HOME

Schwerer Sturz: Große Betroffenheit nach Unfall von Rad-Star Kristina Vogel

Bei einem Training in Cottbus kollidierte Rad-Star Kristina Vogel mit einem anderen Sportler. Freunde und Kollegen reagieren geschockt und fassungslos auf den tragischen Unfall. Der Bund Deutscher Radfahrer hat eine schwere Verletzung bestätigt.

Kristina Vogel

Erst im März gewann Kristina Vogel die Goldmedaille bei den UCI Track Cycling World Championships

AFP

Nach dem tragischen Trainingsunfall von Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel sind Freunde und Kollegen tief betroffen. Vogels langjährige Teamkollegin Miriam Welte reagierte "geschockt und fassungslos". Sie sei "in Gedanken bei ihr" und hoffe, dass alles gut verlaufe, sagte die Olympiasiegerin aus Kaiserslautern. "Wir müssen abwarten, was passiert", sagte Welte der Deutschen Presse-Agentur.

Wie ein Sprecher des Berliner Unfallkrankenhauses in Berlin-Marzahn bestätigte, wurde Vogel in der Nacht mehrere Stunden lang operiert. Zum Gesundheitszustand der schwer an der Wirbelsäule verletzten Erfurterin konnte er aber keine Angaben machen.

Welte, die 2012 bei den Spielen in London zusammen mit Vogel Gold im Teamsprint gewann, hatte am Dienstagnachmittag von dem Trainings-Unglück auf der Bahn in Cottbus erfahren. "Ich habe ihrem Lebensgefährten Michael Seidenbecher geschrieben, dass ich an sie denke", berichtete die 31-Jährige und fügte hinzu: "Kristina ist eine absolute Kämpferin und ein positiver Mensch, sie ist schon einmal nach einem schweren Unfall zurückgekommen."

Erneut ein schwerer Unfall für Kristina Vogel

Am 20. Mai 2009 hatte ein Zivilfahrzeug der Polizei der damals 18-jährigen Vogel die Vorfahrt genommen und sie vom Rad gerammt. Sie erlitt schwere Verletzungen und lag zwei Tage im Koma. Anschließend bangte die Thüringerin um ihre Karriere. Mit dem Schmerzensgeld von 100.000 Euro, das ihr vom Landgericht Erfurt zugesprochen wurde, baute sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten ein Eigenheim.

Nach ihrem Olympia-Erfolg von London hatte Vogel auch vier Jahre später bei Olympia für Aussehen gesorgt, als im Finale des Sprint-Rennes von Rio de Janeiro ihr Rad-Sattel brach und sie dennoch als Erste die Ziellinie überfuhr.

Am Dienstag hatte die 27-Jährige zusammen mit der vierfachen Junioren-Weltmeisterin Pauline Grabosch in Cottbus trainiert. Als Grabosch von der Bahn fuhr, beschleunigte Vogel und war dann mit einem anderen Sportler kollidiert, der plötzlich auf die Bahn gefahren war.

Ein Freund sprang als Ersthelfer ein 

Betroffen reagierte der Sportliche Leiter ihres Teams Erdgas.2012, für das die elffache Weltmeisterin seit 2013 fährt. "Ich bin wie alle geschockt über diese schreckliche Nachricht. Wir können nur hoffen, dass es nicht so schlimm ist, wie es nach Auskunft der Sportler, die dabei waren, ausgesehen hat", sagte der siebenmalige Bahnrad-Weltmeister Michael Hübner der Chemnitzer "Freien Presse".

"Kristina hat vor allem immer ihr großes Kämpferherz ausgezeichnet. Diese Kämpfernatur wird sie auf dem vor ihr liegenden Weg mehr denn je gebrauchen", erklärte Erdgas-Präsident Daniel Rekowski.

Weltmeister Maximilian Levy aus Cottbus, der am Mittwoch seinen 31. Geburtstag feierte, war als einer der Ersthelfer an der Unfallstelle. "Ein ganz trauriger Tag, den wir heute überstehen mussten. Als Freund das zu erleben, ist qualvoller als jedes eigenes Leiden. Bitte habt Verständnis, dass ich nicht zum Geburtstagsplausch aufgelegt war und seht von weiteren Nachfragen zum Gesundheitszustand und dem Ablauf des Unfalls ab", schrieb er bei Facebook.

Verband bestätigt schwere Wirbelsäulenverletzung

Der RSC Cottbus entschied, dass der 28. Große Preis von Deutschland im Sprint wie geplant am Freitag und Samstag auf der Radrennbahn Cottbus stattfindet. "Wir haben mit dem Bundestrainer beraten und entschieden, die Veranstaltung auszurichteten", sagte RSC-Geschäftsführer Axel Viertler der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bund Deutscher Radfahrer konnte zum Verlauf der Operation von Kristina Vogel im Berliner Unfallkrankenhaus von Marzahn noch keine Informationen geben. "Wir haben bisher kein Update bekommen, werden aber in Absprache mit der Familie weiter über Kristinas Zustand informieren", sagte Sportdirektor Patrick Moster. Der Verband hatte zuvor schwere Wirbelsäulenverletzungen bei Vogel bestätigt.

sve / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.