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Die Welt in Listen: Die frühesten Meisterschaften der Bundesliga-Geschichte

In Zukunft wird man schon im Februar den Meistersekt kaltstellen. Am Wochenende kann der FC Bayern den Titel sichern – der früheste ever, ever, ever. Hier sind zehn Early-Bird-Meister.

Von Ingo Scheel

Saison 1963/64 – 1.FC Köln

Schon zwei Wochen vor Saisonende werden die Geißböcke im ersten Jahr der Bundesliga Meister. Der frühe Vogel wird jedoch etwas geschmälert, denn die Liga hat lediglich16 Teams. Am 28. von insgesamt 30 Spieltagen geben die Kölner der Borussia aus Dortmund das Nachsehen. Zeitgleich kommt der härteste Konkurrent, der Meidericher SV, über ein 0:0 gegen Nürnberg nicht hinaus. Am Ende haben die Kölner sechs Punkte Vorsprung.

Saison 1968/69 – FC Bayern München

Drei Tore von Gerd Müller, dazu Brenniger und Beckenbauer, sichern den klaren Sieg gegen die Kickers aus Offenbach, Konkurrent Hamburger SV verliert zeitgleich mit 2:3 bei Hertha BSC. Am 32. Spieltag sind die Bayern Deutscher Meister, acht Punkte vor Alemannia Aachen.

Saison 1972/73 – FC Bayern München

Lassen wir an dieser Stelle die nackten Ergebnisse beiseite und machen Platz für den Mann nicht nur des 30. Spieltages, sondern der gesamten Saison: Gerd Müller. Der Mittelstürmer trifft gegen Lautern, nach Uli Hoeneß’ 1:0, zwischen der 18. und 79. Minute unglaubliche fünf Mal. Auf 36 Saisontore bringt es Müller in dieser Spielzeit, in allen Wettbewerben zusammen gar auf unfassbare 67 Treffer. Ein Rekord, den Barcelonas Messi erst vor zwei Jahren brach.

Saison 1986/87 - FC Bayern München

Den Bayern reicht ein müdes 2:2 gegen Bayer Uerdingen (Matthäus und Dieter Hoeneß sorgen für die Tore), weil der HSV bei Nürnberg über ein 3:3 nicht hinauskommt. Zwei Spieltage vor Ende der Saison köpfen die Münchner den Siegersekt, es ist der dritte Titel in Folge und der zweite Titelhattrick nach dem Dreierpack zwischen 1972 und 1974.

Saison 1987/88 - Werder Bremen

Am 31. Spieltag netzt Kalle Riedle in der 70. Minute bei der Frankfurter Eintracht. Das goldene Tor zum Titel für Werder Bremen, weil Verfolger Köln mit 0:3 beim HSV unter die Räder kommt. Am Ende liegen die Bremer vier Zähler vor den punktgleichen Bayern und Köln.

Saison 1998/99 – FC Bayern München

Bei Anpfiff zum 31. Spieltag haben die Bayern bereits zwölf Punkte Vorsprung vor Leverkusen, am Ende reicht ihnen ein müdes 1:1 gegen Hertha trotz Leverkusens 2:0-Sieg Bochum. Die Bayern sind Anfang Mai bereits Deutscher Meister, bei Saisonende liegt Vizekusen satte 15 Punkte hinter dem FCB.

Saison 2002/03 – FC Bayern München

Schon am 30. Spieltag ist alles klar. Bayern siegt durch Treffer von Elber und Pizarro mit 2:0 in Wolfsburg, Stuttgart schafft nur ein 1:1 gegen Rostock. Auch diesmal liegen Welten zwischen Bayern und dem Rest der Liga. Vizemeister VfB kommt auf 59, die Bayern auf 75 Punkte.

Saison 2004/05 – FC Bayern München

Dreimal netzt allein Roy Makaay gegen die Roten Teufel beim 4:0-Sieg der Bayern (Ballack hatte zum 1:0 getroffen). Der Titel ist schon am 31. Spieltag unter Dach und Fach, denn Verfolger Schalke (am Ende 14 Punkte zurück) holt parallel nur ein 3:3 gegen Leverkusen.

Saison 2007/08 – FC Bayern München

Wieder die Bayern, wieder der 31. Spieltag. Ein torloses Unentschieden in Wolfsburg macht den zeitgleichen 2:0-Sieg der Bremer obsolet. Deutscher Meister wird nur der FCB. Wieder einmal. Vorsprung diesmal: zehn Punkte.

Saison 2012/13 – FC Bayern München

Die 50. Spielzeit der Fußball-Bundesliga – wie gemacht für Rekorde. Und die Bayern lassen sich nicht lumpen. Schon am 28. Spieltag fahren sie den Titel ein – mit einem 1:0-Sieg in Bayern. Die Dortmunder – ebenso wie der Rest der deutschen Eliteklassen - rangieren bei Saisonende quasi in einer anderen Liga: mit 25 Punkten Rückstand auf Platz zwei.

Von Ingo Scheel

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