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Fleischskandal: Gammelfleisch auch in Großküchen

Beschlagnahmtes verdorbenes Fleisch ist auch an Großküchen verkauft und verzehrt worden. Der Wiederholungstäter sitzt bereits in Untersuchungshaft. Eine Spezialeinheit soll für mehr Kontrolle in der Fleischbranche sorgen.

Vom Gammelfleisch-Skandal sind erstmals auch Großküchen betroffen: Ein bereits mit Berufsverbot belegter niedersächsischer Fleischhändler hat acht Tonnen schon beschlagnahmtes Gammelfleisch an vier Großküchen verkauft. Das verdorbene, mit Salzwasser aufgespritzte Putenfleisch sei bereits verzehrt worden, berichtete die Staatsanwaltschaft in Oldenburg. Der 46jährige Fleischhändler aus Lastrup im Kreis Cloppenburg sitzt seit Dienstag wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Die Namen der vier Großküchen wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Rainer du Mesnil de Rochemont, aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. In Frage kämen etwa Universitätsmensen, Firmenkantinen oder Küchen von Krankenhäusern oder Altenheimen.

Gegen den Fleischhändler Alfons Bünnemeyer erließ das Amtsgericht Cloppenburg Haftbefehl. Gegen ihn wird wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz in zehn Fällen ermittelt. Der 46jährige war 1987 erstmals verurteilt worden, weil er trotz eines befristeten Berufsverbotes mit Fleisch gehandelt hatte. Insgesamt wurden im November 2005 mehr als 20 Tonnen Fleisch beschlagnahmt, darunter auch die acht Tonnen Putenfleisch. Diese wurden jedoch zu einem Kühlhaus in Brandenburg gebracht und an Großküchen verkauft. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) betonte am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover, die Inhaftierung des Fleischhändlers beweise, die Oldenburger Schwerpunktstaatsanwaltschaft konsequent handele. Die Lebensmittelkontrolle arbeite "systematisch, intelligent und effizient".

"Der Kontrolldruck wird erhöht"

So wurde mehr als eine Tonne Gammelfleisch im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis entdeckt. In einem kleinen Kühlhaus seien 120 Kilogramm argentinische Rinderfilets, 946 Kilogramm Hähnchenbrustfleisch und neun polnische Hafermastgänse sichergestellt worden, teilte das Landesverbraucherschutzministerium in Mainz mit. Das Mindesthaltbarkeitsdatum bei dem Rindfleisch sei um fast vier Jahre überschritten gewesen. Bei den Hähnchenbrustfilets lag es laut Ministerium zwei und bei den Gänsen mehr als ein Jahr zurück.

Der bayerische Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf sagte auf einer Sondersitzung des Landtagsumweltausschusses in München: "Der Kontrolldruck wird erhöht." Eine aus 30 Beamten bestehende Spezialeinheit des Landesamts für Lebensmittelsicherheit werde ab sofort von sich aus Betriebe kontrollieren und dürfe als Hilfskraft der Staatsanwaltschaft Waren und Dokumente beschlagnahmen. Es sei nötig, die Kontrolle "auf diese kriminellen Elemente in der Fleischbranche gezielter auszurichten", erklärte Schnappauf. Der Minister versprach zugleich eine Aufklärung über die Rolle der Behörden im Skandal um den Münchner Dönerfleisch-Lieferanten. Schnappauf warf Kontrolleuren der Stadt München vor, sie hätten "ganz offensichtlich toleriert", dass der Betrieb keine rückverfolgbare EDV-Buchhaltung geführt habe.

Immer noch Appetit auf Fleisch

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, forderte in der "Zeit" eine Regelung zum Schutz von Angestellten, die auf Missstände hinweisen. Im Fall einer Kündigung müssten diese 18 Monate lang noch Gehalt beziehen. Im rheinischen Heinsberg müssen 15 Tonnen überlagerte Lebensmittel aus einem Großhandelsbetrieb vernichtet werden. Das Fleisch und andere Produkte seien zum Teil seit dem Jahr 2003 überfällig, teilte der Kreis Heinsberg mit. In Bayern entdeckte die Polizei bei einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn Nürnberg-Heilbronn 660 Kilogramm verdorbenes Fleisch in einem Kleintransporter: Reste von Grillware, die auf einem Fest in Baden-Württemberg weiter verkauft werden sollten. Einer stern-Umfrage zufolge verdirbt der Skandal 74 Prozent der Verbraucher nicht den Appetit auf Fleisch. 15 Prozent gaben jedoch an, sie würden nach dem Skandal weniger Fleisch essen als zuvor.

AP/DPA / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(