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DFB-Pokal Zwei Krisen-Klubs siegen, Elfer-Drama in Leipzig

Ralf Rangnick: So witzig reagiert das Netz auf den Handy-Platzsturm des RB-Sportdirektors
DFB-Pokal: Der FC Bayern schlägt Red Bull Leipzig im Elfmeterschießen und zieht glücklich ins Achtelfinale ein. Nach dem glücklichen Sieg können sich die Münchner bei Schiri Felix Zwayer bedanken. Der Berliner Referee entschied bei mehreren strittigen Situation für den Rekordmeister. Das brachte besonders Ralf Rangnick in Rage. In der Halbzeitpause bedrängt der RB-Sportdirektor das Schiedsrichtergespann. Skurril: Bewaffnet mit Smartphone will Rangnick offenbar seinen eigenen Videobeweis einführen. Was wiederum einige Twitter-Reaktionen hervorrief. Aber es hagelt auch Kritik am Verhalten des Leipzig-Funktionärs.

"Es geht nicht, dass er mit dem Handy zum Schiedsrichter geht, um ihm Szenen zu zeigen Sonst haben die Schiedsrichter demnächst in der Halbzeit nur noch Verantwortliche um die Ohren." (Mats Hummels im Sky-Interview)
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Im DFB-Pokal haben mit Köln und Bremen zwei Krisen-Klubs überraschend das Achtelfinale erreicht. Zwischen Bayern München und RB Leipzig ist die Entscheidung erst im Elfmeterschießen gefallen.

Der FC Bayern hat in einer hochdramatischen Pokalnacht bei RB Leipzig den Triple-Traum unter Trainer Jupp Heynckes im Elfmeterschießen am Leben gehalten. Trotz Überzahl ab der 54. Minute standen die Münchner bei aufopferungsvoll kämpfenden Leipziger am Rande der Niederlage und vor dem ersten Pokal-Aus seit 17 Jahren in der zweiten Runde. Im Elfmeterschießen hielt Bayern-Keeper Sven Ulreich dann den entscheidenden letzten Schuss von Leipzigs Nationalspieler Timo Werner und sorgte am Mittwochabend vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena für den 5:4-Sieg des Rekordpokalsieger. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden.

Nach einem in Unterzahl verwandelten Foulelfmeter von Leipzigs Emil Forsberg (68.) sorgte Thiago (73.) im Duell zwischen Meister und Vizemeister für den Ausgleich. In der 54. Minute war Leipzigs Naby Keita (54.) mit Gelb-Rot vom Feld verwiesen worden. Schon am Samstag kommt es im Bundesliga-Duell in München zur Neuauflage des Duells.

SV Werder Bremen - TSG 1899 Hoffenheim 1:0

Krisenclub Werder Bremen kann sich im DFB-Pokal auf seine Heimstärke verlassen. Die in der Fußball-Bundesliga noch sieglose Mannschaft des unter Druck stehenden Trainers Alexander Nouri besiegte im Weser-Stadion 1899 Hoffenheim mit 1:0 (1:0). Vor 31.210 Zuschauern schoss Ishak Belfodil (31. Minute) den Tabellenvorletzten ins Achtelfinale. Durch den Erfolg baute Werder seine Rekordheimserie im Pokal aus. Die Hanseaten sind nun seit 36 Partien und seit 1988 zu Hause in dem Wettbewerb ungeschlagen.

Werders Sieg war glücklich, aber nicht unverdient. Die Mannschaft agierte kompakt und holte sich gegen den favorisierten Europa-League-Teilnehmer ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Die aktiveren Hoffenheimer kamen zu wenigen klaren Chancen.

SC Freiburg - SG Dynamo Dresden 3:1

Der SC Freiburg hat nach einem Fußball-Kraftakt gegen Zweitligist Dynamo Dresden erstmals seit drei Jahren wieder das Achtelfinale des Pokals erreicht. Beim letztlich souveränen 3:1 (0:0) hatte der Bundesligist über weite Strecken aber große Mühe mit den kämpferisch starken Dresdnern. Rico Benatelli (48. Minute) hatte die Gäste vor 17.800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion sogar in Führung gebracht.

Torjäger Nils Petersen (50.), Kapitän Julian Schuster (61.) und Janik Haberer (81.) drehten die Partie aber zugunsten der Freiburger. Letztmals hatte die Mannschaft von Trainer Christian Streich ebenso wie Dynamo Ende 2014 ein Pokal-Achtelfinale gespielt. 

VfL Osnabrück - 1. FC Nürnberg 2:3

Der 1. FC Nürnberg hat in der 2. Runde des DFB-Pokals den Favoritenschreck VfL Osnabrück ausgeschaltet. Der Fußball-Zweitligist gewann beim Tabellenletzten der 3.
Liga mit 3:2 (1:1) zog durch Treffer von Mikael Ishak (38.), Tim Leibold (50.) und Enrico Valentini (72.) ins Achtelfinale ein. Für die Osnabrücker, die in der 1. Runde den Hamburger SV (3:1) aus dem Wettbewerb warfen, trafen Marcos Alvarez (4./Foulelfmeter) und  Christian Groß (64.).

1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 1:3

Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern hat dem VfB Stuttgart deutlich mehr abverlangt als erwartet, eine Pokal-Überraschung aber verpasst. Am Ende gewann der Fußball-Bundesligist das Zweitrunden-Spiel mit 3:1 (1:1). Chadrac Akolo (66.) und Simon Terodde (71.) schossen vor 28.322 Zuschauern auf dem Betzenberg die entscheidenden Tore für den DFB-Pokalsieger von 1954, 1958 und 1997. Der FCK war durch Lukas Spalvis (7.) sogar früh in Führung gegangen. Den Ausgleich erzielte Daniel Ginczek (20.) per Foulelfmeter.

VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:0

Newcomer Felix Uduokhai hat Remiskönig Martin Schmidt als Trainer des VfL Wolfsburg den ersten Sieg beschert. Nach zuvor fünf Unentschieden in der Fußball-Bundesliga schoss das 20 Jahre Abwehrtalent den VfL durch ein 1:0 (0:0) gegen Hannover 96 ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Dank Uduokhais erneutem Treffer (49. Minute) nur drei Tage nach seinem Premierentor für den VfL beim 1:1 gegen Hoffenheim steht Wolfsburg zum 14. Mal in der Runde der letzten 16. Erstmals seit sechs Jahren schaffte der VfL damit einen Heimsieg über den Rivalen aus der Landeshauptstadt.

Hertha BSC - 1. FC Köln 1:3

Kölle lebt! Zwei Tage nach der Blitztrennung von Manager Jörg Schmadtke hat sich der Krisenclub mit einer beeindruckenden Vorstellung zurückgemeldet und Hertha BSC aus dem DFB-Pokal geschmissen. Der in der Fußball-Bundesliga noch sieglose Tabellenletzte 1. FC Köln gewann 3:1 (2:0) in Berlin. Simon Zoller (35. Minute), Dominic Maroh (43.) und Christian Clemens (64.) brachten die Gäste in Führung. Hertha schaffte vor 33.459 Zuschauern im Olympiastadion durch Niklas Stark (69.) nur noch den Anschluss und geht jetzt unruhigen Zeiten entgegen.

Ralf Rangnick: So witzig reagiert das Netz auf den Handy-Platzsturm des RB-Sportdirektors
tkr DPA

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