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Hat die "Nazi-Schlampe" Recht?: "extra 3" weist Unterlassungsbegehren von AfD-Politikerin Weidel zurück

"Da hat die Nazi-Schlampe doch Recht", sagte Moderator Christian Ehring bei "extra 3" zur Äußerung der AfD-Politikerin Alice Weidel, sie halte nichts von politischer Korrektheit. Der NDR hält nichts von deren Unterlassungsbegehren.

"extra 3"-Moderator Christian Ehring bezeichnete Alice Weldel von der AfD als "Nazi-Schlampe"

"extra 3"-Moderator Christian Ehring bezeichnete Alice Weldel von der AfD als "Nazi-Schlampe"

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) weist Kritik der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel an seiner Satiresendung "extra 3" zurück. Ein Unterlassungsbegehren der Politikerin habe der Sender abgelehnt, teilte der NDR am Freitag mit. Weidel hatte sich dagegen gewehrt, dass sie in der Satire-Sendung vom 27. April als "Nazi-Schlampe" bezeichnet wurde.

Der Moderator Christian Ehring habe sich damit konkret auf Weidels Forderung bezogen, "die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte", argumentiert der NDR. "Mit seiner satirischen Überspitzung zeigt er die Konsequenzen dieser Forderung, dass nämlich ohne politische Korrektheit die Beschimpfung von Menschen wieder salonfähig werden könnte."

Öffentliche Satire als Antwort auf öffentliche Polemik

Zu keinem Zeitpunkt hätten er oder die Redaktion Alice Weidel persönlich beleidigen wollen. "Aber ihrer öffentlich geäußerten Polemik darf aus Sicht des NDR Satire ihrerseits zugespitzt entgegentreten."

Ehring hatte in der Satire-Sendung auf Weidels Rede beim AfD-Parteitag in Köln reagiert: "Jawohl. Schluss mit der politischen Korrektheit, lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht."

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jen / DPA