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Darknet: Darum sind Computeranimationen im Kampf gegen Kinderpornografie wichtig

Computergenerierte Kinderpornografie ist ein wichtiges Instrument von Ermittlern, um in den Netzwerken der Pädophilen nicht aufzufallen. Nun soll das Bundesjustizministerium das Vorgehen rechtlich prüfen. 

In roten Lettern steht das Wort "Darknet", der anonyme Teil des Internets. Auch Kinderpornografie ist hier zu finden.

Im "Darknet", einem anonymen Teil des Internets, findet man viel Illegales. Leider auch Kinderpornografie (Symbolbild).

Picture Alliance

Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf (CDU) ist der Ansicht, dass computergenerierte Kinderpornografie ein nötiges Mittel im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern sei: "Computeranimationen sind hier ein wichtiges Instrument, um den Ermittlern Zugang zu diesen Foren zu verschaffen und Kinderpornografie wirksam zu bekämpfen", sagte er am Montag. Der Verfolgungsdruck im Darknet, dem anonymen Teil des Internets, müsse erhöht werden. 

Computergenerierte Kinderpornografie: Bundesjustizministerium prüft Rechtsgrundlage 

Auf Antrag von Baden-Württemberg und weiteren Ländern habe die Justizministerkonferenz bereits einen entsprechenden Beschluss verabschiedet. Darin werde das Bundesjustizministerium gebeten, eine entsprechende Rechtsgrundlage zu prüfen. "Wir brauchen hier jetzt schnell Rechtssicherheit, damit die Kinderpornografie im Internet effektiv verfolgt werden kann", sagte Wolf. 

Zuvor hatte der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier, im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF gesagt: "Wer sich in Chats bewegt, wer sich in diesen Foren bewegt und mitmachen will, der muss Material liefern." Wer das nicht tue, "wird sofort erkannt als Polizeibeamter. Das muss man dringend ändern". Fälle wie der jahrelange sexuelle Missbrauch eines Jungen aus Staufen bei Freiburg könnten so möglicherweise schneller aufgeklärt werden.

wlk / DPA