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Die Morgenlage Separatisten bei Wahl in Katalonien mit Mehrheit, aber Gewinner sind die Spanientreuen

Barcelona ERC
Oriol Junqueras (l.) von der moderat separatistischen ERC hat den zweiten Platz bei der Regionalwahl belegt
© Alberto Estévez / AFP
Argentiniens Ex-Präsident Carlos Menem ist tot +++ 4426 Corona-Neuinfektionen und 116 neue Todesfälle +++ Bei Impfung vorgedrängelt: Perus Außenministerin tritt zurück +++ Rosenmontag ohne Karnevalsumzüge +++ Die Nachrichtenlage am Montagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

die Katalanen haben sich in ein schwer aufzulösendes Patt gewählt. Bei der Parlamentswahl konnten die Parteien, die die Abspaltung von Spanien wollen, ihre Mehrheit ausbauen. Die meisten Stimmen aber erhielten die Sozialisten, die gegen Unabhängigkeit, aber für Verhandlungen sind. Sie haben ihr Ergebnis von 2017 fast verdoppelt und kommen nun auf 33 Sitze. Genauso viele wie die linksseparatistische Partei ERC. Beide Spitzenkandidaten beanspruchen nun das Regierungsamt. Wegen der Corona-Pandemie sackte die Wahlbeteiligung von 79 Prozent auf 53,56 Prozent ab. Verloren hat auch Spaniens größte Oppositionspartei, die konservative Volkspartei. Sie landete mit nur noch 3,8 Prozent und 3 Sitzen auf dem letzten Platz und wurde von der rechtspopulistischen Vox-Partei überflügelt, die aus dem Stand auf 7,7 Prozent und 11 Sitze kam.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

4426 Corona-Neuinfektionen und 116 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 116 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle verzeichnet. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI bundesweit bei 58,9.

Argentiniens Ex-Präsident Carlos Menem ist tot

Der frühere argentinische Präsident Carlos Menem ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Nach Medienberichten starb er in einer Klinik in Buenos Aires. Menem war von 1989 bis 1999 Präsident des lateinamerikanischen Landes. Bis zu seinem Tod war Menem als Senator tätig, in den vergangenen Monaten wurde er mehrfach mit Lungenentzündungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Führung des Landes rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Als Staatschef wurde er unter anderem dafür kritisiert, dass er eine präsidiale Amnestie für Führer der Militärdiktatur von 1976-1983 aussprach.

Etwa 100 Narren ohne Hygiene-Regeln bei Faschingsfeier

In einem Ortsteil der Stadt Marienberg im sächsischen Erzgebirgskreis haben sich mehrere Personen ohne Beachtung von Hygienemaßnahmen zum Ski-Fasching versammelt. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es Hinweise, dass es sich dabei um etwa 100 Personen gehandelt habe. Die Feier sei ohne Mund-/Nasen-Bedeckungen und ohne Einhalten der Abstandsregeln abgehalten worden. Mit dem Eintreffen der Polizei konnte ein Großteil der Feiernden die Veranstaltung zügig auf ihren Skiern verlassen. Die genaue Personenanzahl könne deshalb nicht bestätigt werden. Die Polizei ermittelt nun wegen Nichteinhaltung der sächsischen Corona-Schutzverordnung.

Bei Corona-Impfung vorgedrängelt: Perus Außenministerin tritt zurück

Nach Ärger um vorzeitige Corona-Impfungen für Politiker in Peru ist die Außenministerin der Übergangsregierung zurückgetreten. Sie habe am 22. Januar eine erste Dosis des Impfstoffs des chinesischen Konzerns Sinopharm bekommen, teilte die Ministerin, Elizabeth Astete, mit. Das sei ihr angeboten worden, nachdem sie Kontakt mit mehreren Menschen gehabt habe, die positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Die Reaktionen auf die Enthüllung, dass der frühere Präsident Martín Vizcarra und seine Ehefrau sich hatten impfen lassen, hätten ihr gezeigt, dass sie einen schweren Fehler begangen habe, erklärte die 68-Jährige. Sie habe daher auch entschieden, sich die zweite Spritze nicht geben zu lassen.

Das wird heute wichtig:

Stell Dir vor, es ist Rosenmontag und keiner darf hin

Erstmals seit vielen Jahren finden aufgrund der Corona-Pandemie keine Karnevalszüge statt.

WTO will Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala zur neuen Generaldirektorin ernennen

Die auf internationalem Parkett erfahrene Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala gilt als Gewinnerin im Rennen um den Chefposten der WTO. Die Personalie scheint so gut wie besiegelt, denn zuletzt hatte nur die frühere US-Regierung unter Präsident Donald Trump den Sieg der Nigerianerin verhindert. Nach dem Regierungswechsel in den USA dürfte die 66-Jährige die erste Frau an der Spitze der Organisation, die die Regeln für den freien Welthandel überwacht, werden.

Schwein beißt Model in den Po / Bluterguss am Hintern

67-Jährige soll vor fast 18 Jahren ihren Mann umgebracht haben – möglicherweise Urteil

Der Angeklagten wird vor dem Landgericht Chemnitz Mord aus Habgier vorgeworfen. Sie soll im Mai 2003 ihrem alkoholkranken Mann ein Schlafmittel verabreicht haben, das bei ihm zu einem Schwächeanfall führte. Danach habe sie ihm Cognac und Desinfektionsmittel eingeflößt, wodurch er starb. Damals war von einem Unfall ausgegangen worden, erst durch eine Anzeige der Tochter im vergangenen Jahr kam es zur Anklage.

Prozess in Istanbul gegen Menschenrechtsanwältin Eren Keskin - Urteil erwartet

Keskin wird Mitgliedschaft einer Terrororganisation vorgeworfen. Nach Angaben von Amnesty International fordert die Istanbuler Staatsanwaltschaft bis zu 15 Jahre Haft. Hintergrund des Verfahrens ist die Unterstützung als symbolische Chefredakteurin der inzwischen verbotenen pro-kurdischen Tageszeitung "Özgür Gündem". In dem Verfahren sind insgesamt vier Personen angeklagt, darunter der damalige Chefredakteur Zana Kaya.

Abschluss des 21. Bundesliga-Spieltags

Bayern München - Arminia Bielefeld um 20.30 Uhr

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Ihre stern-Redaktion

nik DPA AFP

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