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In Hamburg: Unbekannte verüben Farb-Anschlag auf Haus von Vizekanzler Olaf Scholz

In dem Hamburger Wohnhaus von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz im Stadtteil Altona kam es in der Nacht zu einem Angriff. Die Angreifer bewarfen das Haus mit Marmeladengläsern und steckten einen Reifen in Brand.

Wohnhaus von Olaf Scholz in Altona

Das Wohnhaus von Olaf Scholz im Hamburger Stadtteil Altona. Schwarze Farbe klebt noch an der Hausfassade.

In der Nacht zum Freitag hat eine Gruppe von etwa 15 Unbekannten einen Angriff auf das Wohnhaus des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters und jetzigen Finanzministers Olaf Scholz ausgeübt. Das berichtet die Polizei.

Die Angreifer zündeten demnach einen Autoreifen vor dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Altona an. Damit wollten sie laut Informationen des NDR einen Wachcontainer der Polizei, welcher sich immer vor der Wohnung von Scholz befindet, in Brand setzen. Das Wachhäuschen ist nur besetzt, wenn sich Scholz in der Stadt befindet - der Vizekanzler war jedoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires.  Die "Mini-Wache" hat auch zwei Kameras installiert und überstand den Angriff, weil eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife den Brand löschen konnte.  

Anschließend warf die Gruppe mit Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand. Der Vizekanzler wohnt dort mit seiner Frau Britta Ernst, die in Brandenburg Bildungsministerin ist.

Angriff auf das Haus von Olaf Scholz: Täter flüchten, Polizei ermittelt

Die Täter seien anschließend geflüchtet. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen einer politischen Straftat. 

Es wird darüber spekuliert, ob der Angriff auf Scholz' Haus mit der Reise zum G20-Gipfel nach Argentinien zusammenhängt, denn bereits im März 2017 hatte es einen Anschlag nahe der Privatwohnung von Scholz gegeben. Damals wurde ein unweit der Wohnung des damaligen Ersten Bürgermeisters geparkter Polizeibus von Gegnern des G20-Gipfels in Hamburg angezündet. Sie hatten die Tat später in einem Bekennerschreiben bestätigt.

Die Nachricht erreichte den Finanzminister und ehemaligen Hamburger Bürgermeister in den Stunden nach der Flugzeug-Panne des Regierungsfliegers, der ihn und die Bundeskanzlerin sowie eine kleine Delegation zum G20-Gipfel in Buenos Aires bringen sollte. Die Reise nach Argentinien wird die Gruppe am Freitag nachholen. 

Quelle: NDR

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wlk mit dpa