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Die Morgenlage Tag der Entscheidung: erste Schritte zurück zur Normalität?

Coronavirus
Dürfen Restaurants bald wieder öffnen? Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder beraten über die Coronavirus- Maßnahmen.
© Uwe Anspach / DPA
Beratungen über Lockerung der Corona-Maßnahmen +++ Trump stoppt US-Zahlungen an WHO +++ "The Masked Singer": Caroline Beil als Roboter enttarnt +++ Erste Flüchtlinge fliegen von Athen nach Luxemburg +++ Die Nachrichtenlage am Mittwoch.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

viele von uns erhoffen sich viel von diesem Tag. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Ministerpräsidenten der Länder und das sogenannte Corona-Kabinett beraten intensiv darüber, ob die seit Wochen geltenden strengen persönlichen Einschränkungen und Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schon bald gelockert werden können. Trotz großer Disziplin wird aus der Bevölkerung der Wunsch nach Normalität lauter. Doch es deutet sich an, dass auch bei einer Lockerung längst noch nicht uns vertraute Verhältnisse einziehen werden, um die Erfolge im Kampf gegen das neuartige Coronavirus nicht gefährden. Hinter den Kulissen ist von Streit zu hören – vor allem in Bezug auf die Schulen. Während NRW-Ministerpräsident Armin Laschet für eine moderate Öffnung eintritt, macht sein bayerischer Amtskollege Markus Söder in den Spätnachrichten von ARD und ZDF unmissverständlich deutlich, dass er von baldigen Schulöffnungen nach den Osterferien absolut nichts hält. Wir dürfen gespannt sein, was die Kanzlerin der Nation im Anschluss an die Beratungen verkünden wird.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Mehr als 2200 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden – weltweiter Rekord

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von mehr als 2200 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Abend starben seit dem Vortag 2228 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA stieg damit auf mehr als 25.700.

USA stoppen bis auf Weiteres WHO-Beitragszahlungen

Mitten in der Coronavirus-Pandemie legt US-Präsident Donald Trump die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis. Er habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe, sagte Trump am Abend im Rosengarten des Weißen Hauses. Der US-Präsident hatte der WHO zuletzt eine zu große Nähe zu China vorgeworfen.

Maas: Exitstrategie muss alle Risiken sorgfältig abwägen

Vor Bund-Länder-Beratungen über mögliche Lockerungen von Einschränkungen in der Corona-Krise hat Außenminister Heiko Maas gemahnt, alle Risiken sorgfältig abzuwägen. "Der Blick über unsere Grenzen, wo es in einigen Ländern leider tagtäglich neue bittere Todeszahlen gibt, zeigt: Jeder Tag, den Kontaktsperren zu früh aufgehoben werden, kann für die Gesundheit vieler Menschen dramatische Folgen haben", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Sollte es zu einem erneuten starken Anstieg der Infektionen kommen, könnte Deutschland gezwungen sein, noch drastischere Maßnahmen als bisher zu ergreifen. "Wir müssen alles tun, um ein solches Szenario zu vermeiden. Wir brauchen eine Exitstrategie, die alle Risiken sorgfältig abwägt."

"The Masked Singer": Caroline Beil als Roboter enttarnt

Moderatorin und Schauspielerin Caroline Beil ist bei der Musik-Rateshow "The Masked Singer" enttarnt worden. Die 53-Jährige musste am Abend ihre Maske ablegen, nachdem sie zu wenige Stimmen der Zuschauer bekommen hatte. Sie schlüpfte aus dem glänzenden Roboter-Kostüm, in dem sie in den vergangenen Wochen auf High Heels unerkannt den "Robot Dance" (Robotertanz) nahezu perfektioniert hatte.

Das wird heute wichtig:

Merkel berät mit Ministerpräsidenten über Corona-Lockerungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät ab 14 Uhr mit den Ministerpräsidenten über mögliche schrittweise Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Krise. Bereits um 9.30 Uhr will sie die Beratungen mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts vorbereiten. Im Anschluss an die Schaltkonferenz mit den Länder-Regierungschefs ist vorgesehen, dass die Kanzlerin die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert – voraussichtlich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU), und dessen Stellvertreter, dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Von der Leyen mit EU-Strategie für Lockerung der Corona-Auflagen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel äußern sich ab 11 Uhr) gemeinsam zur Corona-Krise. Im Mittelpunkt soll die EU-Strategie für eine langsame und kontrollierte Lockerung der Corona-Beschränkungen stehen. Dabei sollen sich die EU-Staaten eng abstimmen. Der Zeitplan bleibt aber in der Hand der einzelnen Regierungen.

Kindergärten und Schulen in Dänemark öffnen wieder

In Dänemark können von heute an Zehntausende Kinder wieder in die Krippe, den Kindergarten oder die Schule gehen. Nach Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Pandemie öffnet das skandinavische Land seine Schul- und Tageseinrichtungen für Kinder bis einschließlich zur fünften Schulklasse. Damit sollen Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder in der Corona-Krise bislang neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten.

Corona: Nato-Verteidigungsminister beraten über Folgen für Einsätze

Die Nato-Verteidigungsminister beraten ab 15 Uhr in einer Sonderschalte über die Folgen der Corona-Krise für die gemeinsamen Einsätze. Generalsekretär Jens Stoltenberg betont, das Militärbündnis sei trotz der Pandemie einsatzbereit. Die Hauptaufgabe der Nato bleibe der Schutz von fast einer Milliarde Bürgern. 

Polens Parlament debattiert strengeres Abtreibungsrecht

Das polnische Parlament debattiert über einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Abtreibungsrechts. Die Novelle sieht vor, die Indikation für einen Abbruch wegen Missbildungen oder unheilbarer Krankheit des Kindes zu streichen. Federführend bei dem Entwurf war die Organisation Stiftung Leben und Familie.

Erste junge Flüchtlinge fliegen von Athen nach Luxemburg

Die Ausreise minderjähriger Flüchtlinge aus den überfüllten griechischen Flüchtlingslagern in andere EU-Länder beginnt. Zwölf Kinder sollen am Vormittag an Bord eines Flugzeugs aus Athen nach Luxemburg kommen. Sie stammen aus den überfüllten Lagern der Inseln Lesbos, Chios und Samos.

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Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag, bleiben Sie gesund.

Ihre stern-Redaktion

dho DPA AFP

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