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Auslosung zur WM-Qualifikation: Ronaldo zieht die deutschen Lose

Heute Abend findet in Rio de Janeiro die Auslosung zur WM-Qualifikation statt. Die deutschen Lose zieht ein ehemaliger Superstar des Weltfußballs - und könnte der Elf von Bundestrainer Jogi Löw äußerst unangenehme Gegner bescheren.

Von Björn Erichsen

Auftakt zur WM 2014: In Rio de Janeiro werden am Samstagabend die Qualifikationsgruppen für die Fußball-Weltmeisterschaft in den fünf Konföderationen Afrika, Nord- und Mittelamerika und Karibik, Asien, Europa sowie Ozeanien ausgelost. Als Lospaten wurden je ein Alt- und ein Jung-Star aus dem Land des fünffachen Weltmeisters Brasilien eingeteilt. Deutschland kann dabei auf das glückliche Händchen eines alten Bekannten hoffen: Die deutschen Gegner zieht der frühere Superstar Ronaldo, der im Finale der Weltmeisterschaft 2002 die Titelträume des DFB-Teams mit zwei Toren jäh beendete.

Jogi Löw wird die Auslosung allerdings nicht vor Ort erleben: Der Bundestrainer verzichtet auf den Kurztrip nach Südamerika und bereitet sich lieber auf das Länderspiel gegen den kommenden WM-Gastgeber vor. Am 10. August startet die deutsche Nationalmannschaft gegen Rekord-Weltmeister Brasilien in die EM-Saison. Angeführt wird die DFB-Delegation stattdessen von Teammanager Oliver Bierhoff. "Wir hoffen auf eine attraktive Gruppe", so Bierhoff. "Aber unser Fokus liegt auf der EM-Qualifikation und der Vorbereitung auf das Turnier in Polen und der Ukraine."

Wiedersehen mit Lothar Matthäus?

Dabei wird die WM-Qualifikation alles andere als ein leichter Gang. Zwar befindet sich Deutschland im Auslosungstopf 1 der neun besten Teams, sodass Löws Elf nicht auf Mannschaften der absoluten Weltspitze wie Spanien oder die Niederlande treffen kann. Jedoch warten in Topf 2 neben tendenziell beherrschbaren Gegnern wie der Türkei, Dänemark oder Schweden auch echte Schwergewichte: WM-Teilnehmer Serbien beispielsweise, Russland oder auch Frankreich mit Topstars Karim Benzema von Real Madrid oder Bayerns Franck Ribéry.

Auch in den weiteren Lostöpfen finden sich unangenehme Kontrahenten: Die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld lauert in Topf 3 - wie auch Tschechien, Belgien oder die Ukraine. Ein Duell mit Lothar Matthäus und Bulgarien könnte sich aus Topf 4 ergeben, wo auch Österreich oder Polen vertreten sind.

WM-Finale am 13. Juli 2014

Die neun Gruppensieger (Acht Sechsergruppen, eine Fünfergruppe) in Europa qualifizieren sich direkt für die Endrunde in Brasilien. Die besten acht Gruppenzweiten ermitteln in Relegationsspielen vier weitere Teilnehmer. Die Quali-Spiele beginnen allerdings erst nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im September 2012.

Das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft soll am 12. Juni 2014 steigen – zumindest wenn die Gastgeber aus Brasilien bis dahin ihre zuletzt massiven Probleme beim Bau der Stadien in den Griff bekommen. Und auch diesen Termin kann man sich schon mal im Kalender anstreichen: Das WM-Finale ist für den 13. Juli terminiert – dann hoffentlich mit deutscher Beteiligung.

Mit DPA

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  • Björn Erichsen