Knoblauchpräparate werden mit oder ohne weitere Zusätze überwiegend in Form von Kapseln mit öligen Auszügen und Trockenpulver oder als Dragees aus Trockenpulver angeboten. Die enthaltenen Knoblauchmengen sind sehr unterschiedlich. Umgerechnet entsprechen die empfohlenen Tagesdosen etwa einem bis sechs Gramm Knoblauchzehen pro Tag.
Frischer Knoblauch wirkt desinfizierend und verdauungsfördernd. Er verbessert die Fließeigenschaften des Bluts, senkt den Blutfett- und Cholesterin-Spiegel und beugt möglicherweise Krebs vor. Für Knoblauchpräparate konnten, wenn überhaupt, nur sehr leichte Blutfettsenkungen ermittelt werden, maximal fünf Prozent.
Knoblauchpräparate dürfen bei Blutgerinnungs-Störungen und Blutungsneigung nicht eingenommen werden. Nebenwirkungen können Blutdruckabfall, Veränderungen des Geruchs von Atem und Haut und Überempfindlichkeits-Reaktionen sein. Knoblauchpräparate können die Wirkung von bestimmten Medikamenten - etwa solchen gegen Bluthochdruck oder zur Blutverdünnung - verstärken und müssen mindestens sieben Tage vor einer Operation abgesetzt werden.
In Deutschland sind Knoblauchpräparate noch als Arzneimittel eingestuft, während sie in der übrigen EU als Nahrungsergänzungs-Mittel gelten. Für Knoblauchpräparate ist keine Standardisierung, also kein Mindestgehalt an bestimmten Stoffen, vorgeschrieben. Je nach Herstellungsverfahren sind nicht sämtliche Inhaltsstoffe des frischen Knoblauchs enthalten.
Volker Clausen und Angela Clausen