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Sachsen-Anhalt: Nach Tod eines 22-Jährigen: Köthens Oberbürgermeister warnt vor geplantem Trauermarsch

Der Tod eines 22-Jährigen in Köthen erhitzt die Gemüter. Während die einen trauern, rufen gewaltbereite Gruppen zum nächsten Trauermarsch auf. Nun mischt sich Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild in die Diskussion ein.

Gewalttat in Sachsen-Anhalt: Nach Tod eines Deutschen in Köthen zwei Afghanen festgenommen

Der tödliche Streit in Chemnitz vor zwei Wochen hat die Stimmung in Deutschland aufgeheizt. Nun kam es auch in in Sachsen-Anhalt zu einem folgenschweren Streit zwischen zwei Männergruppen, an dessen Ende ein 22-jähriger Deutscher gestorben ist. Zwei Afghanen wurden in der Nacht zum Sonntag wegen des Anfangsverdachts eines Tötungsdeliktes festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Die Hintergründe des Todesfalls sind bislang nicht aufgeklärt, die Befragungen dauern auch am Sonntag noch weiter an.

Die Trauer ist groß in der sachsen-anhaltinischen Kreisstadt zwischen Halle/Saale und Magdeburg. Nun hat sich auch Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild auf Facebook zu Wort gemeldet: "Liebe Köthenerinnen und Köthener, auch ich habe mit tiefer Bestürzung von dem Tod des 22-Jährigen am Karlsplatz erfahren. Im stillen Gedenken war ich heute 13:00 Uhr mit vielen Gleichgesinnten vor Ort. Da nicht alle von Ihnen dabei sein konnten, lade ich Sie zum gemeinsamen Gedenken 16:00 Uhr in die JakobsKirche auf dem Marktplatz ein. Dort haben sie Gelegenheit ihrer Trauer Ausdruck zu geben."

"Von einer Teilnahme am Trauermarsch rate ich ab"

Allerdings warnt er vor einem , der am heutigen Abend stattfinden soll und von einigen Neonazis organisiert wird: "Von einer Teilnahme am geplanten Trauermarsch um 19:00 Uhr rate ich ab, da mir Informationen vorliegen, dass auch gewaltbereite Gruppen von außerhalb Köthens in großer Zahl anreisen werden." Er wolle die Bevölkerung über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Auch Innenminister Holger Stahlknecht erklärte am Sonntag, dass er den Todesfall zutiefst bedaure und "vollstes Verständnis für die Betroffenheit unserer Bürgerinnen und Bürger" habe. Dennoch bat auch er um Besonnenheit und kündigte an, man werde "alle Mittel des Staates konsequent einsetzen".

cf