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stern-RTL-Umfrage: Aufwind für SPD, Flaute für Piraten

Die Sozialdemokraten stehen in der Gunst der Wähler wieder etwas besser da. Die Piraten verlieren an Sympathie und büßen gleich zwei Prozentpunkte ein.

Keine Lust mehr auf Piraten: In der aktuellen Forsa-Umfrage für stern und "RTL" verlor die junge Partei gleich zwei Prozentpunkte. Damit stehen die Piraten nun bei sieben Prozent - der schlechteste Wert seit fünf Monaten.

Die SPD dagegen legt in der Wählergunst leicht zu: Sie verbessern sich um einen Punkt auf 27 Prozent. Auch Röslers FDP konnte punkten und liegt bei fünf Prozent - sie würde also wieder in den Bundestag einziehen, wenn jetzt Wahl wäre. Die Linke unter der neuen Führung von Katja Kipping und Bernd Riexinger schaffte ebenfalls einen Punkt mehr und hat nun acht Prozent auf ihrer Seite.

Bei den Grünen und der CDU/CSU tat sich dagegen nichts: Die Union bleibt bei 36 Prozent, die Grünen bei 13 Prozent. Union und Liberale halten mit zusammen 41 Prozent ihren Vorsprung von einem Punkt vor der SPD und den Grünen. Forsa befragte in der vergangenen Woche 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

SPD-Troika chancenlos gegen Merkel

Die drei möglichen SPD-Kanzlerkandidaten hätten beim Wähler im direkten Vergleich mit der Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) noch immer kaum eine Chance. Bei einer nur theoretisch möglichen Direktwahl des Regierungschefs würden sich 28 Prozent für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier entscheiden, 49 Prozent für Merkel. Steinmeier steht damit etwas besser da als der SPD-Finanzexperte Peer Steinbrück, der 27 Prozent erhielte - gegenüber 51 Prozent für Merkel. Gabriel käme nur auf 16 Prozent bei 60 Prozent für Merkel.

Der Vorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, brachte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl im Herbst 2013 wieder ins Gespräch. "Sie wäre sicherlich eine hervorragende Kandidatin und Kanzlerin", sagte Stöß dem "Tagesspiegel". Er bedauere Krafts Entscheidung, in Nordrhein-Westfalen bleiben zu wollen, verstehe sie aber auch.

Erst am Montag hatte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles an ihre Partei appelliert, sich mit Äußerungen zur Kanzlerkandidatur zurückzuhalten. Es bleibe dabei, dass der SPD-Kandidat zu einem Zeitpunkt rund um die Niedersachsen-Wahl im kommenden Januar gekürt werde.

mw/AFP/DPA / DPA