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Die Morgenlage Biden: Trump hat vor dem Coronavirus kapituliert

Sehen Sie im Video: Das deutsche Trump-Dorf Kallstadt hat die Nase voll vom US-Präsidenten.
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8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++ Referendum in Chile: Große Mehrheit stimmt für neue Verfassung +++ Prozessauftakt gegen deutschen Mordverdächtigen in Belgien +++ Die Nachrichtenlage am Montagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

die Weltlage wird weiter von der Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens bestimmt. Während in Deutschland noch alles dafür getan werden soll, einen zweiten Lockdown zu verhindern, gibt es in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Italien bereits wieder massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. In den USA wird der Umgang der Regierung mit der Coronakrise unterdessen zum Wahlkampfthema.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Biden: Trump hat vor dem Coronavirus kapituliert

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Amtsinhaber Donald Trump vorgeworfen, vor dem Coronavirus kapituliert zu haben. Auslöser waren Äußerungen von Trumps Stabschef Mark Meadows, aus denen hervorging, dass das Weiße Haus aktuell eher auf eine Behandlung von Erkrankten als auf Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus vertraut. Die Zahl der Neuinfektionen in den USA ist mit gut 83.700 pro Tag aktuell auf Rekordniveau.

Wir werden die Pandemie nicht kontrollieren", sagte Meadows in einem Live-Interview des Nachrichtensenders CNN. Das sei so, weil man es mit einem hochansteckenden Virus wie der Grippe zu tun habe, argumentierte Meadows. Dabei blieb in dem abschnittsweise hitzigen Austausch mit CNN-Moderator Jake Tapper offen, ob Meadows damit sagen wollte, dass die Corona-Ausbreitung schwer unter Kontrolle zu bekommen sei – oder ob das Weiße Haus es gar nicht erst versuchen wolle. "Was wir unter Kontrolle haben werden, ist die Tatsache, dass wir Impfstoffe, Medikamente und andere Maßnahmen zur Linderung bekommen", sagte Trumps Stabschef.

Biden bezeichnete Meadows' Äußerungen als Eingeständnis, dass Trumps Regierung "selbst den Versuch aufgegeben hat, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen". Trump behauptete unterdessen bei einem Wahlkampfauftritt am Sonntag erneut, die USA würden in der Corona-Krise bald über den Berg sein. "Wir biegen um die Kurve, wir haben die Impfstoffe, wir haben alles. Wir biegen um die Kurve. Selbst ohne die Impfstoffe biegen wir um die Kurve. Es wird vorbeigehen", sagte der Präsident im Bundesstaat New Hampshire. Die Zahl der Corona-Toten überschritt am Sonntag unterdessen die Marke von 225.000.

8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.

Referendum in Chile: Große Mehrheit stimmt für neue Verfassung

Chile soll eine neue Verfassung bekommen. Eine entsprechende Frage beantworteten bei einem Referendum am Sonntag nach Auszählung von knapp 94 Prozent der Wahllokale rund 78 Prozent der Wähler mit "ja".

14,8 Millionen Bürger des südamerikanischen Landes waren aufgerufen, zu entscheiden, ob die aktuell gültige Verfassung von 1980 – aus der Zeit der Militärdiktatur von General Augusto Pinochet (1973-1990) – ersetzt werden soll. Dies gehörte zu den Kernforderungen der Demonstranten, die vor rund einem Jahr wochenlang gegen die Regierung auf die Straße gegangen waren.

Zwei Schwerverletzte bei Frontalzusammenstoß

Im Oberbergischen Kreis sind zwei Autos ineinander gefahren - beide Fahrer wurden dabei schwer verletzt. Wie die Polizei in der Nacht zu Montag mitteilte, war ein 34 Jahre alter Autofahrer in Engelskirchen auf die Gegenspur geraten. Die Ursache dafür war zunächst unklar. Der Wagen des Mannes kollidierte mit dem entgegenkommenden Auto einer 66-Jährigen. Rettungskräfte brachten beide nach dem nächtlichen Unfall in ein Krankenhaus.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

CDU-Spitze berät über den für den 4. Dezember geplanten Bundesparteitag

Der für den 4. Dezember geplante CDU-Parteitag in Stuttgart zur Wahl eines neuen Vorsitzenden wird wegen der drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen immer unwahrscheinlicher. An diesem Montag will die CDU-Spitze deswegen in Sitzungen von Präsidium und Vorstand über Alternativen entscheiden.

Prozessauftakt gegen deutschen Mordverdächtigen in Belgien

Ein 57-Jähriger Deutscher soll vor 13 Jahren den belgischen Autohändler Steve Huypens erschossen haben. Der Mann verbüßt bereits seit 2009 wegen eines anderen Mordes eine lebenslange Haftstrafe in Deutschland. Heute beginnt das Hauptverfahren in Antwerpen.

Sondersitzung des thailändischen Parlaments zu den anhaltenden Protesten

Das Kabinett hatte der voraussichtlich zweitägigen Sitzung zuletzt zugestimmt. In dem südostasiatischen Land gibt es seit drei Monaten immer wieder Demonstrationen, die trotz eines verhängten Versammlungsverbots, Festnahmen und des Einsatzes von Tränengas und Wasserwerfern durch die Polizei nicht nachlassen. Die Demokratiebewegung fordert vor allem den Rücktritt von Regierungschef Prayut Chan-o-cha, eine Neuwahl und umfassende Reformen. Dabei geht es auch um die Rolle der Monarchie und ein strenges Gesetz, das bis zu 15 Jahre Haft für Kritik am Königshaus vorsieht.

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Ihre stern-Redaktion

DPA AFP

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