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Popularitätswelle: Alle mögen Gerhard Schröder

Bundeskanzler Gerhard Schröder derzeit beliebt wie nie - bei der Wirtschaft. Scharfe Kritik übte BDI-Präsident Michael Rogowski dagegen an der Opposition: "Wer ist Stoiber?".

Bundeskanzler Gerhard Schröder erfährt zunehmend Unterstützung aus der Wirtschaft. Der scheidende Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, sagte der "Passauer Neuen Presse" (Samstagausgabe) am Rande von Schröders Asien-Reise, der Kanzler mache derzeit eine hervorragende Figur. Schröder habe sich in vielen Jahren "ein hohes Maß an Wirtschaftskompetenz" aufgebaut.

Die große Fähigkeit des Kanzlers sei zudem, wirklich zuhören zu können. "Bei seinem Vorgänger war das schwieriger", sagte Rogowski. Schröder sei "bei uns derzeit ungemein beliebt", sagte der BDI-Präsident. "Wir, Großindustrie wie Mittelständler, sind wie er: Pragmatiker."

Trittin bleibt ein rotes Tuch

Zugleich forderte Rogowski weitere Reformen von Schröder: "Seine Agenda 2010 ist nur eine Agenda 2003/2004." Zudem bezeichnete Rogowski die Grünen als Problem. "Die Wirtschaft spürt die Macht der Grünen und Umweltminister Jürgen Trittin ist das Problem." Trittin sei ein Ideologe und beschere der Wirtschaft eine stattliche Summe an Belastungen.

"Wer ist Stoiber?"

Von der Union sei die Wirtschaft "tief enttäuscht", sagte Rogowski weiter. "Wo bleibt die Führung? Wo ist das Konzept für die Zukunft? Wohin geht die Reise? Dazu gibt es von der Union derzeit nur eines: Streit." Enttäuscht sei man insbesondere von Stoiber. "Er ist als Mensch wenig zugänglich und programmatisch muss man geradezu fragen: Wer ist Stoiber?"

AP / AP