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Bundeswehr: Guttenberg verteidigt Einsparüberlegungen

Ungeachtet der Kritik aus der Truppe hält Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an seinen Sparplänen bei der Bundeswehr fest und schließt auch personelle Kürzungen nicht aus. In der Diskussion um Einsparungen müsse auch die Frage nach dem Umfang der Bundeswehr gestellt werden, sagte Guttenberg am Freitag im ARD-Morgenmagazin.

Beim Sparen im Wehretat wird die Regierung nach Ansicht von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nicht um die Schließung von Bundeswehr-Standorten herum kommen. "Am Ende (...) kann und werden nach allem menschlichen Ermessen auch Standortschließungen stehen", sagte Guttenberg am Freitag im ARD- "Morgenmagazin". Darauf müsse man sich einstellen. "Das kann man nun verdruckst über die nächsten Jahre vor sich hintragen und dann die Betroffenen fürchterlicher erschrecken in dem Moment. Oder man kann sagen, dass man sich schon einmal innerlich darauf vorbereitet."

Guttenberg hat angesichts der Sparzwänge im Bundeshaushalt radikale Kürzungen bei der Bundeswehr angekündigt. Einzelheiten stehen noch nicht fest.

Der CSU-Politiker betonte, Standortschließungen stünden erst "am Ende der Stufenleiter" von Sparmaßnahmen. Erst seien die anderen Entscheidungen etwa hinsichtlich Personalumfang und Ausrüstung zu treffen. FDP-Generalsekretär Christian Lindner stellte in der "Bild"- Zeitung das umstrittene Raketenabwehrsystem MEADS infrage. Es helfe den Soldaten im Einsatz kein bisschen. "Auch bei den Stückzahlen von Eurofighter und dem Transport-Airbus A400M können wir sparen", sagte Lindner.

AFP/DPA / DPA