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Rechtsextremismus: Angriffe auf Asylbewerberheime nehmen zu

Weltweite Konflikte treiben immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland. Das Bundeskriminalamt meldet nun einen deutlichen Anstieg von rechtsextremen Angriffe auf Asylbewerberheime.

Ein Flüchtlingsheim in Berlin. Immer öfter sind Asylbewerberheime Ziel rechtsextremer Angriffe.

Ein Flüchtlingsheim in Berlin. Immer öfter sind Asylbewerberheime Ziel rechtsextremer Angriffe.

Die Zahl rechtsextremer Angriffe auf Flüchtlingsheime in Deutschland hat in diesem Jahr einem Bericht zufolge deutlich zugenommen. Das Bundeskriminalamt habe von Januar bis September bereits 86 Straftaten gegen Asylbewerberheime gezählt, darunter Hakenkreuz-Schmierereien, eingeworfene Scheiben und Brandstiftung, berichtete der "Spiegel" am Sonntag vorab aus seiner neuen Ausgabe. Dies seien mehr Angriffe als in den Jahren 2012 und 2013 zusammengenommen. Das Bundesinnenministerium erklärte dem "Spiegel" zufolge, es beobachtete die steigenden Zahlen "mit großer Aufmerksamkeit".

Angesichts der anhaltenden weltweiten Konflikte ist der Andrang von Flüchtlingen ungebrochen: Nach Angaben des Bundesinnenministeriums beantragten von Januar bis Oktober 2014 mehr als 158.000 Menschen in Deutschland Asyl. Im Vorjahreszeitraum hatte es nur knapp mehr als 100.000 Anträge gegeben. Mehr als 29.000 Asylanträge wurden laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in diesem Jahr bereits bewilligt. Der Großteil der Bewerber, die Asyl bekamen, stammt demnach aus den Krisengebieten Syrien, Afghanistan und Irak.

mka/AFP / AFP