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Yanis Varoufakis in Berlin: Griechischer Popstar auf Reisen

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis verteidigt Athens Politik im Schuldenstreit - und lässt sich feiern. Doch was hat er überhaupt noch zu sagen?

Von Matthias Jauch

Yanis Varoufakis wird wie ein griechischer Popstar in Berlin empfangen. Eine Rolle, die ihm gefällt

Yanis Varoufakis wird wie ein griechischer Popstar in Berlin empfangen. Eine Rolle, die ihm gefällt

Großer Andrang vor dem Französischen Dom am Berliner Gendarmenmarkt. Yanis Varoufakis hat sich angekündigt. Im Saal warten bereits 500 Menschen auf den griechischen Finanzminister, als der Mann des Abends gut gelaunt neben Gesine Schwan eintritt. Wohlwollender Applaus. Aber zuerst mal kommt er nicht selbst auf die Bühne, sondern ein älterer Herr mit Gitarre singt ein griechisches Volkslied. Stimmung machen.

Erst dann tritt Varoufakis ans Mikrofon, der Politiker, dessen Land inmitten seiner größten Krise und kurz vor der Pleite steht. Diesmal: kein Hemd über der Hose, ganz ordentlich trägt er einen blauen Anzug, allerdings ohne Krawatte.

Ankunft eines Popstars

Es ist wie die Ankunft eines Popstars, Publikumsliebling ist Varoufakis schon jetzt. Er baut Blickkontakt mit den Menschen auf, gibt sich locker und selbstbewusst. Dabei ist sein Land in einer schweren Krise und steht kurz vor der Pleite. Ohne weitere Hilfsgelder wird Griechenland den Monat innerhalb des Euro vermutlich nicht überstehen. Auch die ausstehenden Zahlungen an den IWF sind nur bis Ende Juni aufgeschoben. Die internationalen Verhandlungsführer sind noch weit von einer Einigung entfernt. Vor wenigen Tagen fragte EU-Kommissionschef Jean-Claude Junker, ob Varoufakis denn wisse, dass er Finanzminister eines Landes mit großen Problemen sei.

Nun ja, das weiß er wohl. In seiner Rede verteidigt er deshalb in ellenlangen Ausführungen die Politik der griechischen Regierung. Er weist die Vorschläge der Geldgeber zur Lösung der Schuldenkrise zurück, verharrt bei seinen "roten Linien", die er nicht übertreten möchte: Das Rentensystem müsse zwar reformiert werden, aber nicht durch Kürzungen. Die Arbeitsbedingungen in seinem Land erinnern ihn bereits jetzt an Sklaverei. Etwa 500.000 Menschen seien seit einem halben Jahr nicht mehr bezahlt worden. "Bitte erlaubt uns Reformen", wirbt Varoufakis. "Diese griechische Regierung ist in der Lage, die Bevölkerung zu überzeugen." Das Publikum hat er da bereits überzeugt, er erntet immer wieder Szenenapplaus.

Ganz ohne große Symbolik kann der Ex-Professor auch hier nicht: Von Angela Merkel fordert er eine "Rede der Hoffnung für Griechenland" - so wie US-Außenminister James Byrnes sie im Jahr 1946 im zerstörten Deutschland hielt.

Seit sechs Wochen entmachtet

Hat es noch eine Bedeutung, was Yanis Varoufakis zu sagen hat? Seit sechs Wochen gilt er als entmachtet. In den entscheidenden Gesprächen der Eurogruppe wurde er ersetzt, nachdem es Ende April beim Treffen der EU-Finanzminister in Riga zum Eklat kam. Als "Amateur" und als "Spieler" hatten ihn seine Amtskollegen angeblich bezeichnet. Anschließend twitterte er vielsagend: "Sie sind vereint in ihrem Hass gegen mich - und ich heiße ihren Hass willkommen."


Hier, an diesem Abend der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, hat er nur Freunde. Sie verzeihen ihm seinen professoralen Stil, für sie ist er immer noch der Hoffnungsträger. Für sie bleibt er der Popstar, einer, der sich zu sagen traut, was andere nicht wagen. Die europäischen Regierungschefs sehen das ein wenig anders.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(