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Urlaub: Kostenlose Umbuchungen bei Reisen in Krisengebiete

Große deutsche Reiseveranstalter gestatten Urlaubern wegen des Irak-Kriegs eine kostenlose Umbuchung von Reisen in Ziele nahe der Krisenregion.

Deutschlands führende Reisekonzerne bieten aufgrund des Irak-Krieges ihren Kunden kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten an. Dies gelte für Reisen in arabische Länder wie Ägypten, Jordanien, Vereinigte Arabische Emirate sowie Türkei und Zypern und die nordafrikanischen Länder Marokko und Tunesien.Bei den beiden größten Anbietern TUI und Thomas Cook können bis zum 30. April sämtliche Reisen in die genannten Länder unabhängig vom Reisedatum umgebucht werden, teilten beide Unternehmen mit. Bei Rewe Touristik gilt diese Regelung vorerst nur für Reisen, die bis Ende April stattfinden sollten.

Angst vor Anschlägen

In der Touristikwirtschaft werden als Hauptgefahr weniger die Kriegshandlungen in Irak gesehen, sondern Vergeltungsanschläge etwa in Urlaubsgebieten. "Für diesen Fall werden wir schnell reagieren und auch evakuieren", sagte ein TUI-Sprecher. Bei Kriegsbeginn gebe es zunächst keinen Anlass, Menschen aus den Urlaubszentren im östlichen Mittelmeer nach Hause zu schaffen - es sei denn, jemand bestehe darauf.

Flugreisen gehen zurück

Die Angst vor Anschlägen und unabsehbaren Folgen eines Irak-Krieges hält Umfragen zufolge in Europa seit Wochen viele Menschen davon ab, eine Flugreise zu planen. Für März und April wurde in den vergangenen Wochen kaum noch gebucht. "Der Krieg ist in den Köpfen schon da", hatte bereits Anfang Februar Thomas Cook-Chef, Stefan Pichler, erklärt.

Hat der Irak-Krieg Einfluss auf Ihre Reisepläne?

In welchem Umfang von der Möglichkeit zur Umbuchung Gebrauch gemacht werde, sei noch schwer abzusehen, hieß es bei TUI und Thomas Cook. Gerade für die kommenden Wochen seien die Ziele im östlichen Mittelmeerraum und den arabischen Ländern wenig gebucht worden. Generell betrage der Anteil dieser Urlaubsregionen gut zehn Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes, hieß es.

Zusätzliche Hotelkontingente eingeplant

Alle großen deutschen Reiseveranstalter hatten sich in den vergangenen Monaten bereits mit Blick auf einen möglichen Irak-Krieg zusätzliche Hotelkontingente in westlichen Mittelmeerregionen wie etwa die Baleareninsel Mallorca, das spanische Festland oder auch in Kroatien und Bulgarien gesichert.

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