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"Die Höhle der Löwen": Diese Gründer dürfen sich über Geld der Investoren freuen

In "Die Höhle der Löwen" buhlten erneut sechs Start-ups um Deals mit der Jury: frooggies, Lizza, Mach Dich Bunt, My Beauty Light, VOCIER und WeCharge. Wer von ihnen und mit welcher Idee die Löwen überzeugen konnte, erfahren Sie hier.

Die Höhle der Löwen: Das Start-up "Mach Dich Bunt"

"Mach Dich Bunt"-Gründer Alexander Gomer präsentiert in "Die Höhle der Löwen" der Jury sein Produkt - am Ende jedoch ohne Erfolg 

In der sechsten Folge von "Die Höhle der Löwen" kämpften erneut sechs Gründer um ein Investment der finanzkräftigen Löwen. Wir fassen zusammen, welche Start-Ups die Jury um Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer mit welcher Idee überzeugen konnten.

Sie haben die bisherigen Folgen der Gründershow auf Vox verpasst? Alle Infos zu der TV-Sendung finden Sie zudem im "Die Höhle der Löwen"-Kompakt.

frooggies: Vitaminbombe in Pulverform

Frische Früchte sind - egal ob im Müsli oder neuerdings in Smoothies verarbeitet - gesund und lecker. Ein Nachteil der Vitaminbomben: Je nach Fruchtsorte verderben sie meist sehr schnell. Philippe Nissl, 32, Sarah Nissl-Elkuch, 32, und Patrick Elkuch, 33, aus Liechtenstein wollten sich damit nicht abfinden und versuchten, der kurzen Lebensdauer ein Schnippchen zu schlagen. Ihre Lösung: gefriergetrocknete Früchte in Pulverform, die sie seitdem unter dem Label "frooggies" vertreiben. Die unbehandelte Frischware wird ohne Zucker, Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe gemahlen. Durch diese Herstellung sollen Farbe, Vitamine und Aromen der Früchte erhalten bleiben, um sie dann - ohne das sonst übliche Schnippeln vorab und die Restabfälle danach - zeitsparend in die tägliche Ernährung einzubauen. Online kann das in Deutschland hergestellte Pulver bereits seit Mitte April 2015 erworben werden. Doch schlagen auch die "Löwen" zu? Das "frooggies"-Team will 40.000 Euro für 10 Prozent Unternehmensanteile, so das Angebot.

Jochen Schweizer schlägt zu, fordert aber obendrauf, mit 15 Prozent am verkauften Pulver beteiligt zu werden. Die Gründer sind aus dem Häuschen - sie hatten eine höhere Beteiligung erwartet. Der Deal ist besiegelt.

Lizza: Superfood-Pizza in "Die Höhle der Löwen"

Eine kleine Revolution des Pizza-Marktes - zumindest den Teig betreffend - streben Marc Schlegel, 29, und Matthias Kramer, 31, an. Die beiden Gründer aus Frankfurt haben laut eigener Auskunft mit ihrer Low-carb-Pizza "Lizza" eine glutenfreie, kohlenhydratarme und proteinreiche Alternative zum konventionellen Teig erfunden, die ohne Weizen auskommt und stattdessen aus Lein- und Chiasamen gefertigt wird. Nach ersten Verkaufstests mit einem Foodtruck sahen sich Schlegl und Kramer bestärkt, ihre Idee weiterzuverfolgen und voranzutreiben. Rund 100.000 Euro haben sie seitdem in "Lizza" gesteckt. Der Lohn: Inzwischen gehen im eigenen Onlineshop täglich bis zu 50 Bestellungen ein. Damit wollen sich die Gründer aber nicht zufrieden gehen. Ihr Ziel: auch den Einzelhandel erobern. Dafür ist aber dringend neues Kapital nötig und ein Partner, der das passende Know-how mitbringt. Die Gründer bieten den Juroren 10 Prozent ihrer Firmenanteile, im Gegenzug fordern sie 150.000 Euro.

Maschmeyer und Thelen sehen in Lizza großes Potenzial. Die beiden machen ein Angebot und fordern 30 Prozent für 150.000 Euro. Das ist den Gründern zu viel - und das Geschacher geht los. Bei 25 Prozent einigen sich Investoren und Gründer.


Mach Dich Bunt: Holi-Farben für die Privatparty

"Mit meinen Produkten möchte ich die Welt ein wenig bunter machen”, gibt Alexander Gomer, 27, aus Fürstenau das Ziel aus. Der gelernte Speditionskaufmann ist Fan der sogenannten Holi-Festivals, die ihren Ursprung im Hinduismus haben und sich mittlerweile auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreuen. Genau da wollte "Mach Dich Bunt" ansetzen. Inzwischen verkauft Gomer in seinem Onlineshop sechs verschiedene Holi-Pulverfarben, die er im Vergleich zum Original jedoch alternativ produziert. So soll sein "Ko(r)nfetti" biologisch abbaubar, wasserlöslich und dank der Verwendung von Lebensmittelfarbe nicht abfärbend sein. Vorteil des aus Maisstärke bestehenden und in Tüten oder Kissen vertriebenen Produkts: Es darf auch in geschlossenen Räumen verwendet werden. Um sein Unternehmen auf die nächste Stufe heben zu können, hofft Gomer nun auf frisches Kapital. Sein Angebot: Für 100.000 Euro würde der Gründer 10 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. 

Mit seinen Produkten versetzt Gründer Gomer die Juroren zwar kurzfristig in einen Farbrausch, zu einem Investment kann er sie jedoch nicht bewegen. Kein Deal.

Aus "Die Höhle der Löwen": Glasello im Test: Braucht man den Desinfektionsstick?
Glasello im Test

Glasello ist ein Desinfektionsstift für Gläser und Besteck. Dass die Gründer auf so eine Idee kamen, ist wenig überraschend, denn "José ist ein Herpespatient, Stevan ein angehauchter Hypochonder", berichten die Gründer dem stern. Auf dem Oktoberfest hatten sie gesehen, dass viele Gäste mit Taschentüchern ihre Gläser reinigten - das hilft aber ziemlich wenig gegen Viren und Bakterien.


My Beauty Light: Nie wieder Schmink-Fehler?

Frauen kennen dieses Problem vermutlich bestens: Schmink-Fehler. Sieht im eigenen Bad noch alles perfekt aus, werden im Tageslicht plötzlich ungewollte Flecken zum Vorschein. Schuld daran ist in den Augen von Gründerin Susi Armonies, 31, aus Kassel in den meisten Fällen zu dunkles, ungleichmäßiges und farbverfälschendes Licht. Mit ihren LED-Leuchten "My Beauty Light" will sie genau das Problem lösen. Mit Saugnapfhalterungen werden diese am Spiegel befestigt und sollen so Tageslicht simulieren, das Farben möglichst unverfälscht wiedergibt. "My Beauty Light" richtet sich sowohl an den Privatnutzer als auch an professionelle Make-up-Artisten und Stylisten. Seit 2015 können die Schminkleuchten bereits online erworben werden. Der angestrebte Deal Armonies' in "Die Höhle der Löwen": 80.000 Euro für 15 Prozent des Unternehmens.

Vom Nutzwert ihrer Erfindung kann Armonies die Löwen schnell überzeugen. Ihr Angebot ist Williams und Dümmel aber nicht genug: Sie wollen zusammen 40 Prozent der Firmenanteile, bieten dafür aber auch 150.000 Euro. Nach kurzem Zögern greift die Gründerin zu.

VOCIER: Besonders robuste Gepäckstücke

Die beiden ehemaligen Investmentbanker Michael Kogelnik, 29, aus Wien und Vinzent Wuttke, 28, aus Düsseldorf wollen mit ihrem Gepäcklabel "VOCIER" verknitterten Anzügen und Hemden den Kampf ansagen. Dafür setzen die Gründer bei ihren patentierten Produkten unter anderem auf besonders feste Materialien aus dem Autobau sowie italienisches Leder. Zum Kundenkreis des 2012 nach mehreren Jahren Entwicklung gegründeten Unternehmens gehören heute vor allem Geschäftsmänner aus Asien, USA und Europa. Um auch die weiblichen Geschäftsreisenden für sich zu gewinnen, möchten die Gründer künftig eine spezielle Edition - unter anderem Taschen - für Frauen entwickeln. Doch dafür benötigt VOCIER Kapital. Für 250.000 Euro bieten Kogelnik und Wuttke fünf Prozent ihres Unternehmens an. Ob einer der "Löwen" auf den Deal eingehen wird?

Dümmel will für die geforderte Summe 15 Prozent der Unternehmensanteile. "Viel zu viel", finden die Gründer. Sie würden sich für die Summe höchstens von 6,5 Prozent trennen. Das findet Dümmel zu geizig - Vocier geht ohne Deal nach Hause.

WeCharge: Ladestation für daheim

Mobilität via Elektrizität ist zunehmend auf dem Vormarsch. Doch eine öffentliche Ladestation für ein Elektroauto zu finden kann mancherorts problematisch sein. Andreas Fesl, 40, will deshalb auch private Haushalte damit ausstatten. Via App lässt sich diese mit dem Smart Phone steuern und auch der Verbrauch soll sich so abrechnen lassen. Fesls Idee hat seinen Preis: Für 30 Prozent seiner Firmenanteile möchte der Gründer drei Millionen Euro von den "Löwen” - die höchste Summe, die bisher in "Die Höhle der Löwen” gefordert wurde. Fesl selbst hat sich für sein Projekt sechs Monate Zeit gegeben, um es aufzustellen und finanzieren zu können. Andernfalls wolle er seine Idee wieder verwerfen, so der 40-Jährige. Ob die Juroren Fesl unterstützen werden? Oder ist das Ende von "WeCharge” schon heute Abend besiegelt?

Die Löwen ziehen schnell den Stecker: zu wenig Ahnung von der Materie, zu wackeliges Geschäftsmodell - und ein Gründer, der bereits Firmen versenkt hat. Der größte DHDL-Deal aller Zeiten kommt nicht zustande.

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