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Geschmackloser Tweet: SPD-Vize Ralf Stegner vergleicht Facebook-Chefin mit NSU-Terroristin Zschäpe

Facebook-Chefin Sheryl Sandberg entstammt einer jüdischen Familie. Umso verwunderlicher, dass SPD-Vize Ralf Stegner sie nun jüngst mit NSU-Terroristin Beate Zschäpe verglich - den Fauxpas bereute er schnell.

SPD-Vize Ralf Stegner: "Kommentar war Fehlgriff"

SPD-Vize Ralf Stegner: "Kommentar war Fehlgriff"

Ein geschmackloser Tweet hat dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner am Wochenende viel Kritik eingebracht. Stegner kritisierte Facebook-Chefin Sheryl Sandberg am Sonntagabend, indem er sie mit NSU-Terroristin Beate Zschäpe verglich. Ein von der "Welt" gepostetes Foto, das Sandberg neben dem US-Vizepräsidenten Mike Pence zeigt, kommentierte der Politiker mit den Worten: "Und ich dachte Frau Tschzäpe sei in U-Haft." Kurze Zeit später war der Tweet wieder gelöscht.

Obwohl Stegner den Namen Zschäpe falsch buchstabiert hatte, wurde deutlich, wen er damit meinte - und die allgemeine Empörung ließ nicht lange auf sich warten. "Haben Sie dies tatsächlich getwittert und dann wieder gelöscht?", fragte FDP-Chef Christian Lindner. "War ein bedauerlicher Fehlgriff, den ich deshalb auch schnell gelöscht habe. Sollte nicht vorkommen - war aber so", antwortete Stegner. Lindner verzieh ihm schnell: "Gut, Menschen machen Fehler. Abgehakt", schrieb er daraufhin.

Ralf Stegner entschuldigt sich auf Twitter

Die restliche Twitter-Welt reagierte nicht so nachsichtig. "Ihr gelöschter Kommentar war das dümmste + primitivste das ich hier bei twitter in den letzten 8 Jahren gesehen habe" (sic), hieß es in einem Kommentar an Stegner. "Man muss ihn & SPD nicht mögen. Primitiv-Beleidigungen gehen aber gar nicht. Schämen Sie sich", lautete ein weiterer Kommentar. "Wow, eine jüdische Unternehmerin mit einer NSU-Täterin verglichen...", schrieb ein anderer Nutzer. 

Am Sonntagabend sah sich Ralf Stegner dann gezwungen, eine öffentliche Entschuldigung auszusprechen. "Sorry, Kommentar war Fehlgriff - wurde deshalb von mir unmittelbar gelöscht. Die damit verbundene Geschmacklosigkeit war nicht beabsichtigt." Was ihn nun letztendlich zu dem Tweet bewogen hatte, bleibt unklar. Auf Twitter wurde bereits spekuliert, dass sich womöglich das Social Media Team des Politikers einen Fauxpas erlaubt hatte.


kis