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Bouffier pflichtet Seehofer bei Einsatz von Dauerarbeitslosen statt Einwanderung


Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat CSU-Chef Horst Seehofer in der Debatte über die Integration muslimischer Einwanderer erneut Rückendeckung gegeben.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat CSU-Chef Horst Seehofer in der Debatte über die Integration muslimischer Einwanderer erneut Rückendeckung gegeben. Seehofer habe sich nur Gedanken darüber gemacht, wer nach Deutschland kommen solle: "Das halte ich für selbstverständlich", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Donnerstag).

Bouffier nannte es zudem "ziemlich absurd", den demographischen Wandel durch Einwanderung bewältigen zu wollen. In diesem Fall müsse Deutschland eine Million Einwanderer pro Jahr aufnehmen. "Das geht nicht, ohne dass diese Gesellschaft auseinanderfliegt." Natürlich brauche das Land gezielte Zuwanderung, um der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken. Es sei aber falsch, den Menschen vorzugaukeln, Einwanderung könnte das Problem der Demographie lösen.

Eine Initiative für ein Einwanderungsgesetz nach Vorbild Kanadas mit Kriterien, wer einwandern solle, lehnte Bouffier als Aktionismus ab. Er wolle sich nicht damit abfinden, dass es zwei Millionen Dauerarbeitslose gibt und keine Chance bestehen soll, diese Menschen in Arbeit zu bringen. "Ich möchte keine Massenzuwanderung, etwa aus der Türkei, die diese Gesellschaft nicht verträgt." Es sei ein grobes Missverständnis zu glauben, Integrationsverweigerung sei allein ein Problem der Bildung: "Die härtesten Integrationsverweigerer unter Muslimen begegnen mir im akademischen Milieu."

Seehofer hatte in einem Interview gesagt, Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern täten sich schwerer bei der Integration. Daraus ziehe er den Schluss, "dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen".

DPA DPA

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