13. Spieltag Bayern stolpern gegen Gladbach

Leverkusen und Hoffenheim haben ihre Hausaufgaben erledigt, die Bayern eine 2:0-Führung gegen Gladbach aus der Hand gegeben: Die Bayer-Elf verteidigte die Tabellenführung mit zehn Mann gegen Schalke. Punktgleich folgt das Team von Ralf Rangnick, das Wolfsburg bezwang. Hertha BSC Berlin gewann gegen den HSV.

Bayer Leverkusen hat seine Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Die Werkself feierte in der Top-Partie des 13. Spieltags einen 2:1 (2:0)-Erfolg über Verfolger FC Schalke 04 und führt die Tabelle mit 28 Zählern vor dem punktgleichen Aufsteiger 1899 Hoffenheim an, der den VfL Wolfsburg mit 3:2 (2:2) niederkämpfte. Dritter bleibt Rekordmeister FC Bayern München (25), der eine 2:0-Führung bei Borussia Mönchengladbach aus Hand gab.

Beim Spitzenspiel in der BayArena brauchte Spitzenreiter eine knapp halbstündige Anlaufzeit. Dann aber sorgten die Torjäger Stefan Kießling (30. Minute) mit seinem sechsten und Patrick Helmes (41.) mit seinem zehnten Saisontreffer für eine beruhigende Pausenführung. Nach der Gelb-Roten Karte (67./wiederholtes Foulspiel) gegen Gonzalo Castro geriet der Erfolg in der Endphase aber noch einmal in Gefahr. Kevin Kuranyis Treffer (85.) änderte aber letztlich nichts an der Serie der seit fünf Partien in Leverkusen sieglosen Schalker.

Bayern scheitern in Gladbach

Titelverteidiger FC Bayern stand bei Mönchengladbach dicht vor seinen sechsten Punktspiel-Dreier in Serie. Luca Toni (21.) und Franck Ribéry (65./Foulelfmeter) schossen für die effektiven Münchner einen vermeintlich beruhigenden 2:0-Vorsprung heraus - und stellten danach fast jegliche Aktivitäten ein. Die Gladbacher gaben sich nicht geschlagen und schafften binnen 137 Sekunden durch Rob Friend (79.) und Bradley (81.) noch den Ausgleich.

Hoch her ging es auch in Mannheim beim Aufeinandertreffen der offensiven Hoffenheimer und der aufstrebenden "Wölfe". Torjäger Vedad Ibisevic (23.) und Carlos Eduardo (37.) brachten den Aufsteiger vor der Pause zweimal in Front, doch Grafite (27.) und Sturmpartner Edin Dzeko (41.) konnten jeweils egalisieren. Nach dem Wechsel schoss Chinedu Obasi (67.) für 1899 erneut einen Vorsprung heraus, den die heimstarken Gastgeber diesmal nicht mehr hergaben.

HSV gibt Spiel innerhalb von drei Minuten aus der Hand

Im Verfolger-Duell konnte der Hamburger SV seine Negativ-Bilanz in Berlin nicht beenden und musste sich Hertha 1:2 (1:0) geschlagen geben. Mladen Petric (12.) brachte den seit elf Jahren auf einen Sieg im Olympiastadion wartenden HSV mit einem sehenswerten Fallrückzieher zwar in Führung, die nach Wiederanpfiff Cicero (46.) und Wladimir Domowtschijski (49.) jedoch per Doppelschlag drehten. Hertha hält damit Anschluss an die Spitzengruppe, den der HSV zu verlieren droht.

Borussia Dortmund setzte beim 4:0 (3:0) gegen Eintracht Frankfurt ihre Erfolgsserie gegen die Hessen fort, die seit 1991 auf einen Sieg in Westfalen warten. Der torgefährliche Abwehrspieler Neven Subotic (5./26.) mit seinen Saisontreffern vier und fünf sowie der starke Spielmacher Tamas Hajnal (19.) und Felipe Santana (67.) besserten die Heimbilanz des BVB auf, der endlich den langerwarteten zweiten Dreier in der eigenen Arena perfekt machte. Die stark ersatzgeschwächten Gäste müssen sich zumindest vorerst weiter nach unten orientieren.

Stuttgart bleibt Mittelmaß

Der seit vier Partien sieglose VfB Stuttgart kam auch gegen Lieblingsgegner Arminia Bielefeld, der zuletzt vor 26 Jahren im Ländle gewinnen konnte, beim 0:0 nicht in die Erfolgsspur zurück. Der VfB bleibt dadurch im Mittelmaß stecken, die Arminia verhinderte den Absturz auf Rang 18. Dafür schaffte das zuletzt sechsmal sieglose «Schlusslicht» Energie Cottbus beim 1:0 (0:0) gegen den Karlsruher SC dank Branko Jelic (80.) den dringend benötigten zweiten Saisonsieg.

Abgeschlossen wird die Runde mit der einzigen Begegnung am Sonntag zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln.

DPA DPA

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