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Die Morgenlage: Sanders gewinnt Vorwahl der US-Demokraten in New Hampshire

Zweite Vorwahl im US-Präsidentschaftsrennen +++ Glatteis in der Nacht: Viele Autobahn-Unfälle in Deutschland +++ Papst Franziskus äußert sich zum Zölibat +++ Merkel ruft Union zum Zusammenhalt auf +++ Die Nachrichtenlage am Mittwoch.

Video: Bernie Sanders US-weit in Umfragen vorn

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

Nach der zweiten Vorwahl im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat der linke Senator Bernie Sanders den Sieg für sich beansprucht. "Dieser Sieg ist der Anfang vom Ende für Donald Trump", sagte Sanders am Dienstagabend (Ortszeit) vor Anhängern im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire. Es gehe darum Trump - "den gefährlichsten Präsidenten der jüngeren Geschichte" - bei der Wahl im November zu besiegen, sagte Sanders. Er werde sich für eine bessere Gesundheitsversorgung, höheren Steuern für Reiche, strengere Waffengesetze und den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen, versprach der 78-Jährige.. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Sender: Sanders gewinnt Vorwahl der US-Demokraten in New Hampshire

Der linksgerichtete Senator Bernie Sanders hat laut US-Sendern die Präsidentschaftsvorwahl der oppositionellen Demokraten im Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Dies ergaben Hochrechnungen der Sender ABC und NBC auf der Basis der Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmen. Sanders lag in diesen Auszählungsergebnissen bei 26 Prozent, gefolgt von den moderat-pragmatischen Bewerbern Pete Buttigieg bei rund 24 Prozent) und Amy Klobuchar mit etwa 20 Prozent.

Glatteis in der Nacht: Viele Autobahn-Unfälle in Deutschland

Nach dem schweren Unwetter zum Wochenbeginn macht den Menschen in Deutschland nun in vielen Teilen Glätte und Eis zu schaffen. In Nordrhein-Westfalen musste in der Nacht ein Teil der Autobahn 45 bei Siegen für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Wegen schnell einsetzender Glätte hatten sich Lastwagen an Steigungen festgefahren, auch andere Fahrzeuge kamen nicht mehr weiter, teilte die Polizei mit. Es sei zu mehreren Unfällen mit Blechschäden gekommen, schwerer verletzt wurde niemand.

Trump-Intervention zugunsten von Ex-Berater Stone sorgt für Aufregung

Eine öffentliche Intervention von US-Präsident Donald Trump zugunsten seines in der Russland-Affäre verurteilten Ex-Beraters Roger Stone hat für Aufregung gesorgt. Die oppositionellen Demokraten kritisierten scharf, dass das Justizministerium die Strafforderung der Anklage gegen den 67-Jährigen abmildern will. Zwei Staatsanwälte zogen sich offenbar aus Protest von dem Verfahren zurück.    

Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag sieben bis neun Jahre Haft gegen Stone gefordert, der im November unter anderem der Falschaussage und Zeugenbeeinflussung schuldig gesprochen worden war. US-Medien zitierten am Dienstag aber einen Verantwortlichen des Justizministeriums mit den Worten, die Strafforderung sei "extrem, übertrieben und unverhältnismäßig". Zuvor hatte Trump die Forderung der Staatsanwaltschaft scharf kritisiert. "Das ist eine furchtbare und sehr unfaire Situation", schrieb der Präsident in der Nacht zum Dienstag auf Twitter. 

Merkel ruft Union zum Zusammenhalt auf

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Union nach der Rückzugsankündigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und angesichts der Richtungsdebatte zur Einigkeit aufgerufen. Nach 14 Jahren Regierung sei es nicht naturgegeben, dass die Union nach der nächsten Wahl wieder in Regierung sei, warnte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in der Unionsfraktion im Bundestag. Angesichts der Alternativen seien alle in der Union aufgefordert, "den Laden zusammenzuhalten, Konzepte für die Zukunft zu machen und ein demokratisch regiertes Deutschland, das Maß und Mitte kennt, wirklich nach vorne zu bringen", mahnte Merkel unter Beifall.

Bundesverteidigungsministerin: AKK: Darum tritt sie aus dem CDU-Parteivorsitz zurück

Das wird heute wichtig:

Papst Franziskus äußert sich zum Zölibat

Papst Franziskus legt sein lange erwartetes Lehrschreiben zur Amazonas-Bischofssynode vor, bei der es auch um Streitthemen wie Zölibat und Frauen in der Kirche ging. Das Dokument namens "Querida Amazonia" (Geliebtes Amazonien) wird um 12 Uhr in Rom vorgestellt. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Franziskus verheiratete Männer in der abgelegenen Region und in bestimmten Ausnahmen als Priester zulässt. 

Bundestag berät über Vorbeugung gegen Coronavirus

Der Bundestag berät ab 15.10 Uhr über die Vorbeugemaßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland. CDU/CSU und SPD haben dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. Angesichts zahlreicher kursierender Falschmeldungen und Gerüchte dürfte es der Regierung vor allem darum gehen, die Diskussion zu versachlichen. 

Das aus China kommende neuartige Coronavirus hat dort inzwischen mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet. Nachweislich infiziert haben sich nach der offiziellen Statistik bisher gut 42.600 Menschen. 

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in China rasant

Italiens Senat stimmt über Salvinis Immunität ab

Der italienische Senat entscheidet darüber, ob dem ehemaligen Innenminister Matteo Salvini wegen seiner Flüchtlingspolitik der Prozess gemacht werden kann. Dafür müsste die Parlamentskammer in Rom die Immunität des Chefs der rechten Lega aufheben. Ein Gericht in Catania auf Sizilien hatte den Antrag dafür im Senat gestellt.

Bei dem möglichen Prozess geht es darum, dass Salvini während seiner Zeit als Innenminister 131 Migranten auf dem Küstenwachschiff "Gregoretti" ausharren ließ. Das Schiff durfte im Sommer 2019 tagelang keinen Hafen anlaufen. Die Staatsanwaltschaft in Catania wirft Salvini Freiheitsberaubung vor. Es wird erwartet, dass die Regierungsmehrheit im Senat den Weg für das Verfahren freimacht.

fs / anb / DPA / AFP