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1. Bundesliga: Die besten Stürmer der Bundesliga-Saison 2011/12

Klaas-Jan Huntelaar ist der beste Bundesligatorjäger der letzten 31 Jahre, aber er ist nicht der beste Stürmer unserer Top-Ten der Saison. Warum Mario Gomez fünf Plätze verlor und wen unsere Live-Redaktion schon am 11. Spieltag bei der EM sah, erfahren Sie in unserem Ranking der besten Stürmer 2011/12.

Jeder hat schon einmal von den Fabeltaten eines Gerd Müller gehört, ihn vielleicht sogar noch selbst erlebt. Müller wurde einst mit 40 Toren (1971/72), mit 38 (1969/79) oder 36 Treffern (1972/73) Torschützenkönig der Bundesliga. Insgesamt schaffte er es sieben Mal auf den Thron der besten Torjäger der Bundesliga. Aber es gab auch eine lange Zeit der Dürre. Bevor den Vorhang für die Top-Ten der besten Stürmer 2011/2012 öffnen, wagen wir einen Blick in die jüngere Vergangenheit.

Ailton beendete die Torarmut der Bundesliga

Von der Saison 1987/88 bis 2002/03 – also 23 Jahre lang – gab es keinen Torschützenkönig, der mehr als 23 Treffer zustande brachte. Im Schnitt lagen die Trefferquoten bei 19,78 Treffer in dieser Fastenzeit. Zum Vergleich: Der Schnitt in insgesamt 49 Jahren Bundesliga liegt übrigens bei 24,44 Treffer. Der beste Torschütze in der angesprochen Zeit war ein gewisser Michael Preetz mit 23 Toren (1998/99). Die Minusrekorde fallen auch in diesen Abschnitt. Thomas Allofs, Roland Wohlfarth (beide 1988/89) und Fredi Bobic (1995/96) trafen jeweils nur 17 Mal ins gegnerische Tor.

Und wer war der Heilsbringer, der eine neue Zeit der Wollust am Toreschießen auslöste? Das war nicht "kleines, dickes Müller“, sondern "kleines, dickes Aitlon". Der frühere Bremer trug auch den Namen Kugelblitz und erzielte 2003/04 erstaunliche 28 Tore. Die anschließenden neun Jahre der Völlerei, die bis heute anhalten, begeistern durch einen Schnitt von 25,33 Toren. Also 5,5 Tore mehr als in den 23 Jahren davor und immerhin noch 0,89 Tore mehr als im Durchschnitt.

Huntelaar und Rummenigge in einem Boot

Wir dürfen uns also wirklich nicht über die Torjäger unserer Zeit beklagen. Drei Spieler, von denen später noch die Rede sein wird, schossen sogar mehr als 22 Treffer. Damit wären sie in 18 von 59 Bundesligaspielzeiten Torschützenkönig geworden. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und am Ende trug nur ein Spieler die begehrte Trophäe mit nach Hause.

Klaas-Jan Huntelaar schoss 29 Treffer. So viele Tore gelang zuletzt – und damit schließen wir unseren kleinen historisch-statistischen Rückblick – Karl-Heinz Rummenigge (1980/81). Der Schalker ist somit der beste Torschützenkönig der letzten 31 Jahre! Doch der Hunter ist nicht die Nummer eins unserer Liste, da es bei der Benotung der Stürmer nicht immer nur auf die Trefferquote ankommt, aber lesen Sie selbst.

Top-Ten der besten Stürmer der Bundesliga

10. (neu) Vedad Ibisevic (TSG Hoffenheim/VfB Stuttgart)
sportal.de-Durchschnittsnote 3,39 (23 benotete Spiele/13 Tore/7 Vorlagen)

Ibisevic begann die Saison bei Hoffenheim. Dort erzielte er in zehn Spielen fünf Treffer, ehe er Ende Januar zum VfB wechselte und in 15 Spielen acht Mal traf. Mit Ibisevic gelang die Wende zum Guten beim VfB. Neun der 15 Siege konnte der VfB mit Ibisevic erreichen. Vor Ibisevics Ankunft in Stuttgart schossen die Schwaben 1,33 Tore pro Spiel und lagen auf Platz zehn. Danach wurden es 1,85 Tore und der VfB wurde schließlich Sechster.

Natürlich liegt das doch etwas überraschende Rückrundenhoch der Schwaben nicht nur an der Personalie Ibisevic, dennoch fügte sich der Stürmer perfekt ins Offensivspiel der Stuttgarter ein, alle sieben Assists gelangen ihm in Stuttgart und auch Martin Harnik (13 Saisontore) profitierte vom Zusammenspiel mit Ibisevic. Nicht zu vergessen; Der EM-Fahrer Cacau wurde von dem 27-jährigen Stürmer aus Bosnien-Herzegowina auf die Bank verdrängt.

9. (4.) Lukas Podolski (1. FC Köln)
sportal.de-Durchschnittsnote 3,34 (29 Spiele/18 Tore/9 Vorlagen)

Lukas Podolski nahm im letzten Jahr noch Platz vier in unserem Ranking ein, schoss aber nur 13. Tore. In diesem Jahr erzielte Prinz Poldi 18 Treffer, aber er ist nur Neunter. Wie kann das sein? Notenwürfel? Nein, denn Köln wurde im letzten Jahr Tabellenzehnter. In diesem Jahr ist Köln ein Absteiger. Vor allem in der Rückrunde konnten Poldi und der FC nur noch selten glänzen.

Podolskis Notenschnitt 2012 ist mit 3,65 dementsprechend schlecht. Von seinen 18 Toren erzielte er 14 im Jahre 2011, nur vier im neuen Jahr. Podolski ist übrignes einer der limitiertesten Stürmer der Liga, wenn man die Art und Weise, wie er seine Tore erzielt, betrachtet. 17 Tore machte er mit dem linken Fuß, einen Treffer mit dem Kopf.

8. (neu) Mike Hanke (Borussia Mönchengladbach)
sportal.de-Durchschnittsnote 3,33 (30 Spiele/8 Tore/4 Vorlagen)

Wie? Mike Hanke vor Raúl (3,45/15 Tore), vor Martin Harnik (3,50/17 Tore) und vor Patrick Helmes (3,38 – allerdings nur 16 benotete Spiele/12 Tore)? Was ist nur mit der bekanntermaßen herausragenden Notengebung von sportal.de passiert? Hier bietet sich eine Gegenfrage an: Was war in dieser Spielzeit nur mit Gladbach los? Die Erklärung lautet wohl Lucien Favre, der aus einem Team, das im Vorjahr noch in die Relegation musste, einen Top-Bundesligaclub formte.

Das schaffte er ohne großartige Neuzugänge, sondern eben mit Spielern wie Mike Hanke. Der ehemalige Schalker, Wolfsburger und Hannoveraner war eines der funktionierenden Rädchen im Kurzpassspiel der Gladbacher. Wer erinnert sich nicht an die tollen Auftritte gegen Bayern München (2,5), Schalke (1,5), oder Köln (1,5). Zum Comeback in der Nationalmannschaft hat es nicht gereicht, aber immerhin zum Comeback in dieser Liste.

7. (7.) Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg)
sportal.de-Durchschnittsnote 3,33 (32 Spiele/12 Tore/9 Vorlagen)

Mandzukic hat den siebten Platz verteidigt, ist also die Konstanz in Person. Vielleicht mit einer Tendenz nach oben, denn er machte zwar auch acht Spiele mehr als letztes Jahr, konnte aber auch vier Tore drauflegen, bereitete zudem sechs Treffer mehr vor. Die besten Spiele machte der 25-jährige Kroate in Nürnberg (Note 1), wo er ein Tor und zwei Vorlagen beisteuerte und beim 4:1 in Berlin, wo ihm ein Treffer und eine Vorlage gelangen.

Es gab übrigens noch nie einen Torschützenkönig aus Kroatien in der Bundesliga, aber schon zwei Stürmer aus Bosnien-Herzegowina (Sergej Barbarez und Edin Džeko). Vielleicht ein Anreiz für das nächste Jahr. Doch erst kommt die EM und während Ivan Klasnic (Bolton) und Mladen Petric (HSV) nicht berufen wurden, dürfen Ivica Olic und Mario Mandzukic sich in Polen und der Ukraine präsentieren.

6. (1.) Mario Gomez (Bayern München)
sportal.de-Durchschnittsnote 3,17 (33 Spiele/26 Tore/3 Vorlagen)

Im letzten Jahr noch Torschützenkönig und Platz eins in dieser Liste musste sich Mario Gomez den Leistungsschwankungen seines Teams geschlagen geben. Achtmal stand die 4,5 oder 5 als Note zu Buche, dazu kommen fünf Mal ausreichende Leistungen. In 13 von 33 Spielen konnte Gomez also nicht überzeugen. Exemplarisch eine Beurteilung aus der Live-Redaktion:

"Viele Ablagen landeten im Niemandsland; Gomez leistete sich technische Fehler; phasenweise fehlte die Bindung zum Spiel völlig, und Torgefahr ging dem Nationalspieler ebenso ab.“ Es gibt aber eben auch den anderen Gomez. Den Torjäger, der jedes zweite Bundesliga-Spiel ins Schwarze trifft (127 Tore/215 Spielen - 0,59 Tore pro Spiel). Den Gomez, der einer der komplettesten Stürmer der Liga ist (14 Treffer mit Rechts, 7 mit Links und 5 mit dem Kopf).

5. (6.) Claudio Pizarro (Werder Bremen)
sportal.de-Durchschnittsnote 3,05 (29 Spiele/18 Tore/10 Vorlagen)

Apropos Toreschnitt! Mit 0,48 Treffern pro Spiel (160 Tore/333 Spielen) ist Pizarro ähnlich treffsicher. Die persönliche Zukunftsproblematik und die zunehmend chaotischer auftretende Werder-Elf hatte allerdings auch Auswirkungen auf die Leistungen von Pizarro. In der Hinrunde hatte er noch acht Mal eine Zwei oder besser vor dem Komma.

Die Noten der Rückrunde waren schwächer, nur noch drei Mal schaffte er diese Marke. Sechs Tore gelangen ihm 2012, zwölf in der Hinrunde. Kein Wunder, denn war Werder in der Hinrunde noch 5., belegen die Bremer in der Rückrundentabelle Platz 15. Wohin der Weg des 33-jährigen Peruaners führt, ist noch unklar. Ein Verbleib in Bremen scheint derzeit durchaus realistisch.

4. (neu) Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04)
sportal.de-Durchschnittsnote 2,98 (32 Spiele/29 Tore/13 Vorlagen)

Klaas-Jan Huntelaar trifft alle 0,66 Spiele ins Tor (37 Tore/56 Spielen). In dieser Saison konnte der Hunter im Schnitt fast einen Treffer pro Spiel (0,9) erzielen. Dazu ist er noch ein mannschaftsdienlicher Spieler. Der Niederländer legte seinen Kollegen 13 Treffer auf und ist damit auch der beste Scorer der Liga (42 Scorer Punkte). Warum er in dieser Liste nicht auf dem ersten Platz steht? Weil er in zehn Spielen dieser Spielzeit eine Vier oder schlechter im Notenbuch der sportal.de-Redaktion erhielt.

Kein Geheimnis ist, das Huntelaar wie kaum ein anderer Stürmer auf die Eingaben in den Strafraum angewiesen ist. Er erzielte 26 seiner 29 Treffer gegen Gegner, die schlechter als Platz sieben abschnitten. Das lag daran, dass Schalke gegen die Top-Sieben der Tabelle meist nicht so gut aussah und viel weniger Bälle in den Sechzehner kamen. Doch eines scheint sicher: Wären die Bälle in sein Hoheitsgebiet gekommen, der Hunter hätte sie verwandelt.

3. (9./Mittelfeld) Jefferson Farfan (Schalke 04)
sportal.de-Durchschnittsnote 2,93 (22 Spiele/4 Tore/9 Vorlagen)

Was macht Farfan in dieser Liste? Schalke spielte in dieser Saison oft mit nur einer echten Spitze, Klaas-Jan Huntelaar. Dahinter agierte Raúl (3,45/15 Tore) oft eher als Zehner. Der Spanier ließ sich bisweilen ins Mittelfeld fallen und kurbelte das Spiel an. Dagegen agierte Farfan auf der rechten Außenbahn äußerst offensiv. Er war oft Schalkes Hebel im schnellen Umschaltspiel.

Der Peruaner nutzte seine enorme Schnelligkeit, um die Abwehr des Gegners aufzureißen. Ein wahrer Torjäger ist Farfan dabei nicht, aber seine Aktionen sorgen oft direkt oder indirekt für Gefahr. Schalke erzielte ligaweit die meisten Tore nach Ecken (12) und per Kopf (16). Farfan holt nicht nur viele Ecken heraus, er tritt die Ecken von der rechten Seite auch meist höchstpersönlich.

2. (neu) Robert Lewandowski (Borussia Dortmund)
sportal.de-Durchschnittsnote 2,84 (34 Spiele/22 Tore/10 Vorlagen)

Die Wandlung des Robert Lewandowski ist viel beschrieben. Man kann Jürgen Klopp für den Umgang mit Lewandowski nicht genug loben. Mit viel Geduld und noch mehr Vertrauen machte er aus einem "Chancentod“ einen der besten Bundesligastürmer. In der letzten Saison stand er noch im Schatten von Lucas Barrios, den er nun indirekt nach China vertrieb. Aber auch letztes Jahr schoss er trotz schwankender Leistungen immerhin acht Tore.

In der Anfangsphase dieser Saison, als er den verletzen Barrios in der Spitze vertrat, vergab er noch zu viele Großchancen und fiel immer mal wieder mit einer schlechten Körpersprache auf. Doch seit Lewandowski gegen Augsburg drei Tore erzielte, ging beim Polen der Knopf auf. Mit einer Torquote von 0,45 ist er nicht mehr weit von den Pizarros, Gomez und Huntelaars dieser Liga entfernt. Doch spielt der 23-jährige Pole noch so eine starke Saison, dann spielt er vielleicht nicht mehr lang in der Bundesliga.

1. (neu) Marco Reus (Borussia Dortmund)
sportal.de-Durchschnittsnote 2,58 (31 Spiele/18 Tore/12 Vorlagen)

Marco Reus konnte sich in dieser Spielzeit neun Mal über die Note eins vor dem Komma freuen. Hier einige Auszüge der Live-Redaktion, bei denen man ins Schwärmen gerät. Reus präsentierte sich "ballsicher, schnell, mit gutem Überblick und Zug zum Tor“, oder: "Sein Tor war ganz großes Fußball-Kino.“ Mehr davon? Bitte schön! "Matchwinner, Goalgetter und Wirbelwind, der kaum zu stoppen ist. Ein Marco Reus in dieser Verfassung muss zwingend mit zur Europameisterschaft, denn Spieler seiner Qualität entscheiden Spiele.“ Ohne die viel gescholtene Live-Redaktion zu sehr loben zu wollen, diese EM-Empfehlung entstand nach dem 11. Spieltag.

Sky-Experte und Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer adelte Reus zuletzt: "Marco Reus 1:1 zu ersetzen wird schwierig - vielleicht durch Pele. Reus ist auf einem guten Weg. Er ist ein interessanter, raffinierter und ein kluger Spieler.“ Marco Reus ist laut sportal.de-Notenschnitt der Zweitbeste Spieler dieser Saison überhaupt. Nur Franck Ribery (2,42) konnte den Gladbacher und baldigen Dortmunder übertrumpfen. Wir sind auf seine Leistungen auf internationaler Ebene gespannt.

Michel Massing 

sportal.de / sportal

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.