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Schwarzbuch 2010: Steuern ade: Ungenutzte Ganzkörperscanner und eine Eislaufbahn aus Kunststoff

Fehlplanungen, Bürokratie oder einfach Gedankenlosigkeit? Für die Verschwendung von Steuern gibt es viele Gründe. Der Verband Deutscher Steuerzahler listet jährlich die absurdesten Projekte auf. Dieses Jahr dabei: Die Pesnionierung zweier junger Lehrerinnen und der Bau einer Brücke, die wohl kaum jemand benutzen wird.

Erneut hat der Bund der Steuerzahler vor der anhaltenden Vergeudung von Steuergeldern durch Fehlplanungen, bürokratische Prozesse und die Gedankenlosigkeit von Politikern und Beamten gewarnt. In dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten sogenannten Schwarzbuch "Die öffentliche Verschwendung 2010" listete der Verband exemplarisch 127 Fälle auf, in denen die öffentliche Hand nach Angaben des Verbands teilweise Summen von mehreren Millionen Euro für unsinnige Maßnahmen ausgegeben oder mit Kostenexplosionen zu kämpfen hatte. Dazu zählten etwa die Pensionierung von zwei 37- und 41-jährigen Lehrerinnen in Niedersachsen oder der Bau einer 430.000 Euro teuren Brücke über einen Feldweg in Rheinland-Pfalz, den kaum jemand benutzt.

Um ihre Schulden zu begrenzen, müssten sich Bund und Länder derzeit ohnehin "gewaltig anstrengen", erklärte der Präsident des Steuerzahlerbunds, Karl Heinz Däke. Sie könnten es sich daher nicht leisten, "auch nur einen Euro durch Fehlplanungen und sorglosen Umgang zu verschwenden". Däke warnte davor, im Zuge der wieder anziehenden Konjunktur und steigender Steuereinnahmen nachlässiger mit dem Thema Verschwendung umzugehen.

Im Internet unter http://schwarzbuch2010.steuerzahler.de finden Sie die zehn größten Steuerverschwendungen aus dem vergangenen Jahr.

mm/AFP / AFP