. .
Autokauf - Kaufberatung
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. November 2007, 11:31 Uhr

Der große Sprit-Schwindel

Prospektangaben haben mit der Realität nichts zu tun, das berichtete stern.de vor einigen Tagen. Jetzt legt die Autobild in einem großen Test nach. Das Ergebnis: Den größten Mehrdurst entwickeln Hybridfahrzeuge. Der Lexus RX 400h etwa genehmigte sich fast 50 Prozent mehr. Von Axel F. Busse

Wer den Herstellerangaben vertraut, erlebt an der Tankstelle eine böse Überraschung© Ferdinand Ostrop/AP

Der Rohölpreis schleicht sich an die 100-Dollar-Marke, Diesel ist so teuer wie nie. Der Bahnstreik scheint direkt auf die Preistafel an der Tankstelle zu wirken und der Spritverbrauch des eigenen Autos liegt 20 Prozent über der Herstellerangabe. Da leidet der Fahrspaß gewaltig. Nun enthüllt die Autobild, was stern.de schon vor eine Tagen berichtete: Verbrauchswerte in den Hochglanzprospekten der Hersteller haben mit dem tatsächlichen Spritkonsum des Fahrzeugs nichts zu tun. Wer es schafft, das angegebene Verbrauchsmittel um weniger als 10 Prozent zu überschreiten, hat sich entweder eine vorbildliche Fahrweise angeeignet, oder bewegt seinen Wagen nur am Pfingstsonntag um fünf mit konstant 90 km/h über die A20 zwischen Pasewalk und Prenzlau.

Verfahren ist gesetzlich geregelt

Dabei ist es weder Heimtücke noch Vorspiegelung falscher Tatsachen, was die Autoproduzenten veranlasst, praxisferne Werte in ihre Verbrauchsangaben hinein zu schreiben. Der Spritkonsum wird nach einem gesetzlich reglementierten Verfahren ermittelt, das jeder Autofahrer für sein privates Fahrzeug beim TÜV nachvollziehen lassen kann. Nur: Die Versuchsanordnung kostet rund 3000 Euro. Zu viel, wenn sich am Ende damit gar nicht nachweisen lässt, dass der Hersteller falsche Verbrauchsangaben gemacht hat.

Denn: Das normierte Testverfahren hat vor allem eines zum Ziel – Vergleichbarkeit zu schaffen. Ob der ermittelte Verbrauchswert vom Kunden in der Fahrpraxis erzielt werden kann, scheint eher zweitrangig. Kein neues Auto, dessen Verbrauchsermittlung bevorstand, hat je eine Straße gesehen. Der so genannte EU-Normzyklus wird auf einem Rollenprüfstand gefahren, dauert nicht einmal 20 Minuten und simuliert mittels festgelegter Beschleunigungs-, Brems- und Standphasen die Fahrt durch Stadtverkehr oder über Land.

Die Haube steht offen, ein Ventilator bläst künstlichen Fahrtwind gegen die Front. Das Gasgeben und Bremsen besorgen häufig Roboter und Witterungsbedingungen – die sich bekanntlich ebenfalls auf den Verbrauch auswirken können – sind in der Abgeschlossenheit des Labors gänzlich ausgeschlossen. "Was die Industrie macht", sagt Auto-Experte Prof. Ferdinand Dudenhöffer, "ist nicht unrechtmäßig, aber verständlich". Die Fahrzeuge würden „unter idealisierten Bedingungen“ getestet und so kämen die praxisfernen Werte in die Prospekte.

Dass Geländewagen von AMG richtig zulangen, wundert nicht, aber dass dieser Hybrid-Lexus so viel mehr schluckt, schon© Hersteller

Am Ende der exakt 1180 Sekunden dauernden Test-Prozedur wird nicht einmal im Tank nachgeschaut, wie viel nachgefüllt werden muss. Statt dessen wird auf der Grundlage der von hoch empfindlichen Sensoren gemessenen Abgaswerte errechnet, wie viel Kraftstoff das Fahrzeug auf einem tatsächlichen 100-Kilometer-Trip wohl verbrauchen würde.

Kleine Tricks

Hinzu kommt, dass es außerhalb des normierten Testablaufs für die Automobilbauer einen Gestaltungsspielraum gibt, den zu erwartenden Konsum ihres Fahrzeugs zu beeinflussen. Erhöhter Luftdruck zum Beispiel sorgt für weniger Rollwiderstand der Reifen – und folglich weniger Verbrauch. Spezielle Reifenprofile können den gleichen Effekt haben. Leichtlauföle, die für den Alltagsverkehr völlig untauglich wären, können die Reibung innerhalb von Motor und Getriebe so verringern, dass es sich ebenfalls positiv auf Verbrauch und Emissionen auswirkt. Selbst die Abstimmung der Übersetzung ist dazu geeignet, die Messwerte zu beeinflussen. Zwar ist das getestete Auto, wie gesetzlich gefordert, ein Serienfahrzeug, dennoch so optimiert, dass es den geringsten technisch erreichbaren Verbrauch zeigt.

So kommt es, dass Abweichungen von mehr als 50 Prozent zwischen Normwert und Praxistest gemessen werden. Auf einer 160 Kilometer langen Teststrecke mit Stadt-, Landstraßen und Autobahnanteil hat "AutoBild" zum Beispiel für den Mercedes G 55 AMG einen Praxisverbrauch von 24,3 Litern ermittelt – der Hersteller gibt 15,9 Liter als Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer an.

Der Hybrid-Schock

Großen Abweichungen zeigen nicht nur 500-PS-Boliden wie der Mercedes. Der KIA C'eed 1.4 (109 PS) schnitt mit 31 Prozent Abweichung nicht viel besser ab. Statt angegebener 6,1 Liter wurde ein Durchschnitt von 8 Litern gemessen. Die angeblich so sparsamen Diesel kommen bei dieser Auswertung auch nicht immer gut weg. Der Focus C-Max 1.6 TDCi wurde mit 6,7 (statt 4,9) Litern gemessen. Das sind 37 Prozent zuviel.

Noch bestens in Erinnerung ist die Empfehlung der Grünen-Politikerin Renate Künast, Hybrid-Autos von Toyota oder Lexus zu kaufen, da diese Fabrikate umweltpolitisch weitgehend unbedenklich seien. Der "AutoBild"-Test vermittelt einen anderen Eindruck: Der Toyota Prius wich auf der Teststrecke um 39,5 Prozent vom Normwert ab (sechs Liter statt 4,3), der Lexus RX 400 h gar um 48 Prozent (zwölf Liter statt 8,1). Für das interessanteste Ergebnis hält Bernd Wieland, Chefredakteur der Autobild, dann auch "das sensationell schlechte Abschneiden der Hybrid-Fahrzeuge. Unsere Ergebnisse belegen, dass Hybrid-Fahrzeuge ihre Vorteile nur in der City mit sehr vielen Stop-and-Go-Vorgängen ausspielen können." Insofern dient der Test auch der Ehrenrettung der deutschen Hersteller, die eher auf die Entwicklung von verbrauchsarmen Dieselmotoren gesetzt haben und dafür von Politkern massiv angegriffen wurden. Bernd Wieland: "Unsere Tests zeigen deutlich, dass die Abweichung der Diesel bei praxisnahen Betrieb sehr viel geringer ist als bei Hybriden." Ein Status als Öko-Autos lässt sich für diese beiden Kandidaten also in der Praxis nicht belegen, wohl aber die technische Kompetenz der Toyota-Ingenieure, ihre Autos optimal für den EU-Normzyklus einstellen zu können. Bei Toyota und Lexus betrachtet man die Ergebnisse naturgemäß etwas anders. Peter Wandt, Manager Advanced Technologies Toyota Deutschland GmbH sagte zu stern.de : "Der Hybridantrieb reagiert stärker als reine Verbrennungsmotoren auf die individuelle Fahrweise des Nutzers." Anders, als meist vermutet, solle man in der Beschleunigungsphase kräftig Gas geben, damit die Energie komplett aus dem drehmomentstärkeren Elektromotor komme. "Zögerliches Gasgeben erhöht den Verbrennungsanteil an der aufgewendeten Energie und treibt den Spritverbrauch nach oben." Wandt weist darauf hin, dass der eingebaute Verbrauchsmonitor in den Toyota-Hybridfahrzeugen den Nutzern helfe, optimal zu fahren. Die Kritik am EU-Verfahren ist auch für Toyota verständlich. "Für unsere interne Verbrauchsermittlung orientieren wir uns auch an dem ADAC-Ecotest-Verfahren, das deutlich lebensnäher ist, als das gesetzlich vorgeschriebene EU-Verfahren," sagt Peter Wandt.

Mehr Realitätssinn

"Die Hersteller täten gut daran", sagt Ferdinand Dudenhöffer, "Test zu machen, die sich mehr an der Realität orientieren". Die gegenwärtige Debatte beschädige aber nicht nur die Firmen, die in Verdacht gerieten, mit falschen Zahlen zu operieren, sondern auch die EU, die schließlich den Norm-Zyklus zum verbindlichen Standard gemacht habe, an dem sich alle orientieren müssen. Seine Empfehlung: Es müsse eine gemeinsame Initiative von Herstellern und Behörden geben, neue Messverfahren zu entwickeln, die dem Kunden ein realistisches Bild von den den Eigenschaften seines Autos vermitteln.

Künasts Parteifreund Fritz Kuhn scheint begriffen zu haben, worum es geht: Seiner Überzeugung nach "sollten endlich neue Tests mit realitätsnahen Fahrzyklen entwickelt werden". Ob allerdings die Industrie mithilft, Verfahren zu entwickeln, die ihren Produkten höhere Verbräuche bescheinigen, als die jetzigen Tests, darf bezweifelt werden.

Abstimmung

Was sagen Sie zum schlechten Abschneiden der Hybrid-Fahrzeuge?

Abstimmen Ergebnis anzeigen
Von Axel F. Busse
 
 
KOMMENTARE (10 von 25)
 
GGGGGG (05.11.2007, 15:00 Uhr)
Probefahrten mit Hybrid
Hallo Leute,
ich habe drei Probefahrten mit Hybridfahrzeugen gemacht.
Benzinverbräuche laut Bordcomputer:
Honda Civic IMA (Modell 2005): 4,8 Liter
Honda Civic hybrid (Modell 2006): 6,0 Liter
Toyota Prius 2 (Modell 2005): 4,3 Liter
Der Honda Civic hybrid hat mich vom Verbrauch her echt entäuscht, zumal ich auch dieses Fahrzeug "hybridkonform" (Schiebebetrieb, wo möglich und ausnutzen des Elektropuffers) gefahren bin. Der Prius ist überzeugender. Mal sehen wie der Prius 3 wird (2009 in Deutschland): Angeblicher Verbrauch nur 3,4 Liter Super. Am besten wird vielleicht die Dieselhybridkombination von Citreon oder VW. Aber da müssen wir wohl wegen technischer Probleme noch bis 2010 warten.
Alle gefahrenen Hybridfahrzeuge waren vom Fahrgefühl und Komfort her sehr gut.
spiderman60 (05.11.2007, 13:47 Uhr)
Selbst Schuld
Ich weiss gar nicht, warum sich hier jeder aufregt. Einfach ein paar Wochen nicht mehr bei Shell und Aral tanken (Marktführer) und schon haben wir wieder ein ganz anderes Preisniveau. In Kanada wurde dies übrigens schon praktiziert, mit dem Ergebnis, dass der Preis um über 30 Cent sank. Hier in Deutschland wird aber nur gemeckert. Getan wird nichts.Alle zusammen halten heißt das Motto. Wenn das Bier auf € 4 oder mehr erhöht würde, wären schon längst alle auf der Straße (Bierkrieg in Frankfurt). Das ist unglaublich. Jeden morgen stehen hundertausende dummer deutsche Hansels auf, schalten das Radio oder den Fernseher an und stöhnen:" Wenn die das sagen wird es schon stimmen". Die ganze Welt lacht mittlerweile über uns.
Spritsparer (04.11.2007, 21:43 Uhr)
Vor zehn Jahren schon 5.7 Liter Belifrei unter Realbedingungen
Bescheiden,was die Autoindustrie zustande bringt. Mein Skoda Favorit BJ 1994 hatte fünf Plätze, einen Leichtmetallmotor mit Graugusslaufbuchsen und Kurbelwelle mit Harmetall-Lagerschalen, eine Kette (d.h. kein kostspieliger Zahnriemenwechsel alle X km) und begnügte sich im Schnitt bei Realbetreib mit 5.7 Liter bleifrei normal. Schade das er etwas rostanfällig war, sonst würde ich den so wie damals für bescheidenen 11000 CHF wieder kaufen, aber den gibt es leider nicht mehr.
Eigentlich erstaunlich das aus dem Ostblockmotor mit etwas GM Einspritztechnik und einem Helfershelfer von VW so was schottisch-schäwbisch sparsames geworden war.
Leider finde ich heute keinen Kleinwagen mehr der 850 kg leicht ist, einen Leichtmetallmotor mit Kette hat, fünf Plaätze und unter 5,7 Litern real verbraucht. Schade, denn es gäbe mit Aluminium, Titan, Carbon und Baumwolle mit Kunstharz wie beim Trabant einige Möglichkeiten, die Tonnenschweren Fahrzeuge bei gleicher Sicherheit leichter zu machen. Betreffend Trabant wurden die Crashversuche ja bekanntlich getürkt, der war härter im nehmen als es der Westen wahrhaben wollte. Peinlich, sehr peinlich...

Nostradamus (04.11.2007, 17:04 Uhr)
Warum Hybrdifahrzeuge Umnweltsäue sind
Es gibt noch einen Grund warum Hybridfahrzeuge mit hoher Wahrscheinlichkeit eher Umweltsäue sind:
Die Komplexität er Technologie!
Autos aus den 80'iger Jahren sind leicht zu reparierende Low Tech Autos mit wenig Technik aber dennoch sparsam.
Ein Hybridauto wie der Prius wird mit zunehmendem Alter extreme Macken aufweisen. Diejenigen, die sich so ein Fahrzeug als Neuwagen gönnen, um ihre grüne Seele zu befriedigen, mögen sich den Anschaffungspreis leisten können aber, derjenige, der so ein Auto nach 6-7 Jahren erwirbt, der wird kein Geld mehr ausgeben um diese Technik am Leben zu erhalten sondern nur die Fahrfähigkeit.
Nach Ablauf der Garantie wird dann ein Hybridauto daher zur Umweltsau, weil die technische Innovation, die das Auto ausmacht dann als nutzloser Ballast mitfahren dürfte und dann höheren Spritverbrauch verursacht als nötig.
Ich sage zu der Hybridtechnik daher: Interessanter Gedanke der aber in letzter Konsequenz unausgereift ist.
Fox59Fire (04.11.2007, 05:43 Uhr)
@Matthias79
"Man kann vergleichen und den tatsächlichen Verbrauch bei der eigenen Fahrweise doch schnell auf einer Probefahrt beim Händler ermitteln." (Zitat)
.
Mein lieber Matthias, wie du vielleicht weißt, ist der Verbrauch pro 100 km nur bei einem anfangs vollständig gefüllten Tank zu ermitteln. Bei sämtlichen meiner Probefahrten in den letzten Jahren ging nach wenigen Kilometern das kleine Lämpchen an, das die Reserve einläutet. Jedes Mal fragte ich den Verkäufer vor der Abfahrt, ob für die Stunde Probefahrt auch ausreichend Benzin (oder Diesel) im Tank sei und die Antworten lauteten sinngemäß: "Aber klar, damit kommen Sie einmal durch halb Deutschland und wieder zurück!" Hätte ich annehmen können, dass sich Deutschland auf die Insel Sylt beschränkt, dann wäre mir wohler zumute gewesen. Um Probefahrten ohne Stress und Angst, unterwegs stehen bleiben zu müssen, machen zu können, blieb mir nichts anderes übrig, als annähernd jedes Mal umgehend die nächste Tankstelle aufzusuchen. Nicht alle Verkäufer waren so souverän, die Vorlage meiner Tankquittung mit einer Entschuldigung und der Kostenbegleichung zu beantworten. Mit einigen geriet ich sogar aneinander, weil diese der Meinung waren, Tanken wäre aufgrund des "mindestens halbvollen Tanks" nicht nötig gewesen. Einer besaß sogar die Frechheit, mir zu unterstellen, ich hätte wohl Sprit abgezapft! Sein Chef hat sich eine halbe Stunde später nicht sonderlich über eine solchartige Unterstellung seines Verkäufers gefreut.
.
Was ich damit sagen will: Es ist - entgegen deiner Aussage, Matthias - eben leider in aller Regel nicht möglich, zumindest den ungefähren Verbrauch während der Probefahrt zu ermitteln, es sei denn, man selbst tankt das Fahrzeug direkt zu Beginn der Probefahrt voll, fährt 50 oder 100 Kilometer und tankt erneut voll. Dann lässt sich der durchschnittliche Spritverbrauch pro 100 Kilometer einigermaßen genau errechnen. Hat das Fahrzeug eine Verbrauchsanzeige, dann lässt sich der durchschnittliche Spritverbrauch natürlich bereits während der Fahrt recht gut ermitteln. Wenn du die Probefahrt bei kühlem Wetter machst, dann wirst du dich jedoch spätestens bei 30 Grad Außentemperatur und eingeschalteter Klimaanlage über den ungewöhnlich hohen Spritverbrauch deines Fahrzeugs "freuen". Ebenso, wenn du ihm einige Zeit später ein paar schicke Breitreifen auf Alu spendierst! Und bist du dann noch sehr häufig und überwiegend auf Kurzstrecken (z. B. Stadtverkehr) unterwegs, dann wird deine Freude über deinen kleinen Schluckspecht ins schier Unendliche steigen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wirst du niemals mehr einer Hersteller-, Händler- oder Verkäufer-Verbrauchsangabe Glauben schenken. Versprochen!
irmanow (03.11.2007, 21:07 Uhr)
hybrid oder sonst was
Das ist doch wohl egal,mit was man fährt,Fahrrad ausgenommen.
Der Sprit sollte 8.-€ kosten,dann wäre wenigstens die A 40 etwas leerer und ich könnte schneller fahren.
Nostradamus (02.11.2007, 23:46 Uhr)
@lobin: Energiesparer des Jahres!
Um es mal so zu sagen: Selbst wenn Dein Citroen so ein Säufer und der Prius so ein Sparer wäre (in der Regel rechnet man sich den Verbrauch einfach shcön oder fährt so langsam, dass man das Ziel erreicht) Deine Umweltsparaktion war keine denn:
Dein Citroen faehrt jetzt ein anderer und die Produktion Deines Prius inkl. des Transportes nach Europa geht etwas mit 5,5 Tonnen Umweltbelastung einher. Das insbesondere, weil Japan über keine eigenen Rohstoffe verfügt und absolut alles importieren muss.
5,5 Tonnen! Das hättest Du Energiesparer lange mit Deiner Zitrone fahren können, bis Du das einsparst!
Ich selbst fahre fast nur spritsparende Autos aus den 80'iger Jahren. Meine Kiste braucht seit 1980 nur 8,5 Liter und das mit erreichbaren Höchstgeschwindigkeiten jenseits von gut und böse und dem perfekten Neidfaktor!
Ihr Ökofritzen seid der Traum eines jeden Autoverkäufers, weil ihre alle 3 Jahre den Umsatz mit dem Argument ankurbelt mal wieder was neues zum Energiesparen gefunden zu haben.
Weisst Du was mein Plan wäre:
Man kauft einmal im Leben ein Auto und das fährt man bis zum Tode oder bis es Totalschaden durch Unfall ist.
Das spart am meisten Energie!
Nostradamus (02.11.2007, 23:21 Uhr)
Der große CO2 Schwindel der Bahn
Der CO2 Konsum einer Bahnfahrt ist höher als der einer PKW Fahrt, wenn man alle direkt und indirekt mit dem Betrieb der Bahn in Verbindung stehenden CO2 Verbräuche berücksichtigen würde.
Meine Autos verbrauchen im Übrigen exakt das, was der Hersteller angegeben hat, wenn man sich exakt an die Geschwindigkeiten hält.
Das eine Fahrzeug ist mit 7,2 Liter auf 100 Kilometer bei 80 km/h angegeben und das andere Fahrzeug mit 8,2 Liter bei 80 km/h und 9,2 Liter bei 120km/h und beides stimmt. Allerdings sind beide Fahrzeuge auch etwas älter und deutsche Produkte. Damals hat man wohl noch besser gemessen!
Wichtig ist jedoch, dass man nicht mit Licht-, Klima- und heizbarer Heckscheibe/ Aussenspiegel/ Sitze, angezogener Handbremse, offenen bzw. ständig hoch und runter fahrenden elektr. Fenstern/ Schiebedächern, Radio CD, Navi und unnötiger Zuladung und falsch befüllten Reifen Sommer's wie Winter's und Tag und Nacht fährt.
Allein die Lichtfahrt kostet ca. 0,5-0,75 Liter pro 100 Kilometer! Heckscheibe noch mehr.
Eine gute Variante richtig sparsam zu fahren ist im Windschatten eines LKW's. Da kann man bei Tempo 90 etwa nochmal 1-1,5 Liter sparen und: Zu dichtes auffahren wird erst ab Tempo 80 bestraft.
Wie ist das eigentlich mit den Verbrauchswerten? Werden die nicht in Deutschland nur mit den Mindestverbrauchern, also der wahrscheinlich kleinsten Lichtmaschine unter Vollast gemessen?
Da spielen all die tollen Features keine Rolex, die heutzutage in so einem Auto sind. So kommen auch Differenzen zustande.
lobin (02.11.2007, 23:16 Uhr)
ach ja... vergessen
Ich fahre selbst einen Prius: Verbrauch 6 l/100 km da ich täglich einen Berg überwinden muss.
Nur: Vorher hatte ich einen Citroen: Verbrauchsangabe ab Werk: 7.2 l/100 km, gemessen bei mir am Berg: 11-12 l/100 km.
Das heisst durch den Fahrzeugwechsel spare ich 50%.
Fahre ich vorwiegend in der Ebene, dann komm ich auf ca. 4.5 l/100 km mit dem Hybrid, da ich eher sparsam fahre.
Fazit: Die Verbrauchsangaben sind erreichbare Werte, der tatsächliche Verbrauch hängt aber stark von der Strecke und vor allem von der Fahrweise ab. Das war schon immer so und wird auch so bleiben und ist unabhängig vom Fahrzeugtyp.
lobin (02.11.2007, 23:08 Uhr)
der test ist nicht relevant
Auf spritmonitor.de kann man den in der wirklichen Praxis auftretenden Verbrauch nachlesen. Beispiele:
Toyota Prius: 331 Fahrzeuge: 5.2 l/100 km
Lexus R400: 20 Fahrzeuge: 10.8 l/100 km
Das heisst massiv unter den im "Test" ermittelten Werten.
Interessanterweise liegen die in der Praxis gemessenen Werte für die konventionellen Fahrzeuge näher an den im Test ermittelten Werten. Ein Schelm wer hier Böses denkt, denn damit kommen die Hybridfahrzeuge Prozentual sogar besser weg als die konventionellen. War hier die Deutsche Autolobby am Werke?
Der Test ist wahrscheinlich darum so irrelevant, weil der Vollgas Autobahnanteil recht hoch ist. In der Praxis werden die meisten Kilometer im Ortsverkehr abgespult.
MEHR ZUM ARTIKEL
Normverbrauch Schmuh auf dem Messstand

Ob Kleinwagen oder Luxuslimousine: Die Fahrzeuge verbrauchen zuviel. Bei jedem Zapfsäulenbesuch wird es dem frustierten Kraftfahrer schmerzhaft vor Augen geführt - tatsächlicher Konsum des Wagens und der angebliche Verbrauch laut Herstellerangabe klaffen weit auseinander. mehr...

 
Partnerangebot Kfz-Versicherungsvergleich

Versicherungsbeiträge erhöht? Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht und sparen Sie bis zu 500€ im Jahr. mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft