HOME

Populist zieht ins Weiße Haus: Das sagt Bernie Sanders zu Trumps Sieg

Bernie Sanders war im Vorwahlkampf seiner Kontrahentin Hillary Clinton unterlegen - dennoch konnte er vor allem junge Menschen in den USA für seine Politik begeistern. Nun hat er sich zum Wahlerfolg Trumps geäußert.

Im Wahlkampf konnte Bernie Sanders vor allem bei jungen Wählern punkten (Archivbild)

Im Wahlkampf konnte Bernie Sanders vor allem bei jungen Wählern punkten (Archivbild)

Unmittelbar nach der Wahl hatte man "nichts nettes zu sagen", hieß es aus dem Lager von Bernie Sanders. Offiziell hatte Sanders seine Kandidatur nie zurückgezogen, setzte sich jedoch gegen Ende des Wahlkampfs für Hillary Clinton ein, um eine Trump-Präsidentschaft zu verhindern. Nun hat sich auch Sanders zu dem überraschenden Wahlergebnis geäußert. Auf seiner Webseite schrieb der linksorientierte Politiker:

"Donald Trump hat sich die Wut einer schrumpfenden Mittelschicht zu Nutze gemacht, die die etablierte Wirtschaft, die etablierte Politik und die etablierten Medien satt hat. Die Leute sind es leid, Überstunden bei sinkenden Gehältern zu machen und dabei zuzusehen, wie gutbezahlte Jobs nach China und in andere Niedriglohn-Länder abwandern. Sie haben Milliardäre satt, die keine Einkommenssteuer zahlen. Und sie haben es satt, es sich nicht leisten zu können, ihre Kinder auf die Universität zu schicken – all das, während die sehr Reichen noch viel reicher werden."

Sanders will sich Trump eventuell entgegenstellen

"So lange es Mr. Trump ernst meint, Strategien umzusetzen die dabei helfen, das Leben von Familien aus der Arbeiterklasse in diesem Land zu verbessern, sind ich und andere Progressive bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wenn er rassistische, sexistische, ausländerfeindliche oder umweltschädliche Ansätze verfolgt, werden wir uns ihm rigoros entgegenstellen."

Der 75 Jahre alte Senator von Vermont bezeichnet sich selbst gern als demokratischen Sozialisten. Er war der erfahrenste Parlamentarier im Rennen um das Präsidentenamt, 1990 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 2006 ist er Senator für den Staat Vermont. Unter anderem konnte Sanders im Wahlkampf mit seinen Versprechen einer staatlichen Krankenversicherung und einer nachhaltigen Umweltpolitik bei jüngeren US-Wählern punkten.


amt mit Agenturen