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Geisterspiele wegen Corona Die Bundesliga ist zurück, aber: Mit diesen Neuerungen müssen Fans klar kommen


Sind Sie schon voller Vorfreude auf den Neustart der Bundesliga? Ja, der Ball rollt ab Samstag wieder, aber sonst wird vieles ziemlich ungewohnt sein. Dass keine Zuschauer in den Stadien sein werden, ist längst nicht alles.

Nach 65 Tagen Corona-Pause rollt der Ball in der Fußball-Bundesliga wieder. Es war die längste, nicht winterbedingte Pause in 57 Jahren Liga-Geschichte. Die Entscheidung, die restlichen Saisonspiele ohne Zuschauer stattfinden zu lassen, bringt eine Änderungen für Fans. Was ist neu beim Re-Start der Saison?   

Bundesliga-Konferenz im Free-TV

Die Fans können zumindest die nächsten zwei Spieltage live im Free-TV dabei sein. Der Pay-TV-Sender Sky wird seine Konferenz-Schalten von den Geisterspielen der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zeigen. Offen war noch, ob der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN am Montag die Partie von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen live überträgt. Hintergrund ist ein Streit zwischen der DFL und Eurosport, dessen Rechte DAZN als Sublizenznehmer übernommen hat. 

"Rudelgucken" verboten – besonders vor den Stadien

Das wird hart für gesellige Fußballfans. Stadion geschlossen – und auch vor dem Fernseher dürfen sich keine Gruppen versammeln. Da die Bundesliga-Konferenz im TV an den beiden nächsten Spieltagen frei empfangbar ist, sind die Anhänger aber nicht auf Kneipen mit Pay-TV angewiesen. Theoretisch könnte jeder im kleinen Kreis zu Hause schauen. Die Polizeigewerkschaft hatte auch vor Ansammlungen an den Stadien gewarnt wie beim ersten Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Clubs und Fans stehen seitdem im engen Austausch. Es werde an den Stadien nach Aussagen vieler Vereine nicht zum Massenauflauf kommen.

Fünf Auswechslungen 

Jetzt wird's voll an der Seitenlinie. Rechtzeitig vor dem Start hat die DFL für den Rest der Saison fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Damit sollen die Spieler angesichts des dicht gedrängten Kalenders im Zuge der Corona-Krise und möglicher Spiele bei großer Hitze im Sommer entlastet werden. Durchgeführt werden dürfen die Wechsel in der Pause und bei weiteren drei Gelegenheiten während der Spielzeit. Damit soll verhindert werden, dass Trainer in der Schlussphase mit vielen Auswechslungen auf Zeit spielen. BVB-Coach Lucien Favre begrüßt die Übernahme der Fifa-Empfehlung ausdrücklich: "Wir hatten zwei Monate kein Spiel, auch kein Freundschaftsspiel. Deshalb finde das sehr gut mit den fünf Auswechslungen." Auch Spieler hatten zuletzt zu Bedenken gegeben, dass die Fitness nach unzureichender Vorbereitung bei etlichen Profis zunächst nicht für die volle 90 Minuten reichen werde.

Pappaufsteller der Fans auf den Rängen im Nordpark in Mönchengladbach
Auch eine Art Bundesliga-Neuerung: Im Mönchengladbacher Borussia-Park füllen Tausende Pappkameraden der Fans die Ränge - für 19 Euro das Stück. Auch einige Gladbach-Profis und sogar Fans anderer Clubs haben mitgemacht.
© Lukas Schulze / Bongarts / Getty Images

Kein Jubel, kein Umarmen, kein Abklatschen

Auf Jubelarien nach Torerfolgen werden die Fans am Wochenende vergeblich warten. Laut Hygiene-Konzept der DFL sind Umarmungen und Abklatschen zu unterlassen, Ellbogen- und Fußkontakt hingegen erlaubt. "Wir werden uns was einfallen lassen", versprach Kölns Profi Mark Uth.

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Maskenpflicht für Trainer

Gewöhnungsbedürftig dürfte auch der Mundschutz für Trainer sein, zumal beim Coachen die Maske abgenommen werden darf. Paderborns Trainer Steffen Baumgart meinte dazu: "Da ich einer bin, der 90 Minuten durchspricht oder pfeift, wird die Maske, denke ich, nicht so viel zum Einsatz kommen. Aber ich habe sie dabei." BVB-Trainer Lucien Favre sieht kein großes Problem: "Mit Maske an der Linie stehen, das müssen wir halt machen. Natürlich wäre es ohne Maske besser."

dho DPA

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