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FC Bayern - Herbert Hainer zweifelt an PSG-Gebaren: "Werden wir uns ganz genau angucken"

ONLY GERMANY GFX Nasser Al Khelaifi Herbert Hainer
ONLY GERMANY GFX Nasser Al Khelaifi Herbert Hainer
© Getty Images / Imago Images
PSG hat in diesem Sommer auf dem Transfermarkt so richtig zugeschlagen. Für Bayern-Boss Herbert Hainer ist das nicht wirklich nachvollziehbar.

Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer kann nicht verstehen, wie der Einkaufsrausch von Paris Saint-Germain mit dem Financial Fairplay unter einen Hut zu bringen ist. "Ich versuche immer noch zu verstehen, wie das mit dem Financial Fairplay einhergeht. So wie PSG aktuell aufrüstet, werden wir uns schon ganz genau angucken, wie das mit den UEFA-Regeln zu vereinbaren ist. Wir halten uns daran, dann erwarten wir, dass andere Klubs das auch tun", sagte Hainer am Sonntag bei Bild Live.

PSG verpflichtete in diesem Sommer unter anderem Lionel Messi (FC Barcelona), Sergio Ramos (Real Madrid), Gianluigi Donnarumma (AC Milan), Achraf Hakimi (Inter Mailand) und Georginio Wijnaldum (FC Liverpool).

"Ich will Paris nicht zu schnell verurteilen, aber die Einkaufspolitik ist schon gewaltig", meinte Hainer dazu: "Es sind nicht die Ablösesummen, es sind die Gehälter. Wenn ich höre, dass Messi 40 Millionen netto verdient, sind das 80 Millionen brutto. Dazu Hakimi, Ramos, Donnarumma - da kommt schon einiges zusammen."

Hainer spricht über Haaland und Lewandowski

Der 67-Jährige bekräftigte einmal mehr, dass die Bayern in Sachen Neuzugängen nicht zwingend handeln müssten und ohnehin nur im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen auf dem Tranfermarkt aktiv werden würden.

"Wir haben durch Corona wie alle anderen Vereine gelitten. Wir haben 150 Millionen Euro weniger an Einnahmen, das verkraftet auch der FC Bayern nicht so einfach. Man muss sich keine Sorgen machen, aber wir müssen den Klub ja sportlich und finanziell für die Zukunft absichern. Wir haben einen exzellenten Kader. Natürlich beobachtet Hasan Salihamidzic den Markt genau. Wenn etwas am Markt ist, das zum FC Bayern passt und in einem gewissen finanziellen Rahmen ist, werden wir uns darum bemühen. Aber wir haben keinen akuten Bedarf", so der Nachfolger von Uli Hoeneß.

Zuletzt wurde unter anderem immer wieder darüber spekuliert, dass Dortmunds Superstar Erling Haaland irgenwann die Nachfolge von Robert Lewandowski in München antreten könnte.

"Wir haben den weltbesten Stürmer in unseren Reihen: Weltfußballer Robert Lewandowski. Der ist eine Tor-Garantie. Er ist noch zwei Jahre bei uns und hoffentlich noch länger. Erling Haaland ist ein hervorragender Spieler, das sieht man immer. Aber wir sind mit Robert sehr happy. Ich könnte mir gut vorstellen, den Vertrag mit ihm zu verlängern, aber das ist noch zu früh", sagte Hainer dazu.

Hainer über Berater: "Gibt versteckte Fouls"

Derweil ist sich Hainer sicher, dass die offizielle Verkündung der Vertragsverlängerungen von Joshua Kimmich und Leon Goretzka nur eine Frage der Zeit ist.

"Ich wüsste nicht, warum Joshua Kimmich nicht bei uns verlängern sollte. Er fühlt sich sehr wohl, ist ein Leistungsträger. Ich gehe davon aus, dass das zeitnah passieren wird. Auch bei Leon Goretzka wüsste ich nicht, warum er nicht bleiben sollte. Wir bezahlen die Spieler gut, wir stellen eine Mannschaft, die Titel gewinnen kann. Sie können hier eine Ära prägen", sagte der Bayer.

Unabhängig von Kimmich und Goretzka sprach Hainer auch darüber, wie er zum Gebaren mancher Berater steht. "Es ist der Job der Berater, das Beste für die Spieler rauszuholen. Das sehe ich ganz sportlich. Natürlich wird da mal über die Medien gearbeitet und es gibt mal das eine oder andere versteckte Foul. Aber damit muss man leben können. Man darf das nicht immer nur auf die Berater schieben. Letztendlich hat der Spieler den Berater beschäftigt. Der Berater wird das machen, was der Spieler will", so Hainer.

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