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DFB-Team in der Einzelkritik: Defensiv eine Katastrophe, zwei Bankdrücker überzeugen

Der Weltmeister kommt weiter nicht in Tritt. Im Testspiel gegen Australien erzwang die Nationalmannschaft mit viel Mühe ein Unentschieden. Zwei Problemfälle kamen von der Bank und retteten das Remis.

Andre Schürrle und Lukas Podolski sorgten mit ihren Aktionen immerhin noch für den 2:2-Ausgleich gegen Australien

Andre Schürrle und Lukas Podolski sorgten mit ihren Aktionen immerhin noch für den 2:2-Ausgleich gegen Australien

Der von den Fans gefeierte Lukas Podolski hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor einem Fehlstart ins Länderspieljahr bewahrt. Ohne etliche geschonte Weltmeister kam die DFB-Auswahl dank des Treffers des schon lange formschwachen Italien-Legionärs in der 81. Minute zu einem 2:2 (1:1) gegen Asienmeister Australien. Vor dem 48. Länderspieltor von Podolski erwies sich am Mittwochabend in Kaiserslautern vor allem die Abwehr als große Baustelle. "Im ganzen Spiel haben wir in der Defensive nicht den Zugriff bekommen", sagte Bundestrainer Joachim Löw.

Die Spieler in der Einzelkritik:

Zieler: Sein zweites Spiel nacheinander. Stark gegen Jedinak (28.). Beim Freistoß-Tor unglücklich. Nach den Gegentoren wackelte auch er.

Mustafi:

Gleich Rettungsgrätsche, aber katastrophale Pässe. Wie bei der WM keine Lösung als rechter Abwehrmann. In der Mitte besser.

Höwedes:

Srogte für den emotionalen Höhepunkt, als er der Opfer in seiner Heimatstadt Haltern gedachte. Hatte auf dem Platz als Chef Probleme, die Dreierkette zu sortieren. Gegen Leckie fehlte ihm Schnelligkeit. Offensiv wollte er es noch zwingen.

Badstuber:

Ein paar Stockfehler beim soliden Comeback. Aufmerksam und mit gutem Stellungsspiel. Noch der stabilste im Dreier-Verbund.

Khedira:

Kam schwer ins Spiel, biss sich rein. Bereitete energisch das 1:0 vor. Nach einer Stunde ausgewechselt.

Bellarabi:

Zunächst nicht seine Position von weiter hinten, vernachlässigte seine Defensiv-Aufgabe. Später offensiver besser.

Özil:

Das Spiel lief an ihm wieder einmal vorbei. Der Arsenal-Star zündete nicht. Schwacher Pass verdarb große Konterchance (27.).

Gündogan:

Gleich gut im Spiel nach 19 Monaten DFB-Pause. Antreiber, Ballverteiler. Der Dortmunder ist auf gutem Weg, baute dann ab.

Hector:

Erstmals Startspieler. Beim australischen Ausgleich kam er zu spät. Nach der Pause in der Viererkette fühlte er sich wohler.

Götze:

Eine halbe Stunde kombinierte er gut, ging in die Räume. Der eigene Abschluss fehlte dem Münchner. Tauchte immer mehr ab.

Reus:

Nicht nur durch sein 9. DFB-Tor auffällig, auf das er zwei Jahre wartete. Nahm das Geschenk zum zweiten Treffer nicht an (23.).

Rudy:

Kam nach der Pause. Sein Fehler ermöglichte Troisi gleich eine große Chance. Eine Empfehlung war sein sechster Einsatz nicht.

Schürrle:

Startete als Einwechsler mit einem katastrophalen Fehlpass. Auch im Löw-Team noch nicht topfit, bereitete aber das 2:2 vor.

feh/DPA / DPA

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