Lafontaines Nachfolger "Männlein-Weiblein, Ost-West"-Doppelspitze wird wahrscheinlich


Die Linken-Spitzenpolitikerinnen Petra Pau und Dagmar Enkelmann wollen nicht für den Parteivorsitz kandidieren. Das erklärten sie in mehreren Interviews am Montag. Pau begründete ihren Entschluss im Sender MDR info unter anderem mit ihrem Amt als Vizepräsidentin des Bundestages und damit, dass sie voll ausgelastet sei.

Die Linken-Spitzenpolitikerinnen Petra Pau und Dagmar Enkelmann wollen nicht für den Parteivorsitz kandidieren. Das erklärten sie in mehreren Interviews am Montag. Pau begründete ihren Entschluss im Sender MDR info unter anderem mit ihrem Amt als Vizepräsidentin des Bundestages und damit, dass sie voll ausgelastet sei.

Enkelmann lehnte im Deutschlandradio Kultur eine Kandidatur ab, sprach sich aber für eine "Männlein-Weiblein, Ost-West"-Doppelspitze aus. Damit steigen die Chancen für Gesine Lötzsch, die als dritte Frau im Gespräch ist.

Lötzsch, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, sprach sich im rbb-Inforadio dafür aus, die Doppelspitze beizubehalten. Darüber müsse zunächst entschieden werden. Bis dahin stelle sich die Frage ihrer eigenen Kandidatur nicht.

Die Linkspartei muss ihre Führung nach dem Rückzug des Vorsitzenden Oskar Lafontaine neu organisieren. Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, hat bei der Suche nach der neuen Spitze die Federführung.

Für den männlichen Teil der Doppelspitze ist der Fraktionsvorsitzende im thüringischen Landtag, Bodo Ramelow, im Gespräch. Für ihn machte sich auch Enkelmann am Montag stark.

APN APN

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