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Der Außenminister unterwegs: Westerwelle hat noch Luft

Er ist viel in der Luft. Das war sein großes Vorbild Hans-Dietrich Genscher ebenfalls. Guido Westerwelles erste zehn Tage im neuen Amt des Außenministers zeigen indes: Da ist auch noch viel Luft.

Von Axel Vornbäumen, Washington

Es sind dies die Reisen des Zuhörens. Das ist neu im Leben des Guido Westerwelle. Er hat dieses Motto für sich gewählt - und eigentlich ist das auch gut so. Wenn er sich denn daran hielte. Nur, ganz stumm sein, das geht eben auch nicht. Und so sind die ersten Tage im Amt des Außenministers für den Mann, der gewohnt war, die eigenen Ansichten dem Publikum nassforsch zu präsentieren, ein seltsam anzuschauender Grenzgang: Er muss nun fürs Erste Allgemeinplätze im Kammerton vortragen. Das ist nicht immer ganz einfach.

Sein Länderpunktekonto als Deutschlands neuer Außenminister wächst gerade unaufhaltsam an. In seiner ersten Woche war er an der Seite von Angela Merkel beim EU-Gipfel in Brüssel. Da gab es viele neue Kollegen auf einen Streich zu begrüßen. Er ist nach Polen gereist - demonstrativ. In die Niederlande - demonstrativ. Nach Frankreich - demonstrativ. Und in die USA natürlich auch. Es ist "der wichtigste Verbündete Deutschlands außerhalb Europas", es gehört zum diplomatischen Komment, zeitig in Washington aufzukreuzen.

Jetlag und Schewardnadse

Dass Westerwelles Kollegin Hillary Clinton bereits am kommenden Montag zu den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls nach Berlin kommt, tut da nichts zur Sache. Knappe 41 Stunden dauert der Trip hin und zurück über den großen Teich. Als er an diesem Freitagmorgen gegen 10 Uhr wieder in Tegel landet, wartet dort schon Eduard Schewardnadse, der frühere georgische Präsident, auf ihn. Hans-Dietrich Genscher hat den Termin vermittelt. Westerwelle muss ein bisschen gehobenen Smalltalk machen, mit Anstand gegen den Jetlag ankämpfen, sich einführen in die Community der globalen Außenpolitiker. Das ist sein neuer Job.

Er absolviert also gerade einen Crashkurs in internationaler Diplomatie. Man spürt bei jedem Schritt, dass er begriffen hat, wie rutschig das neue Parkett unter seinen Sohlen sein kann. Der neue Guido Westerwelle ist zu besichtigen: Er ist vorsichtig, unsicher, aber jederzeit bereit, von der Bedeutung, die ihm nun qua Amt zukommt, ergriffen zu sein. In Washington, auf dem Capitol Hill, spricht er davon, dass er "nicht abgebrüht wirken" will, nun, da er "die Ehre hat, mein Land zu vertreten."

Mit Konfirmandenmiene

Schon toll das alles, das ist die Botschaft, die in diesen Tagen aus jedem Knopfloch strömt - ob eingestanden im prunkvollen Uhrensaal des Quai d`Orsay in Paris oder körpersprachlich neben US-Außenministerin Hillary Clinton, in Washington, wo Westerwelle mit Konfirmandenmiene die Plattitüden Clintons entgegennimmt, dass man eine "excellent conversation" gehabt habe.

Iran. Afghanistan. Westerwelles Traum von der atomwaffenfreien Welt. All dies wird nun für vorerst vier Jahre seine Welt sein. Er wird in all diesen Fragen, wie er es einmal neben Hillary Clinton stehend schon andeutet, "die Haltung Deutschlands" formulieren müssen. Das ist ein Gewicht, das deutlich auf seinen Schultern lastet. Tiefere Gedanken zu all dem hat er sich noch nicht gemacht. Das ist kein Vorwurf. Der Wahlkampf, die Koalitionsverhandlungen haben zu all dem noch keine vernünftige Zeit gelassen. Bis zu diesem Freitag hat er sein neues Ministerbüro kaum von innen gesehen. Das wird, das muss sich ändern.

Stabiler im Stoff werden

Er wird Akzente setzen wollen. Das wird nicht ganz einfach sein. Aus seinem ersten Gespräch mit Hillary Clinton hat er mitgenommen, wie wichtig den USA die Lösung der Afghanistan-Frage ist. Noch wird in Amerika über eine neue Strategie im Umgang mit diesem von Terror zerrissenen Land gegrübelt. Guido Westerwelle betont, wie wichtig es sei, dabei "gemeinsam" vorzugehen. Es ist eine Floskel - aber es hat, so oft wiederholt er das Wort, den Anschein, als glaube der neue Außenminister, dass er da wirklich ein gewichtiges Wort wird mitreden können. Irgendwann, wen er mal stabiler im Stoff steht.

Er wird Akzente setzen müssen. Das wird nicht ganz einfach sein. In seiner ersten Woche hat er gemerkt, wie stark der Schatten Angela Merkels auf seinen Arbeitsbereich fällt. Auf EU-Ebene ist das so - und im Verhältnis zu den USA auch. "Alles," sagt Westerwelle, "ist mit Angela Merkel eng abgestimmt." Der Mann, der irgendwann einmal über die Phase des Ergriffenseins hinaus kommen will, wird sich Nischen suchen müssen, um sich als Außenpolitiker zu profilieren. All zu lange darf er damit nicht warten.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(