Stoiber-Nachfolge Seehofer beklagt Durchstechereien


Will Horst Seehofer, dass Edmund Stoiber weiter CSU-Chef bleibt? Laut Medienberichten ja. Er selbst dementiert dies und beklagt, dass gegen ihn, der sich auch um das Amt bemüht, gezielt Falschmeldungen gestreut werden.

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer hat einem Zeitungsbericht widersprochen, wonach er Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber zum Weitermachen als CSU-Parteichef gedrängt habe. Das Ausstreuen von Falschmeldungen werde als gezielte Strategie gegen ihn eingesetzt, sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung". Er habe vergeblich gehofft, dass die Durchstechereien nun ein Ende hätten.

Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, dass Seehofer Stoiber vorgeschlagen habe, auf dem Parteitag im September doch noch einmal für das Amt des CSU-Vorsitzenden zu kandidieren. Seehofer habe Stoiber diesen Vorschlag zuletzt mehrfach gemacht, berichtete das Blatt unter Berufung auf Informationen aus der CSU-Spitze. Stoiber sei für CSU und CDU unersetzlich, habe Seehofer als Begründung angeführt. Auf diese Weise könne der CSU auch ein Machtkampf um den Parteivorsitz zwischen ihm und Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber erspart werden.

Nach parteiinterner Kritik hatte Stoiber im Januar angekündigt, seine Ämter als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender zum 30. September niederzulegen. Für die Nachfolge als Regierungschef gilt Landesinnenminister Günther Beckstein als gesetzt. Huber und Seehofer beharren auf ihrer Kandidatur für das Amt des CSU-Parteichefs, was eine Kampfabstimmung auf dem Parteitag Ende September als wahrscheinlich erscheinen lässt.

DPA DPA

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