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Abschreckung gegen Russland: Bundeswehr will Soldaten an Nato-Ostgrenze entsenden

Nach der Annexion der Krim durch Russland fühlen sich vor allem die baltischen Nato-Staaten von Moskau bedroht. Um Stärke zu zeigen, will das Bündnis ein Bataillon in Litauen stationieren - unter deutscher Führung.

Bundeswehr

Laut Medienberichten ist Deutschland bereit, sich stärker als bisher an der Nato-Abschreckung gegen Russland in Osteuropa zu beteiligen

Deutschland prüft der "Süddeutschen Zeitung" zufolge ein verstärktes militärisches Engagement an der Nato-Ostgrenze. So könnte die Bundeswehr in Litauen die Führungsrolle einer Truppe in Bataillions-Stärke übernehmen, die aus wechselnden Einheiten bestehen und der Abschreckung gegen Russland dienen solle, berichtete die Zeitung vorab aus ihrer Freitag-Ausgabe unter Berufung auf Regierungskreise. Weitere große Nato-Staaten würden eine solche Führungsrolle in anderen östlichen Mitgliedsländern erwägen, um das Engagement im Osten zu verstetigen.

Die Zeitung zitierte einen Regierungssprecher mit den Worten, mehrere Alliierte prüften derzeit eine Verstärkung des Engagements "im Rahmen der Rückversicherung der östlichen Bündnispartner und der Bündnisverteidigung". Diese Prüfung nehme entsprechend der veränderten europäischen Sicherheitslage vor allem die Sicherheitsbedürfnisse Polens und der baltischen Staaten auf.

Nato-Bataillon von etwa 1000 Soldaten

"Spiegel Online" berichtete, Deutschland sei bereit, sich stärker als bisher an der Nato-Abschreckung gegen Russland in Osteuropa zu beteiligen. So sollten deutsche Soldaten nach Litauen entsandt werden, wenn die neue Nato-Mission am Ost-Rand der Allianz beim Gipfel in Warschau im Juli beschlossen werde. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die deutsche Offerte bereits in kleiner Runde bei den Partnern angekündigt.

Die Bundeswehr prüfe, wie Deutschland als Führungsnation den Aufbau eines Nato-Bataillons von etwa 1000 Soldaten in Litauen unterstützen könne. Mit der neuen Präsenz wolle die Nato ein Zeichen an die östlichen Partner der Allianz senden, die sich nach der Annexion der Krim von Russland militärisch bedroht fühlten.

amt / Reuters