Militarisierung der US-Polizei US-Polizeiausbilder: "Wir werden für den Krieg angeheuert"

Das Training von US-Soldaten für Urban Warfare prägt inzwischen die Einsätze der Polizei.
Das Training von US-Soldaten für Urban Warfare prägt inzwischen die Einsätze der Polizei.
© U.S. Army/Sgt. 1st Class Charles Highland
In den USA vermischen sich die Rollen von Militär und Polizei seit dem Anschlag auf die Twin Towers immer mehr. Einsatzdoktrinen und Ausrüstungen werden von der Army übernommen. Eine fatale Entwicklung: Denn diese Methoden versagten schon im Irak.

Wenn man sich wie im Krieg fühlt, sich ausrüstet, als wäre man im Krieg und die Worte und Beschreibungen von Einsätzen aus einem Militärhandbuch stammen, dann gehen die Polizisten in den Dienst, als würden sie im Irak auf Patrouille gehen. Das Resultat sieht man derzeit in der ausufernden Polizeigewalt in den USA. Viele Polizeieinheiten haben sich für ihre Einsätze mit Militärausrüstung eingedeckt. Ausrüstung im Wert von über sieben Milliarden US-Dollar wurde von der Army abgegeben – darunter echte Sturmgewehre, gepanzerte, minensichere Fahrzeuge, Scharfschützengewehre und Granatwerfer. Aber es war nicht nur ein Schnäppchen, die martialische Ausrüstung streichelt auch das Ego der Beamten. Das bleibt nicht ohne Folgen, auch wenn echte Soldaten sich regelmäßig, über die übergewichtigen Cops in der Combat-Aufmachung amüsieren.

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