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Kader für die EM: Löw schickt Cacau nach Hause

Der 23er-Kader für die Fußball-EM steht fest: Bundestrainer Joachim Löw hat sich gegen ter Stegen, Cacau und Draxler entschieden. Auch einer der Bender-Zwillinge ist bereits auf der Heimreise.

Bundestrainer Joachim Löw hat den Kader für die Fußball-Europameisterschaft von 27 auf 23 Spieler zurechtgestutzt: Wie der DFB am Montag im Trainingslager im französischen Tourettes bekannt gab, sind Marc-André ter Stegen, Sven Bender, Julian Draxler und Cacau aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen.

Das Quartett befindet sich bereits auf der Heimreise. Am Dienstag muss Löw seinen 23-Mann-Kader für das Turnier in Polen und der Ukraine der Uefa melden. "Mir tut es auch weh, das den Spielern zu sagen", hatte Löw im Vorfeld erklärt.

Ter Stegen und Cacau enttäuscht

Nach der Entscheidung am Montag stellt der Vizemeister FC Bayern München mit acht Spielern wie erwartet den größten Block des endgültigen deutschen Kaders. Nach dem Verzicht auf Mittelfeldspieler Sven Bender von Borussia Dortmund stehen nur noch vier Profis des Double-Gewinners im Aufgebot. Bender drückte neben der eigenen Enttäuschung seine Freude darüber aus, dass sein Zwillingsbruder Lars beim Turnier dabei sein werde. "Ich hoffe, dass sich die Mannschaft unseren Traum vom Titelgewinn erfüllen kann."

Im Tor vertraut Löw Stammkeeper Manuel Neuer, Tim Wiese und Ron-Robert Zieler. "Natürlich bin ich enttäuscht. Dennoch waren die Tage im Kreis der Nationalmannschaft für mich eine interessante Erfahrung", sagte der Gladbacher ter Stegen. Er war bei der 3:5-Niederlage gegen die Schweiz in Basel zu seinem Länderspieleinsatz gekommen. Auch Schalkes Mittelfeldspieler Draxler hatte am Samstag sein Debüt gegeben.

Ende der Nationalmannschaftskarriere für Cacau?

Für den Stuttgarter Angreifer Cacau kam das EM-Aus hingegen relativ überraschend. "Wie die jüngeren Spieler bin auch ich enttäuscht, aber ich fühle mich weiterhin als Teil der Mannschaft und wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie eine tolle EM spielt", sagte der Stürmer. Für den 31 Jahre alte Cacau bedeutet das EM-Aus im Gegensatz zu den drei ebenfalls nach Hause geschickten Talenten vermutlich auch das Ende der Nationalmannschafts-Karriere. Sein Traum von der WM 2014 in seinem Geburtsland Brasilien dürfte für den 23-maligen Nationalspieler ausgeträumt sein. "Es war mein großes Ziel, nach der WM in Südafrika auch bei der EM auflaufen zu dürfen. Von Anfang an war mir klar, dass der Konkurrenzkampf um die 23 Plätze sehr hart und eng sein wird", kommentierte Cacau. "Ich habe mein Bestes gegeben."

fw/DPA / DPA

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