Zustimmungswerte erholten sich laut der Umfrage zwar leicht auf 36 Prozent, nachdem sie Ende April mit 34 Prozent den tiefsten Stand seiner aktuellen Amtsperiode erreicht hatten. Sie liegen damit jedoch weiter unter den 47 Prozent, mit denen er im Januar 2025 in seine zweite Amtszeit gestartet war.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Eugen Epp
Iranische Staatsmedien nehmen den US-Plan wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans auf. Eine Annahme hätte die Unterwerfung der Islamischen Republik unter die „überzogenen Forderungen“ von Trump bedeutet, kommentiert unter anderem der regierungstreue Sender Press TV. Dagegen betone der vom Iran vorgelegte Plan ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten. Der US-Plan sei von der Führung in Teheran zurückgewiesen worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Eugen Epp
Trump: Antwort aus dem Iran „völlig inakzeptabel“
Donald Trump hält die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für „völlig inakzeptabel“. „Ich habe gerade die Antwort der sogenannten 'Vertreter' des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht – VÖLLIG INAKZEPTABEL“, schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag gibt es noch nicht. Bereits Stunden zuvor hatte Trump in einem anderen Beitrag Teheran gedroht. „Die werden nicht mehr lange lachen!“, hieß es.
Moritz Dickentmann
Der Iran übermittelt seine Antwort auf einen US-Friedensvorschlag an den Vermittler Pakistan. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Demnach sollen sich die Verhandlungen zunächst ausschließlich auf die Einstellung der Kampfhandlungen in der Region konzentrieren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Teheran droht Paris und London
Die iranische Regierung droht Großbritannien und Frankreich mit einer „entschiedenen und sofortigen Antwort“, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. „Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen“, erklärt Vize-Außenminister Kasem Charibabadi im Onlinedienst X.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betont unterdessen, seine Regierung habe „nie“ einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine „mit dem Iran abgestimmte“ Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge. Gemeinsam mit Großbritannien habe Frankreich 50 Länder und internationale Organisationen zusammengeholt, um in Abstimmung mit Teheran die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs abzusichern, „sobald die Umstände dies zulassen“, sagt Macron bei einem Besuch in Nairobi.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
US-Präsident Donald Trump ist zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten „irgendwann" das angereicherte Uran des Irans sichern würden. „Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen", sagt er in einem Interview der Sendung „Full Measure". Das Material stehe „unter Beobachtung" der USA, behauptet Trump weiter. „Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen."
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Der Iran übermittelt seine Antwort auf einen US-Friedensvorschlag an den Vermittler Pakistan. Das meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Demnach sollen sich die Verhandlungen zunächst ausschließlich auf die Einstellung der Kampfhandlungen in der Region konzentrieren.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Flüssigerdgas-Tanker passiert Straße von Hormus
Erstmals seit Beginn des Irankrieges passiert ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar unbehelligt die Straße von Hormus. Das Schiff ist auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorgeht. Insidern zufolge hatte Iran die Durchfahrt des Tankers als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt. Katar und Pakistan vermitteln in dem Konflikt. Das Gas soll die Energieknappheit in Pakistan lindern, die dort zu Stromausfällen geführt hat.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Ungeachtet einer geltenden brüchigen Waffenruhe im Iran-Krieg sind die Vereinigten Arabischen Emirate nach eigenen Angaben vom Iran mit Drohnen angegriffen worden. Die emiratische Luftabwehr habe zwei im Iran gestartete Drohnen abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi im Online-Dienst X mit.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Dem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Irankriegs rund eine Milliarde Barrel Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagt Aramco-Chef Amin Nasser. Die weltweite Energieversorgung ist durch die iranische Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt worden, was das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben hat.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten dort am frühen Morgen „mehrere feindliche Drohnen“ im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details gibt es nicht. Man sei vollends bereit, die Sicherheit des Landes und der Bevölkerung zu beschützen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Bundesnetzagentur zu Füllständen der Gasspeicher: Nicht in Hektik verfallen
Der Chef der Bundesnetzagentur hält Sorgen angesichts der aktuellen Füllstände der Gasspeicher für unangebracht. Er könne zwar emotional verstehen, „sich Mitte Mai schon volle Speicher zu wünschen“, sagt Klaus Müller den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). „Ökonomisch und auch physikalisch ist das aber nicht notwendig.“
Deutschland habe sich „glücklicherweise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine diversifiziert“, also auf eine breitere Basis gestellt, so Müller. Er verweist auf die vier Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee, die bereits im vergangenen Winter „stark geholfen“ hätten. Gasspeicher seien zwar immer noch wichtig, „aber diese Fixierung, wie sie in 2022/2023 noch richtig war, die ist so nicht mehr notwendig“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Vor der Küste von Katar ist offenbar ein Frachtschiff beschossen worden. Ein Frachter habe gemeldet, dass er am frühen Morgen 23 Seemeilen nordöstlich von Doha von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden sei, teilt die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Daraufhin sei ein kleines Feuer ausgebrochen, das aber bereits gelöscht sei. Es gebe keine Verletzten, auch seien keine Umweltschäden entstanden.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem die iranischen Revolutionsgarden gedroht hatten, US-Frachter in der Region anzugreifen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilt das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Moritz Dickentmann
Knapp Hälfte der Deutschen lässt häufiger das Auto stehen
Wegen des gestiegenen Ölpreises sparen zwei Drittel der Deutschen einer Umfrage zufolge Energie. Fast die Hälfte der Deutschen lässt zudem häufiger das Auto stehen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox zeigt, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.
Demnach nutzen 48 Prozent der Bundesbürger wegen hoher Spritpreise seltener ihr Auto und steigen stattdessen öfter aufs Fahrrad um (29 Prozent) oder fahren häufiger Bus und Bahn (24 Prozent).
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP · Reuters · SID
due / mod / nik / km / urb / tkr