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Guttenberg-Sympathisanten bei Facebook: Konservative Apo läuft Sturm

Hunderttausende wollen sich mit dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nicht abfinden: Im Netz entsteht derzeit eine neue außerparlamentarische Opposition, die schon den Sprung auf die deutschen Straßen plant.

Von Carsten Heidböhmer

Immer mehr Menschen fordern bei Facebook die Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs in die Politik

Immer mehr Menschen fordern bei Facebook die Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs in die Politik

Ein solcher Vorgang ist einmalig in der deutschen Demokratie-Geschichte: Ein Politiker tritt wegen eigenen Fehlverhaltens zurück - und die Menschen wollen sich damit nicht abfinden. Und organisieren sich. Mehr als 40 Jahre, nachdem eine von Studenten angeführte außerparlamentarische Opposition das Land in durcheinanderwirbelte, scheint sich die Geschichte unter anderen Vorzeichen zu wiederholen. In den vergangenen zwei Wochen ist im Netz eine Bewegung entstanden, die sich zunehmend von dem Wertesystem des Politikbetriebs in Berlin abkoppelt. So wie sich in den Jahren um 1968 viele Menschen nicht mehr von den im Parlament vertretenen Parteien repräsentiert fühlten, macht sich auch jetzt eine tiefe Kluft zwischen der politischen Klasse und vielen Menschen bemerkbar.

Der inzwischen zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist das Idol dieser stetig anwachsenden Gruppe von Aufbegehrenden. Viele sehen ihn als Opfer wahlweise einer linken Verschwörung oder einer medialen Hetzkampagne. Vor allem zwei Facebook-Gruppen machen dieser Tage von sich reden: Da ist zum einen die Gruppe "Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg", die inzwischen 357.000 Mitglieder hat. Und die Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück", die in weniger als 24 Stunden 358.000 Mitglieder einsammelte.

Das großes Ziel: Guttenberg soll wieder in die Politik zurückkehren. Gruppenmitglied Andreea Velcelean bringt es auf den Punkt: "Wenn das Internet ihn 'gestürzt' hat, dann kann das Internet ihn auch wieder zurückholen! Lasst uns das mal in Angriff nehmen."

Sprung in die reale Welt

Für dieses Ziel ist den Usern beinahe jedes Mittel recht. Sie wagen sogar den Sprung von der virtuellen in die reale Welt: Für Samstag rufen sie in 20 Städten zu Demonstrationen auf. Dort wollen die Guttenberg-Anhänger für den Verbleib ihres Idols in der Politik protestieren.

Mit der Ankündigung der Demo bringen die Sympathisanten des Freiherrn aber auch zum Ausdruck, wie sehr sie die politische Klasse der Berliner Republik verabscheuen. Einzig Guttenberg hat es offenbar vermocht, sie für politische Belange zu begeistern, Identifikation zu stiften. Egal, wie man zu dem Politiker steht: Dass so viele Hoffnungen in einen einzelnen Menschen gelegt werden, scheint befremdlich. Guttenberg ist in den Augen seiner Fans ein Heilsbringer, Erlöser. Der Ex-Minister wird geradezu vergöttert. Seine Rücktrittserklärung kommentiert Tobias Huch, Gründer der Gruppe "Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg" bewundernd: "Hut ab vor diesem großen Mann!". Andere nennen ihn bewundernd "eine Lichtgestalt der deutschen Politik".

Westerwelle ist "die FDP-Schwuchtel"

Andere begnügen sich nicht mit der Verehrung ihres adeligen Idols, sie gehen über zum Gegenschlag und äußern sich beleidigend über Politiker anderer Parteien: SPD-Chef Sigmar Gabriel sei ein "Kotzbrocken", Grünen-Vorsitzene Claudia Roth ein "Ex-Junkie", Joschka Fischer ein "Fettsack. Die Unflätigkeit macht nicht einmal vor Regierungspolitikern Halt. Der User Randy Meier nennt etwa Außenminister Guido Westerwelle "die FDP-Schwuchtel". Und immer wieder der Generalverdacht: Die Politiker haben doch eh alle Dreck am Stecken. Wer sich länger auf den beiden Facebook-Seiten umschaut und in den zigtausenden Kommentaren stöbert, erschrickt, welche Niveaulosigkeit der politische Diskurs im Zuge der Guttenberg-Affäre erreicht hat.

Der einzig saubere Mensch ist für die Unterstützer ausgerechnet der schummelnde Ex-Doktor, der nun einer Hetzkampagne zum Opfer gefallen sei. Und auch die Drahtzieher stehen fest: Immer wieder wittern Diskutanten eine "linke Verschwörung". Wahlweise ist Guttenberg auch Opfer der "deutschen Neidkultur". Immer wieder sind es die Medien, denen die User eine "infame Treibjagd" vorwerfen. Angesichts des überhitzten Debattenklimas ist ein vernünftiger politischer Diskurs nicht möglich. Die Leute wollen nicht mehr länger reden - sie gehen jetzt auf die Straße. Wie ernst sie es wirklich meinen, wird sich am Samstag an der Zahl der Demonstranten ablesen lassen.

Bei aller Aufregung vergessen die vielen Sympathisanten aber eines: Guttenberg hat sein Amt aus freien Stücken niedergelegt. Aus eigener Entscheidung. Soll der für seine Unabhängigkeit geschätzte Minister jetzt etwa dem Druck der Straße nachgeben und seine Entscheidung revidieren?

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.