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Forsa-Umfrage: SPD rutscht auf Jahrestief

SPD rutscht auf Jahrestief - Mehrheit in Bremen gefährdet

Hamburg - Die anhaltende innerparteiliche Diskussion um die Reform-"Agenda 2010" lässt die SPD in der Wählergunst weiter sinken. Nach der wöchentlichen Umfrage des Forsa-Instituts für den stern und den Fernsehsender RTL sind die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte gefallen und liegen damit erneut auf ihrem Jahrestief von 27 Prozent. Diesen Wert hatte die Partei zuletzt Anfang Februar nach der Niederlage bei den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen. CDU/CSU steigerten sich um zwei Prozentpunkte und erreichen 48 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Punkt auf 12 Prozent, die FDP stagniert bei sechs Prozent, die PDS verlor einen Punkt auf nunmehr vier Prozent.

Das bundespolitische Tief wirkt sich auch auf die SPD im Bundesland Bremen aus, in dem am 25. Mai die Bürgerschaft neu gewählt wird. Wäre die Wahl schon jetzt, so würden nach einer Forsa-Umfrage für den stern die Sozialdemokraten auf 37 Prozent kommen, ein Minus von 5,6 Punkte gegenüber der letzten Wahl am 6. Juni 1999. Stärkste Partei würde die CDU mit 38 Prozent der Stimmen werden (plus 0,9 Prozentpunkte). Mit 14 Prozent würden die Grünen fünf Prozent hinzu gewinnen. Die FDP wäre mit vier Prozent (plus 1,5) erneut nicht in der Bürgerschaft vertreten. Rein rechnerisch wäre damit in dem Stadtstaat neben einer großen Koalition auch eine rot-grüne Koalition möglich. In der Bürgermeister-Präferenz liegt Amtsinhaber Henning Scherf weit vor seinem Konkurrenten Hartmut Perschau (CDU): 61 Prozent der Bremer und Bremerhavener wünschen sich Henning Scherf als Regierungschef, 19 Prozent sprachen sich für Perschau aus, keinen von beiden wollen 20 Prozent.

Zur Feststellung der Parteipräferenz auf Bundesebene befragte das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag von stern und RTL zwischen dem 28. April und dem 2. Mai 2002 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. Datenbasis für stern-Fragen zur Bürgerschaftswahl in Bremen: 1194 Wahlberechtigte im Land Bremen (Bremen und Bremerhaven) vom 24. bis 30. April, Fehlertoleranz: +/- drei Prozentpunkte.

Nachrichtenredaktion