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Kommentar

Taktik-Debatte Pro und Contra: Mehmet Scholl: Der nötige Stachel für den Trainerstab

Mehmet Scholl hat mit seiner Kritik an Jogi Löw das richtige Fass aufgemacht. Die Bilanz des DFB-Trainerteams ist beachtlich, aber es hat sich mehr als einmal vercoacht. Gut, dass es der ARD-Experte jetzt und in aller Deutlichkeit sagt.

Von Niels Kruse

Mehmet Scholl lächelnd

Mehmet Scholl hat zu Recht harte Kritik an Joachim Löws Aufstellung gegen Italien geübt

Am Ende lag Mehmet Scholl genauso richtig wie daneben. Im Viertelfinale gegen Italien hatte Jogi Löw sein eingespieltes Viererketten-Spielsystem auf eine Dreierkette umgestellt. Ziel war es, die gefürchteten Konter des Gegners zu unterbinden und der Plan ging auf: Die Italiener trafen nur mit Hilfe von Elfmetern, aber auch das nicht zur Genüge. Das DFB-Team steht also im Halbfinale, und doch meckert ARD-Experte Scholl an der Aufstellung herum: Jedesmal wenn das DFB-Elf an die Taktik des Gegners angepasst wurde (2008, 2010, 2012) ging die Sache daneben, so Scholl und wurde garstig: "Der Herr Siegenthaler (DFB-Chefscout, d. Red.) möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen. Ich weiß nicht, ob es nur Siegenthaler ist, aber Jogi Löw wacht nicht nachts auf und sagt: 'Jetzt hab ich's: Dreierkette, Dreierkette, Dreierkette'. Das hätte man heute auch anders lösen können."

Bierhoff rechtfertigt nur die Entscheidung

Es war nicht das erste Mal, dass sich der frühere Bayern-Spieler einen Sündenbock herauspickt und persönlich angeht: Das Urteil, das er bei der Europameisterschaft 2012 über Mario Gomez gefällt hat, ist mittlerweile legendär: "Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss." Damals wie heute: Große Empörung. Damals wie heute: Große Empörung nicht unbedingt über die Sache an sich, sondern über die Art und Weise, wie Scholl seine Kritik formuliert. Am Tag nach dem Elferkrimi trat Teammanager Oliver Bierhoff vor die Mikrofone und konnte seinen Ärger über Scholl nur unschwer verbergen: "Was uns unglaublich ärgert, und das kann nicht sein. Mehmet kennt unsere Abläufe nicht, er weiß nicht, wie Entscheidungen hier getroffen werden", sagte Bierhoff.

Natürlich erwartet niemand von Oliver Bierhoff, dass er seinen Trainerstab öffentlich in den Rücken fällt. Und so gesehen war es fast interessanter, was er nicht sagte: Etwas im Sinne von: 'Was will Mehmet eigentlich? Wir sind im Halbfinale. Wer siegt, hat Recht." So in der Art. Hat er aber nicht. Stattdessen: "Jogi ist ein Taktikfuchs. Er hat klare Vorstellungen über das, was er machen will. Er bespricht sich mit seinen Fachleuten. Viele Experten machen hier sehr gute Arbeit." Das ist die Rechtfertigung dafür, eine Entscheidung getroffen zu haben. Das ist nicht die Rechtfertigung dafür, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Am Ende hatte Löw auch Glück

Natürlich ist es wohlfeil, sich nach dem Spiel hinzustellen und hätte, wäre, wenn zu rufen. Niemand weiß, ob die Nationalmannschaft mit ihrem angestammten Spielsystem 4-2-3-1 die Italiener in Grund und Boden gerannt oder ihnen damit erst Recht Tür und Tor geöffnet hätten. Aber Boateng, Neuer und Co. hatten vor allem zu Beginn sichtbar Schwierigkeiten mit der Umstellung, es gab kaum Druck nach vorne, das Ergebnis der Umstellung war vor allem, den Gegner zu neutralisieren, das schier unendliche Elfmeterschießen die entsprechende Konsequenz. Dass es am Ende gereicht hat, war auch dem notwendigen Quäntchen Glück zu verdanken.

Doch Jogi Löw und sein Team sind keine Übermenschen, ihre Bilanz ist sehr beachtlich, aber Mehmet Scholl hat eben auch Recht, wenn er darauf hinweist, dass sich der Trainerstab in den entscheidenden Halbfinals und Endspielen öfter mal "vercoacht" hat. Was nur menschlich ist. Genauso menschlich, wie die harte Grätsche von Mehmet Scholl. Abgesehen davon: Die bei vielen anderen Experten und Kommentatoren üblichen windelweiche Kritiken bis zur Seligsprechung von Löw und seinen Kollegen ist nicht nur ermüdend, sie bringt im Zweifel auch niemanden nach vorne. Sollte Deutschland am 10. Juli den Pott in den Händen halten, werden Löw und Bierhoff nur noch milde über Herrn Scholl lächeln. Wenn nicht, soll niemand sagen, er habe von nichts gewusst.

Mehmet Scholl hat schlicht Unrecht, findet Tim Sohr

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(