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EU-Kommissar Oettinger Digitalisierung muss Top-Thema in Europa werden


Amerikanische Konzerne dominieren das Internet - auch weil sie die Digitalisierung mit offenen Armen begrüßen. EU-Kommissar Günther Oettinger warnt: Europa gerät zunehmend ins Hintertreffen.

EU-Kommissar Günther Oettinger fordert von der Bundesregierung mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung. "Wir müssen die Geschwindigkeit unseres Handelns deutlich erhöhen", sagte Oettinger, der in der nächsten Kommission für Digitale Wirtschaft zuständig ist, der "Welt am Sonntag". Die Digitalisierung müsse ein Top-Thema werden in Deutschland und Europa. Die Revolution vollziehe sich schneller, als viele Akteure in Politik und Wirtschaft es wahrhaben wollten, mahnte der CDU-Politiker.

Es dürfe nicht dazu kommen, dass der US-Konzern Google künftig Produkte wie Autos oder Fernseher herstellen und europäischen Unternehmen die Rolle der Zulieferer" bleibe, warnte Oettinger. Industrie 4.0 dürfe kein bloßes Schlagwort bleiben. Wenn die deutsche Wirtschaft ihr großes Potenzial nutze, könne sie zum Motor des digitalen Fortschritts in Europa werden.

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, forderte in der Zeitung ein schärferes Bewusstsein für die Herausforderungen der Digitalisierung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: "Es muss ein digitaler Ruck durch Deutschland gehen." Die flächendeckende Versorgung mit Breitbandverbindungen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde könne nur der Anfang sein. Wichtig sei auch, die rechtlichen und steuerlichen Bedingungen für Startups zu verbessern. Ähnlich äußerte sich Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, in dem Blatt.

amt/Reuters Reuters

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