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Die Morgenlage Bisherigen Erkenntnissen zum Trotz: Trump streut Gerüchte über einen möglichen Anschlag in Beirut

Sehen Sie im Video: Trump bezeichnet Explosion in Beirut als mutmaßlichen Bomben-Anschlag.


US-Präsident Donald Trump hat nach der schweren Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut den Menschen im Libanon sein Mitgefühl ausgesprochen. Die USA stünden an der Seite des Libanon, sagte Trump. Bei einer Pressekonferenz in Washington sprach Trump allerdings von einem Bombenangriff. Seine Generäle würden aufgrund der Detonation nicht von einem Unfall ausgehen, so Trump: "Es sieht danach aus. Ich habe mich mit einigen unserer großartigen Generäle getroffen. Und sie haben den Eindruck, dass das keine Explosion aus irgendeiner Produktion war. Nach ihrer Einschätzung - und sie wissen es vermutlich besser als ich - war es ein anscheinend ein Angriff." Der libanesische Regierungschef Hassan Diab erklärte dagegen in einer Fernsehansprache, dass 2750 Tonnen Ammoniumnitrat für die Explosion in einem Lagerhaus im Hafen verantwortlich seien. Das leicht entzündliche Material sei sechs Jahre lang ohne Vorsichtsmaßnahmen im Hafen gelagert worden.
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Hersteller: Gute Ergebnisse nach ersten Tests von Corona-Impfstoff +++ Hitzewelle und Tropennächte – Hochsommer in Deutschland +++ Einlassung von mutmaßlichem Lübcke-Mörder erwartet +++ Die Nachrichtenlage am Dienstag.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

der durch Wirtschaftskrise und Corona-Pandemie arg gebeutelte Libanon droht, nach der verheerenden Explosion im Hafen der Haupstadt Beirut weiter ins Chaos abzurutschen. Mindestens 100 Tote und 4000 Verletzte, dazu weitreichende Zerstörungen und überforderte Krankenhäuser – die Zwischenbilanz ist erschütternd. Indes beginnt die Suche nach der Ursache für die Katastrophe. US-Präsident Donald Trump hat von einem mutmaßlichen "Angriff" mit einer "Bombe" gesprochen. Auf Nachfrage führte der Präsident aus, seine Generäle hätten ihm gesagt, dass es sich allem Anschein nach nicht um einen Unfall, sondern um einen Angriff gehandelt habe.
Allerdings: Weder vom Pentagon noch den libanesischen Behörden kamen jedoch irgendwelche öffentlichen Hinweise darauf, dass es sich möglicherweise um einen Anschlag gehandelt haben könnte. Einen ausführlichen Bericht zu dem Thema lesen Sie hier.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was ansonsten in der Nacht passiert ist:

Hersteller: Gute Ergebnisse nach ersten Tests von Corona-Impfstoff

Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der US-Biotech-Firma Novavax hat nach Angaben des Herstellers bei ersten Tests ermutigende Ergebnisse gezeigt. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten alle Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt, erklärte das Unternehmen. Bei den 131 Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren habe es keine schweren Nebenwirkungen gegeben, hieß es weiter. Die Ergebnisse der in Australien durchgeführten Tests wurden jedoch noch nicht von unabhängigen Forschern geprüft und veröffentlicht. 

150-Euro-Bußgeld in NRW für Verstoß gegen Maskenpflicht in Bus und Bahn

Fahrgäste in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen, die keinen Atemschutz tragen, müssen künftig 150 Euro an Bußgeld zahlen. Schon beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht werde ein sofortiges Bußgeld in dieser Höhe fällig, kündigte Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" an. Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, "muss an der nächsten Haltestelle 'raus und zahlen."

Tropensturm "Isaias" fegt über US-Ostküste – drei Tote

Tropensturm "Isaias" ist über die US-Staaten North Carolina und Virginia hinweggefegt und hat die Metropole New York erreicht. Entlang des Atlantiks sorgte er dabei für starke Regenfälle und vereinzelte Überschwemmungen, sowie Millionen Stromausfälle. Mindestens drei Menschen starben. Nachdem "Isaias" als Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde nahe der Küstenstadt Ocean Isle Beach auf Land gestoßen war, verlor er über Land an Kraft und wurde zu einem Tropensturm heruntergestuft.

Staat zahlt mehr Unterhaltsvorschuss für mehr Kinder

Der Staat zahlt für immer mehr Trennungskinder sogenannten Unterhaltsvorschuss. Ende vergangenen Jahres gingen die Behörden bei 822.779 Kindern in Vorleistung und überwiesen Geld an den betreuenden Elternteil, weil der andere Elternteil nicht oder zu wenig zahlte. Das geht aus einer Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor. Im Jahr davor waren es zum Stichtag 31. Dezember 805 799 Kinder. Die Ausgaben stiegen von 2,10 auf 2,18 Milliarden Euro.

Grüne wollen weitgehendes TV-Werbeverbot für Junk-Food

Die Grünen fordern eine starke Einschränkung der Werbung für ungesunde Nahrungsmittel im Fernsehen. Angesichts der steigenden Zahl übergewichtiger Menschen in Deutschland gebe es einen "dringenden Handlungsbedarf", sagte die Gesundheitsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Kirsten Kappert-Gonther, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Werbung für stark zuckerhaltige Produkte und andere ungesunde Lebensmittel müsse reguliert werden. .

Hitzewelle und Tropennächte – Hochsommer in Deutschland

Nach dem wechselhaften Wetter der vergangenen Wochen rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die nächsten Tage mit einer längeren Hitzewelle, die in Teilen Deutschlands durchaus zum historischen Wetterereignis werden könnte. "Nach unseren Vorhersagen wird am Mittwoch im Rheinland die 30-Grad-Marke überschritten - und das bleibt voraussichtlich auch so bis zum 13. August", sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich der Deutschen Presse-Agentur.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Einlassung von mutmaßlichem Lübcke-Mörder erwartet

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird ab 10 Uhr damit gerechnet, dass sich der mutmaßliche Täter äußert. Der Deutsche Stephan Ernst soll den CDU-Politiker im Juni 2019 aus rechtsextremistischen Motiven erschossen haben. Er muss sich seit Juni vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt verantworten. Der zweite Angeklagte, Markus H., wird der Beihilfe beschuldigt. 

Prozess gegen mutmaßliche Betreiber von großem Drogen-Shop beginnt

Mehr als ein Jahr nach der Abschaltung des damals bundesweit größten Drogen-Onlineshops stehen mehrere Angeklagte von 9 Uhr an vor dem Landgericht Gießen. Sie sollen die Plattform "Chemical Revolution" zwischen September 2017 und Februar 2019 im Internet sowie Darknet betrieben und darüber diverse Drogen verkauft haben. Die Betäubungsmittel wurden laut Anklage in den Niederlanden beschafft, deutschlandweit an verschiedenen Orten gelagert und dann an Kunden verschickt. Bezahlt wurde mit der Krypto-Währung Bitcoin.

Rückspiel nach fünf Monaten: Wolfsburg will in Europa-League-Endrunde

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg will fünf Monate nach der 1:2-Hinspielniederlage gegen Schachtjor Donezk doch noch das Endrundenturnier in der Europa League erreichen. Das Achtelfinalrückspiel gegen den ukrainischen Meister beginnt um 18.55 Uhr im Olympiastadion von Kiew. Nur einen Tag nach der ersten Partie am 12. März in Wolfsburg war die Fußball-Saison in weiten Teilen Europas wegen der Corona-Pandemie unterbrochen worden.

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Ihre stern-Redaktion

DPA AFP

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